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Marode Krebsbach-Brücke in Erbstadt wird abgerissen

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Die Brücke über den Krebsbach im Bereich des Angelteichs in Erbstadt ist schon seit einiger Zeit gesperrt und wird bis Ende des Monats abgebaut.
Die Brücke über den Krebsbach im Bereich des Angelteichs in Erbstadt ist schon seit einiger Zeit gesperrt und wird bis Ende des Monats abgebaut. © Thomas Seifert

Bis Ende des Monats ist die kleine Brücke über den Krebsbach am Erbstädter Angelteich Geschichte. Sie muss wegen fehlender Verkehrssicherheit abgebaut werden, teilte Bürgermeister Andreas Bär (SPD) mit. Wann und wo ein neuer Übergang geschaffen wird, hängt noch von verschiedenen Faktoren ab.

Nidderau –Schon seit einige Zeit können Spaziergänger, Gassigeher, Wanderer und Radfahrer die Brücke nicht mehr benutzen, weil sie wegen Mängeln gesperrt worden ist. Diese sind offensichtlich so gravierend, dass die Stadt beschlossen hat, die Brücke abbauen zu lassen. Eine Firma sei bereits beauftragt, erklärte Erster Stadtrat Rainer Vogel auf Nachfrage unserer Zeitung.

Viele Bürger nutzen Privatgelände als Abkürzung

Die Arbeiten würden dieser Tage über die Bühne gehen und seien bis Ende des Monats abgeschlossen. Die Aktion wird die Stadt rund 1000 Euro kosten. Die Krebsbachüberquerung hatte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, weil uneinsichtige Zeitgenossen das benachbarte Privatgelände der Angler trotz eindeutiger Beschilderung widerrechtlich als Abkürzung benutzt hatten. Einige dieser Mitbürger waren sogar soweit gegangen, die Vereinsmitglieder zu beschimpfen und ihnen gar Prügel anzudrohen, als diese auf das Privatgelände hinwiesen und darum baten, doch die offiziellen Wege zu benutzen. Schließlich kamen Stadt und die Sportfischergemeinschaft Windecken als Eigentümer des Areals im Juli vergangen Jahres überein, mit einem schlichten Holzzaun die Abkürzung über das Angelteichgelände zu sperren.

Schon damals hatte man bereits bei der Stadt an eine Verlegung der Überquerung des Krebsbachs nachgedacht. Nach der Sperrung aus Verkehrssicherheitsgründen ist die Nidderauer Verwaltung nun umso mehr gefordert, für eine alternative Querung zu sorgen.

Corona verzögert Entscheidung

Doch das ist nach Aussagen des Ersten Stadtrats Vogel nicht so einfach: „Das Problem ist eher ein natur-, wasser- und eigentumsrechtliches, daher müssen zuerst diese Fragen geklärt werden. Es ist zu umfangreichen Abstimmungen zwischen den einzelnen betroffenen Behörden und Organisationen wie dem Ortsbeirat Erbstadt, der Unteren Naturschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde und Hessen Forst gekommen. Zudem gehört der Krebsbach zum Renaturierungsprogramm des Landes Hessen ‚100 wilde Bäche’, dadurch wurde auch dort der Ersatz der Querungsmöglichkeit geprüft. Und durch die Corona-Pandemie hat sich Vieles verzögert.“

Allerdings macht der Stadtrat seinen Bürgern auch Hoffnung. „Nun bahnt sich endlich eine Lösung an: Die Stadt Nidderau wird in naher Zukunft nur wenige Meter versetzt zur bestehenden Fußgängerbrücke eine neue Querungsmöglichkeit schaffen“, verspricht Vogel. (Thomas Seifert)

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