E-Carsharing

Nidderau setzt große Hoffnungen auf verbessertes Angebot

Nehmen das neue E-Carsharing-Auto in Augenschein: Erster Stadtrat Rainer Vogel (rechts) und Umweltberater Constantin Faatz.
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Nehmen das neue E-Carsharing-Auto in Augenschein: Erster Stadtrat Rainer Vogel (rechts) und Umweltberater Constantin Faatz.

Seit Kurzem steht auf dem Parkplatz mit Ladesäule am Rathaus am Steinweg ein neuer, rein elektrisch betriebener Renault Zoe, der ein Vorgängerfahrzeug abgelöst hat. Neu ist, dass dieses E-Mobil nun 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche von den Bürgern zu den Konditionen des Anbieters genutzt werden kann.

Nidderau - Vor zwei Jahren wurde die politische Entscheidung getroffen, ein solches E-Auto in der Stadt zu stationieren, erklärt Erster Stadtrat Rainer Vogel (Grüne). Zunächst wurde der Vorgänger allerdings zum Großteil von Bediensteten der Stadt zu Dienstfahrten genutzt und stand den Bürgern nur montags ab 18.30 Uhr, von Dienstag bis Donnerstag ab 16 Uhr, am Freitag ab 12 Uhr und am Wochenende bis Montagfrüh um 7 Uhr zur Ausleihe zur Verfügung.

Da aber vor allem von einigen Neubürgern die Anregung kam, ein E-Carsharing ganztags anzubieten, steht der jetzt am Rathaus geparkte Renault Zoe rund um die Uhr zum Verleih bereit. „Mit zwei Bushaltestellen, dem Kleinen Bahnhof der Niddertalbahn und dem E-Carsharing gibt es jetzt in fußläufiger Umgebung drei Alternativen des Öffentlichen Personennahverkehrs“, betont Vogel. „Der Renault Zoe ist ein als E-Auto konzipiertes Fahrzeug, das sowohl von der Reichweite von gut 300 Kilometern und auch vom Platzangebot absolut alltagstauglich ist. Durch dieses Angebot könnte für umweltbewusste Bürger die Anschaffung eines Zweitwagens hinfällig werden“, fügte der Erste Stadtrat hinzu.

E-Auto nun rund um die Uhr für Bürger verfügbar

Da bislang nur zu bestimmten Zeiten das E-Mobil ausgeliehen werden konnte, war die Zahl der Nutzer noch überschaubar. Auch der allgemeine Bekanntheitsgrad des Angebots sei noch nicht besonders groß gewesen, räumte Vogel ein. Die Erfahrung in anderen Kommunen habe aber gezeigt, dass durch eine Ganztagesverfügbarkeit auch die Nachfrage und Nutzung rapide steige. Friedrichsdorf im Taunus zum Beispiel habe auch mit einem Fahrzeug begonnen, inzwischen sei dort die Zahl der E-Sharing-Autos auf fünf gestiegen, so der Erste Stadtrat.

Die Nutzung des Renaults Zoe der Firma mobileeee sei einfach und App-basiert: Der Nutzer lädt im App- oder Playstore die „mobileeee-App“ herunter, registriert sich unter www.mein-ECarsharing.de und lässt seine Fahrerlaubnis kostenlos im Rathaus bei den Mitarbeiterinnen am Empfang validieren. Danach könne man über die App das Fahrzeug buchen, zum gewünschten Termin zum Fahrzeug gehen, das Auto mit dem Smartphone öffnen und den Schlüssel aus dem Handschuhfach entnehmen. Nach der Nutzung das Fahrzeug am Ausleihort zurückstellen, Schlüssel zurück in das Gerät im Handschuhfach stecken und das Auto mit dem Smartphone verschließen. Die aktuellen Preise, Gebühren und Ausleihbedingungen sind übersichtlich auf der Firmenhomepage aufgeführt.

Weiteres E-Auto als Dienstfahrzeug

„Wir gehen davon aus, dass durch die Ganztagesverfügbarkeit das E-Auto in Zukunft gut durch die Bürger genutzt und der Bekanntheitsgrad auch durch Mundpropaganda gesteigert wird. Demnächst wird die Stadt für die Bediensteten ein weiteres E-Auto als Dienstwagen bekommen“, kündigt Erster Stadtrat Vogel an. Thomas Seifert

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