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Land und Kreis unterstützen Bauprojekt für Sozialwohnungen in Windecken

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Von: Jan-Otto Weber

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Das Land Hessen unterstützt die ABG Frankfurt Holding beim Bau von 32 Sozialwohnungen am kleinen Bahnhof in Windecken, hinter dem Jugendzentrum Blauhaus (rechts).
Das Land Hessen unterstützt die ABG Frankfurt Holding beim Bau von 32 Sozialwohnungen am kleinen Bahnhof in Windecken, hinter dem Jugendzentrum Blauhaus (rechts). © Jan-Otto Weber

Wohnraum ist im Rhein-Main-Gebiet ein knappes Gut. Vor allem, wenn er auch für Durchschnittsverdiener und Familien bezahlbar sein soll. Eine besondere Herausforderung stellt für die Kommunen die Bereitstellung von gefördertem Wohnraum für anspruchsberechtigte Personen dar. Dazu gehören auch geflüchtete Menschen, deren Antrag auf Asyl positiv beschieden wurde und die nach ihrer Unterbringung in einer Flüchtlingsunterkunft eine dauerhafte Bleibe suchen.

Nidderau – Die Stadt Nidderau hat auf diesem Sektor Nachholbedarf. Zwar wurde in den vergangenen Jahren viel gebaut, und die Kommune wuchs auf über 20 000 Einwohner an. Doch oft entstanden Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser oder hochpreisiger Mietwohnraum, was nicht zuletzt die Grundstückspreise in Nidderau in die Höhe trieb.

Fertigstellung steht kurz bevor

Ein erstes Objekt, das auch für Wohnungssuchende mit geringem Einkommen spürbar für Entlastung sorgen soll, steht nun vor seiner Fertigstellung. Die ABG Frankfurt Holding GmbH – eine der größten Wohnungsgesellschaften in Deutschland, deren Mehrheitsgesellschafter die Stadt Frankfurt ist – baut am kleinen Bahnhof in Windecken, hinter dem Jugendzentrum Blauhaus, derzeit ein mehrgeschossiges Gebäude mit 32 Sozialwohnungen. Diese werden im Rahmen einer Erbpachtregelung auf städtischem Grund errichtet und öffentlich gefördert. So unterstützt das Land Hessen das Projekt laut einer aktuellen Mitteilung von Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne) mit einem Darlehen von rund 1,8 Millionen Euro und einem Finanzierungszuschuss von rund 530 000 Euro. Der Main-Kinzig-Kreis beteiligt sich an dem Bau der Wohnungen im Auerweg 5 mit einem Zuschuss von rund 480 000 Euro. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund vier Millionen Euro. Bei einer Anfangshöchstmiete ohne Betriebskosten von 7,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche werden dadurch insgesamt etwa 1500 Quadratmeter geförderte Wohnfläche zur Verfügung stehen.

„Ziel der Landesregierung ist es, den Wohnungsmarkt zu unterstützen und Flächen zu aktivieren, um auch den Bau von bezahlbaren Sozialwohnungen zu fördern. Dazu stellen wir bis 2024 Rekordmittel in Höhe von 2,2 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau bereit“, erklärt Al-Wazir.

Hoher Bedarf an bezahlbaren Apartments

„Zukunftsweisend ist, dass dieses neue Wohnhaus zusätzlich energieeffiziente Gebäudestandards einhält und damit einen weiteren Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in Hessen leistet“, so der Minister.

Nidderau habe einen hohen Bedarf an kleinen und bezahlbaren Apartments. Deshalb bebaue die ABG das städtische Erbbaugrundstück in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nidderau mit sozialem Wohnraum. Anschließend mietet die Stadt die Wohnungen über einen Generalmietvertrag an und vermittelt die Wohnungen an berechtigte Personengruppen.

„Wir freuen uns, dass mit der finanziellen Unterstützung des Landes Hessen dringend benötigter Wohnraum im Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main geschaffen werden kann. Gemeinsam mit dem Land Hessen stehen wir zu unserer Verantwortung, bezahlbaren Wohnraum für alle zu bauen“, erklärt Frank Junker, Vorsitzender der ABG-Geschäftsführung.

Entlastung für angespannten Wohnungsmarkt

Mit diesem Objekt baue die ABG bezahlbaren und energieeffizienten Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen und entlaste damit den angespannten Wohnungsmarkt. Dafür gewährt die KfW ein Darlehen in Höhe von insgesamt rund 630 000 Euro aus dem Bundesprogramm „Energieeffizient Bauen-Effizienzhaus 55“.

Darüber hinaus erhält die ABG einen Zinszuschuss in Höhe von 9450 Euro aus dem hessischen Programm Energieeffizienz im Mietwohnungsbau.

„Wir werden weiterhin den Neubau von hocheffizienten Mietwohngebäuden in Hessen mit den Programmen der KfW unterstützen, um so die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen des Bundes und des Landes zu erreichen“, sagte Al-Wazir abschließend. (Jan-Otto Weber)

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