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Nidderau: Belegung von Hallen durch Vereine soll genauer kontrolliert werden

Die Mitglieder des neuen Kulturbeirates der Stadt wurden von Bürgermeister Andreas Bär (rechts) und vom Ausschussvorsitzenden Sam Pfeifer (links, beide SPD) beglückwünscht.
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Die Mitglieder des neuen Kulturbeirates der Stadt wurden von Bürgermeister Andreas Bär (rechts) und vom Ausschussvorsitzenden Sam Pfeifer (links, beide SPD) beglückwünscht.

Der städtische Kulturbeirat hat wieder ein Gesicht: Die sieben neu gewählten Mitglieder werden in den nächsten fünf Jahren die Kulturereignisse in Nidderau entscheidend mitgestalten.

Nidderau – Sie wurden in geheimer Wahl aus einer Liste von 13 Kandidaten bestimmt. Bereits in der vergangenen Sitzung hatten sie sich dem Sport- und Kulturausschuss vorgestellt. Gewählt wurden schließlich Markus Bernhard, Bernd Heinrich, Birthe Pater, Jürgen Reuling, Marion Schröder, Kristina Schwantje und Livia Hofmann. Letzte kam erst über eine Stichwahl in das Gremium.

Bürgermeister Andreas Bär (SPD) betonte, dass es sich bei dem Beirat um kein politisches Gremium handelt, sondern dass ausschließlich die Kultur im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen müsse.

Ausführlich diskutiert wurde anschließend der Antrag der FWG zur Belegung und Kontrolle der Hallen für den Übungsbetrieb der Nidderauer Vereine. Nach Ansicht der FWG habe es in der Vergangenheit immer wieder Probleme bei der Hallenbelegung gegeben. So hätten Vereine oftmals entweder gar keinen oder zu wenig Platz erhalten. In den Hallenbüchern soll künftig nicht nur die Anmeldung, sondern auch die tatsächliche Belegung dokumentiert werden. Das Ergebnis soll den Stadtverordneten und dem Sport- und Kulturausschuss jährlich zweimal zur Kenntnis übermittelt werden. Diese Meldungen sollen auch Angaben zur Anzahl der regelmäßigen Teilnehmer pro Übungseinheit und Aussagen über ein regelmäßiges oder neues Vereinsangebot enthalten, so die Vorstellungen der FWG.

Dieser Antrag lag bereits im vergangenen Jahr der Stadtverordnetenversammlung vor, musste dann aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Deshalb konnte Bürgermeister Bär verkünden: „Der Antrag der FWG ist mittlerweile in Bearbeitung. Rückmeldung von den Vereinen bezüglich ihrer Nutzungsvorstellungen der Hallen für ihren Übungsbetrieb wird bis Ende Oktober erwartet.“ Allerdings gilt es bei den Anmeldungen eine Besonderheit zu beachten. So soll bei der Belegung von Bürgerhäusern, analog der Nutzungs- und Vergabeordnung für Schulturnhallen des Main-Kinzig-Kreises, eine Mindestteilnehmerzahl von acht Personen eingehalten werden. Für diesen Grundsatz soll es auf Antrag des Ausschussmitgliedes Lucia Wörner-Böning (CDU) allerdings auch Ausnahmen geben. Beispielsweise bei Sportarten, für die die Sportler viel Platz beanspruchen oder wenn es nur kleine Übungsgruppen gibt.

„Es geht uns vor allem um ein faires Belegverfahren und dass Hallen nicht leer stehen, obwohl es großen Bedarf an Übungsflächen gibt“, verteidigt FWG-Ausschussmitglied Dirk Kapfenberger die Anträge seiner Fraktion. Vor Abstimmung sollen jedoch die Rückmeldungen der Vereine abgewartet werden.

Zur Kenntnis genommen wird dann noch die Mitteilung der Verwaltung, dass der Mammographie-Bus wieder Halt in Nidderau machen wird. Allerdings seien die Verhandlungen über Häufigkeit und Standort noch in Verhandlung.

Der Impfbus wird am 16. Oktober nach Windecken vor die Willi-Salzmann Halle kommen. (Von Jürgen W. Niehoff)

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