Bahn frei für Schwimmsport

Nidderau bereitet frühere Wiedereröffnung des Hallenbads nach den Ferien vor

Demnächst soll wieder Wasser ins Becken: Bürgermeister Andreas Bär (SPD, von rechts) will gemeinsam mit Betriebsleiter Harald Rühl und dessen Stellvertreter Robert Weniger eine frühere Eröffnung des Hallenbades ermöglichen.
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Demnächst soll wieder Wasser ins Becken: Bürgermeister Andreas Bär (SPD, von rechts) will gemeinsam mit Betriebsleiter Harald Rühl und dessen Stellvertreter Robert Weniger eine frühere Eröffnung des Hallenbades ermöglichen.

Die Debatte um begrenzte Kapazitäten für Schwimmsport und Anfängerkurse im Nidderbad hat Wellen geschlagen. Auslöser war ein Antrag der CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung vom 8. Juli auf freien Eintritt für Vorschulkinder und Grundschüler während der Freibadsaison. Die CDU wollte den Kindern nach der Pandemie ermöglichen, „möglichst schnell Schwimmen zu lernen und Wasserangst abzubauen“. Die FWG ergänzte den Antrag um die Forderung nach zusätzlichen Schwimmkursen auf Kosten der Stadt.

Nidderau – Die rot-grüne Mehrheit hatte die Anträge jedoch abgelehnt mit Hinweis des SPD-Vertreters Michael Bär auf fehlende Trainer-Kapazitäten bei der DLRG. Daraufhin hatte die DLRG Nidderau erklärt, es fehle weniger an zertifizierten Trainern als vielmehr an Schwimmzeiten aufgrund der begrenzten Zahl an Bahnen während des laufenden Freibadbetriebs bei geschlossenem Hallenbad (wir berichteten jeweils).

Weiter abhängig von Hygienevorschriften

Wie Bürgermeister Bär nun mitteilt, hat er Nidderbad-Betriebsleiter Harald Rühl und dessen Stellvertreter Robert Weniger beauftragt, die notwendigen Schritte für eine möglichst schnelle Wiedereröffnung des Hallenbads nach den Sommerferien in die Wege zu leiten. „Damit wäre es für Schulen, Schwimmvereine und Rettungsorganisationen wieder möglich, im Hallenbad auf mehrere Bahnen zurückzugreifen“, erklärt Bär. Dadurch könnten auch wieder Schwimmkurse – zunächst durch externe Anbieter – im Nidderbad durchgeführt werden.“ Die Kursangebote durch die Mitarbeiter des Nidderbades könnten erst nach der Sommersaison zum Beginn des regulären Hallenbadbetriebs stattfinden.

Vorsorglich weist Bär in der Mitteilung darauf hin, dass zunächst wegen Corona ausgesetzte und ausgefallene Kurse nachgeholt werden müssten und der Umfang der Hallenbadnutzung von den landesweit geltenden Hygienevorschriften abhängig sei.

„Die notwendigen Vorbereitungen zur Wiedereröffnung dauern aus technischen und hygienischen Gründen mehrere Wochen, sodass zeitnah mit diesen begonnen werden soll“, erläutert Bär den jetzigen Schritt. Unter anderem müssen mehrfach Wasserproben entnommen und analysiert werden, bevor der Betrieb wieder starten darf. „Die endgültige Entscheidung über die dann gegebenenfalls kurzfristige Wiedereröffnung fällt die Schwimmbadkommission in ihrer Sitzung am 2. September“, so der Bürgermeister zum weiteren Prozedere.

Schwimmkurse im Freibad nicht möglich

„Aktuell können im Freibad keine Schwimmkurse sinnvoll durchgeführt werden. Dazu wird das Hallenbad, das derzeit noch pandemiebedingt geschlossen ist, benötigt. Weil es in unser aller Interesse ist, dass Kinder schwimmen lernen, strebe ich eine schnelle Wiedereröffnung des Hallenbads nach den Sommerferien an“, erklärt der Rathauschef.

Damit solle in einem ersten Schritt Schulen, Schwimmvereinen und Rettungsorganisationen ermöglicht werden, ihre Tätigkeit im Hallenbad wieder aufzunehmen. „Denn eins ist klar“, so Bär: „Zuerst und vor allem braucht es zum Schwimmenlernen Angebote von qualifiziertem Fachpersonal, die auf eine ausreichende Anzahl von Bahnen zurückgreifen können. In einem zweiten Schritt könnte das Hallenbad später dann auch für private Nutzer geöffnet werden. Natürlich sind alle kommenden Schritte abhängig von der pandemischen Lage.“ (Jan-Otto Weber)

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