Ehrenamt

Nidderau: Auszeichnungen von Land und Stadt für Peter Tippel, Rainer Wolff, Gerd Bauscher und Elgerd Heppding

Den Landesehrenbrief erhielten Peter Tippel vom Blasorchester Nidderau (von rechts) und Rainer Wolff vom Schützenclub Windecken aus den Händen von Landrat Thorsten Stolz (SPD).
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Den Landesehrenbrief erhielten Peter Tippel vom Blasorchester Nidderau (von rechts) und Rainer Wolff vom Schützenclub Windecken aus den Händen von Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Einmal mehr war Landrat Thorsten Stolz am Donnerstagabend nach Nidderau in die Kultur- und Sporthalle gekommen, um im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung Landesehrenbriefe zu verleihen. Sowohl er als auch Bürgermeister Andreas Bär betonten die Bedeutung des Ehrenamts für den Zusammenhalt der Gesellschaft, was gerade durch die coronabedingten Einschränkungen schmerzlich offenbar werde.

Nidderau – Den Ehrenbrief des Landes Hessen verlieh Landrat Stolz am Donnerstagabend an Peter Tippel und Rainer Wolff. Tippel sei der „Allrounder“ beim Blasorchester Nidderau (BON), so Stolz in seiner Laudatio. Er sei maßgeblicher Initiator bei der Gründung des Vereins sowie des Kinder- und Jugendorchesters gewesen und habe sich beim Bau des Vereinsheims wesentlich eingebracht. Von 1999 bis 2004 war er erster Vorsitzender und in der Folge Beisitzer und Mitglied in diversen Ausschüssen. Seit 1994 ist er zudem ehrenamtlich als Versichertenberater zum Thema Rente tätig, seit fünf Jahren auch in Großkrotzenburg.

Seit 27 Jahren ist Rainer Wolff Kassierer im Vorstand des Schützenclubs Windecken und selbst erfolgreicher Sportschütze an der Luftpistole. Die Sportart hat in seiner Familie Tradition, denn Rainer Wolffs Urgroßvater Friedrich Wolff, Wirt der legendären Windecker Gaststätte „Zur Hochmühle“, war ebenfalls Schütze – der Schießstand befand sich auf dem weitläufigen Gelände der Hochmühle. „Es ist etwas Besonderes, ein so vertrauensvolles Amt über einen so langen Zeitraum zu bekleiden, immer wieder durch Wahl bestätigt“, betonte Stolz. Auch sonst bringe sich Wolff handwerklich rund um den Erhalt des Schützenheims und der Schießanlage ein sowie des Betriebs ein. Zudem pflege er die Homepage.

Die silberne Ehrenplakette der Stadt Nidderau erhielten Ehrenortsvorsteher Gerd Bauscher und Elgerd Heppding (von links). Es gratulierten Stadtverordnetenvorsteher Jan Jakobi und Bürgermeister Andreas Bär (beide SPD).

Der Verleihung der Landesehrenbriefe schloss sich Bürgermeister Bär mit der Ehrung zweier weiterer hochverdienter Nidderauer Bürger mit der silbernen Ehrenplakette an. Gerd Bauscher aus Windecken erhielt die höchste Auszeichnung der Stadt sogar schon zum zweiten Mal, doch diesmal nicht für seine Verdienste um den Fußballclub Eintracht Sportfreunde Windecken, dessen Ehrenvorsitzender er ist, sondern für sein kommunalpolitisches Engagement – zuletzt als Ortsvorsteher von Windecken – wofür er am Donnerstag offiziell zum Ehrenortsvorsteher ernannt wurde (wir berichteten ausführlich).

Ebenso wie bei Gerd Bauscher muss man zum Engagement von Elgerd Heppding nicht mehr viel erklären. Jahrzehntelang bekleidete er verschiedene Führungspositionen in der Maler- und Lackiererinnung – allein 30 Jahre lang als Obermeister – und bei der Kreishandwerkerschaft. Seit 1992 ist Heppding ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht. Am Donnerstag stand zudem sein Engagement in Nidderau im Fokus. So war Heppding in den 80ern Stadtverordneter. Vor allem aber war er von 2012 bis 2018 Gründungsvorsitzender der Bürgerstiftung Nidderau und brachte die Einrichtung entscheidend voran, sodass sie sich heute großer Anerkennung auch über die Stadtgrenzen hinaus erfreut.  jow

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