Seniorenzentrum in Nidderau

Anmietungen spielen „keine zentrale Rolle“ für APZ

Variante 4 aus der Vogelperspektive: Die Planer haben das APZ (oben links) in eine Luftaufnahme projektiert. Rechts ist die Nidderhalle zu sehen. Unten zeigt der Querschnitt der Höchster Straße das Höhenverhältnis des APZ zur gegenüberliegenden Bebauung.
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Eine Variante für ein Seniorenheim an der Höchster Straße in Nidderau-Eichen: Die Planer haben das APZ (oben links) in eine Luftaufnahme projektiert. Rechts ist die Nidderhalle zu sehen. Unten zeigt der Querschnitt der Höchster Straße das Höhenverhältnis des APZ zur gegenüberliegenden Bebauung.

Während die beiden Bürgerinitiativen und die politischen Gremien über Sinn und Zweck eines runden Tisches zum Thema Alten- und Pflegenzentrum an der Höchster Straße in Nidderau-Eichen diskutieren, werden von einigen Beteiligten auch Detailfragen verfolgt. Dabei geht es etwa um die Frage, ob eine Anmietung von Kita-Räumen durch die Stadt im Erdgeschoss des geplanten Seniorenzentrums Bedingung für den wirtschaftlichen Betrieb einer solchen Einrichtung ist.

Nidderau – Denn falls sich die Gremien für einen Anbau an die bestehende Kita entscheiden, dessen weitere Planung am Donnerstag in der Stadtverordnetensitzung beschlossen werden soll, hätte sich eine Anmietung von Räumen – zumindest zum Zweck der Kinderbetreuung – erledigt.

Bei einer Präsentation im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Kultur- und Sporthalle Heldenbergen im November 2018 hatte Dieter Bien, Geschäftsführer des favorisierten Betreibers Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig gGmbH, betont, dass die APZ als Unternehmen in Trägerschaft des Main-Kinzig-Kreises gemeinnützige und mildtätige Zwecke verfolge. In den Leitsätzen auf der Internetseite des Unternehmens heißt es dazu. „Unser wirtschaftliches Handeln ist transparent und nicht gewinnorientiert.“

Dieter Bien, Geschäftsführer der Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig

In der Präsentation wurden lediglich die Flächen im Obergeschoss für eine Nutzung als stationäres Alten- und Pflegezentrum vorgestellt. Für das Untergeschoss wurde seinerzeit die Idee einer Tagespflegeeinrichtung genannt, für die Bedarf und auch bereits Interesse eines privaten Betreibers bestehe. Auch ein Bistro, ein Friseursalon oder eine Arztpraxis wurden als mögliche Nutzung genannt.

Kita-Nutzung auf Wunsch der Stadt in Planung aufgenommen

Unsere Redaktion hat bei den APZ nachgefragt, inwieweit das Unternehmen bei einer mehrgeschossigen Bauweise auf Einnahmen aus Untervermietungen angewiesen ist und ob die APZ von vornherein mit einer Anmietung von Räumlichkeiten durch die Stadt Nidderau kalkulieren würden.

„Die Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises haben den Fokus in der Planung explizit auf das stationäre Pflegeangebot gelegt und hierbei das Ziel der Realisierung des Hausgemeinschaftsmodells, analog der Dependancen im Ronneburger Hügelland, verfolgt“, so die schriftliche Antwort von Geschäftsführer Dieter Bien. „Dies ist letztlich auch die Kernkompetenz des Unternehmens. Darüber hinaus spielte in der pflegerischen Gesamtversorgung der Region auch die Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung eine wichtige Rolle. Weitere Angebote, wie die Integration von Kita-Räumlichkeiten oder ein gastronomisches Angebot wurden auf Wunsch der Stadt Nidderau optional in die Planungen aufgenommen. Voraussetzung für eine Umsetzung dieser Angebote ist allerdings zwingend die Sicherstellung der Refinanzierung. Eine zentrale Rolle hinsichtlich der Realisierung des Pflegeprojektes spielen diese Angebote allerdings nicht.“ (Jan-otto Weber)

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