Ortsbeirat Windecken

Nidderau: Ärger über Vandalismus am Friedhof

Der Eingang zum Windecker Friedhof: Die Mitglieder des Ortsbeirats haben noch viele Ideen für die Gestaltung wie Blühwiesen für das Gelände.
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Der Eingang zum Windecker Friedhof: Die Mitglieder des Ortsbeirats haben noch viele Ideen für die Gestaltung wie Blühwiesen für das Gelände.

Das Eingangsportal beschädigt und Zaunelemente gestohlen – der Windecker Friedhof kommt nicht aus den Schlagzeilen. Zumindest nicht für den Ortsbeirat Windecken und den städtischen Bauhof.

Nidderau – Eigentlich schien allmählich schon alles auf dem rechten Weg zu sein, die alten Mauern wurden abgetragen und neue Zaunelemente montiert, das Tor überarbeitet und stabiler gemacht und die Asphaltarbeiten für die in die Jahre gekommenen Friedhofswege in Auftrag gegeben. Sogar die Wege bei den neu angelegten Grabfeldern sollen zukünftig breiter angelegt werden.

Alle Wünsche des Ortsbeirats Windecken schienen damit in Erfüllung zu gehen. Und nun machten Chaoten wieder einen Strich durch die Rechnung. Das Eingangstor wurde demoliert, wie Ortsvorsteher Heinz Homeyer (SPD) in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirates am Dienstagabend berichtet, und auch zwei Aluminiumelemente des Zaunes wurden entwendet. Zwischenzeitlich ist die Polizei eingeschaltet worden. Sie ermittelt gegen unbekannt.

Polizei ermittelt gegen unbekannt

Zurück zu den Vorstellungen des Ortsbeirates zur Gestaltung des Friedhofes. Trotz der bereits getroffenen Maßnahmen durch die Verwaltung gibt es noch weitere Wünsche des Ortsbeirates, wie sich in der Sitzung herausstellt. So möchten die Grünen gerne Blühwiesen auf dem Friedhofsgelände, die CDU wünscht sich mehr Ordnung auf den leer geräumten Gräbern und auch die SPD setzt sich für Reinigung des Ehrenmals am Eingang des Friedhofs ein. Der Beschluss zu den weiteren Wünschen fällt dann auch einstimmig aus.

Vandalismus am Windecker Friedhof: Außer dem Schloss am Tor wurden auch noch zwei Metallelemente im Zaun entwendet. Die Polizei ermittelt.

Übereinstimmung gibt es auch bei dem Tagesordnungspunkt „Reparatur zahlreicher Straßen und Gehwege in Windecken“. Dazu hatte die Stadtverwaltung geäußert, dass man erst die Genesung des entsprechend Sachbearbeiters abwarten müsse, bevor man dazu Stellung beziehen wolle. „Das ist keine befriedigende Antwort, denn hier besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt Homeyer und schlägt vor, die Stadtverwaltung erneut aufzufordern, zumindest unter dem Aspekt der Verkehrssicherungspflicht die gröbsten Schäden sofort beheben zu lassen. Auch dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Kein Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße

Etwas problematischer gestaltet sich offenbar der Wunsch des Ortsbeirates, die Einbahnstraßenregelung auf Teilen der Eugen-Kaiser Straße und der Friedrich-Ebert-Straße für Fahrradfahrer aufheben zu lassen. „Gegen die Aufhebung dieser Einbahnstraßenregelung für Radfahrer ist die Polizei. Die Straßen seien zu eng, das Gefahrenpotenzial zu groß“, berichtet Homeyer von einer polizeilichen Stellungnahme. Im Übrigen werde gerade in mehreren Gremien an einem Radwegekonzept für die ganze Stadt gearbeitet, das sei in der vergangenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung noch einmal ausdrücklich betont worden.

Homeyers Vorschlag lautet deshalb erst einmal, die Zusammenkunft der Gremien am 21. Juni abzuwarten, gleichzeitig aber den Arbeitskreisen der Bitte des Ortsbeirats auf Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für Fahrradfahrer zu berücksichtigen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt.

Herbst- und Weihnachtsmarkt sind noch ungewiss

Erst einmal das weitere Geschehen abwarten will der Ortsbeirat auch hinsichtlich der Durchführbarkeit des Herbstmarktes und des Weihnachtsmarkts in diesem Jahr. „Eine klare Aussage wäre für alle Beteiligten zwar wünschenswert“, so Werner Traudt (CDU), aber dafür müsse erst der Verlauf der Coronaauswirkungen abgewartet werden.

Unerfüllte Wünsche bleiben wohl auch weiterhin die Forderungen des Ortsbeirats nach mehr Blühwiesen in Windecken und einer speziell für Hunde abgegrenzten Freifläche. Es fehlt einfach an Grundstücken, die dafür geeignet sind und von den Eigentümern auch dafür zur Verfügung gestellt werden, selbst wenn dafür gezahlt werden muss wie es in Ostheim erfolgreich praktiziert wird. Der Ortsvorsteher bittet deshalb um Vorschläge aus der Bevölkerung.

Bürger unzufrieden mit Situation am Marktplatz Windecken

Achselzucken hatte Homeyer auch nur bei der Frage einer Zuhörerin, die sich nach dem Entwicklungsstand des Marktplatzes erkundigte: „Hat Nidderau überhaupt noch Interesse an der Belebung der Innenstadt oder soll es eine reine Schlafstadt werden? Und gibt es ein Parkplatzkonzept für den Innenstadtbereich? Was ist mit den leer stehenden Geschäften?“ Auch hier müsse man die Sitzungen der betreffenden Gremien in naher Zukunft abwarten, beschwichtigt Homeyer, obwohl auch er ist mit dem gegenwärtigen Stand der Dinge nicht glücklich ist.

Dasselbe trifft auf die Entsorgung der sogenannten Take-away-Verpackungen zu. Da die Vermüllung mit derartigen Artikeln im Marktplatzbereich immer mehr zunehme, soll die Stadtverwaltung auf die Geschäftsleute zugehen, um gemeinsam ein Entsorgungskonzept zu erstellen.

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