Nidderau

Kommentar: Endlich Schwarzer-Peter-Spiel beenden

Foto/Grafik: Mike Bender/HA

Nidderau. Der Unfallknotenpunkt auf der B45 scheint zurzeit in aller Munde. Auch die Politik gerät immer mehr unter Druck. Unser Redakteur Jan-Otto Weber hat eine klare Meinung zu dem ganzen Thema.

Die Unfallkommission empfiehlt der Stadt im Frühjahr die Errichtung eines Blitzers auf eigene Kosten. Bereits zuvor wurden Warnschilder aufgestellt, die kaum zu sehen sind. Auch Leitschwellen zwischen Geradeaus- und Rechtsabbiegespur aus Richtung Altenstadt zeigen keine Wirkung.

Die Stadt hält einen festen Blitzer nicht für zielführend und regt eine Ampelanlage oder einen Kreisel an. Hessen Mobil verweist auf die Zuständigkeit der Verkehrsbehörde des Kreises. Der Kreis und die Stadt Nidderau verlangen nun vom Land eine schnellstmögliche Prüfung einer Ampel, schließlich habe man schon immer gesagt, es müsse was passieren, aber das Land habe eine umfassende Tempo-70-Regelung ja nicht für nötig gehalten.

Zeit, die Angehörigen zu hören

Auch die Landtagsabgeordneten beeilen sich mitzuteilen, dass sie ja über Anfragen im Parlament, in persönlichen Gesprächen mit Mitarbeitern des Ministeriums in Wiesbaden und schon mehrfach darauf hingewiesen hätten, dass nun endlich etwas passieren muss.

Und die Angehörigen? Sie nehmen nur wenige Tage nach dem tödlichen Unfall fassungslos den nächsten Zusammenstoß zur Kenntnis. Und versuchen ihrer Wut und Ohnmacht zu entfliehen, indem sie an die Verantwortlichen appellieren, endlich zu handeln, damit nicht noch jemand sterben muss. Es wird Zeit, sie zu hören.

Quelle: Hanauer Anzeiger

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