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Nidderau: Entsorgungsunternehmen siedelt von Frankfurt nach Heldenbergen

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Von: Jan-Otto Weber

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Der Container vor dem Haus füllt sich langsam.
Auch die Entsorgung von Bauschutt gehört zu den Leistungen der Greiner GmbH. © Symbolfoto: Privat

Nachdem in der Sitzung des Ortsbeirats Heldenbergen am Donnerstagabend Bedenken bezüglich des Betriebs der Frankfurter Entsorgungsfirma Greiner GmbH im Gewerbegebiet Am Lindenbäumchen laut wurden, hat unsere Redaktion telefonisch bei Totsios Evangelos, Prokurist und stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens, nachgefragt.

Nidderau/Frankfurt – Demnach plant das Unternehmen im Lauf dieses Jahres den Umzug von Frankfurt nach Nidderau. „Am jetzigen Standort haben wir nur etwa ein Drittel der Fläche zur Verfügung, auf der wir uns künftig in Nidderau vergrößern können.“

Neben der bereits bestehenden Halle, die mit ihrem weißen Dach weithin sichtbar ist, werden noch ein Verwaltungstrakt, eine Werkstatt und ein Waschplatz für die Fahrzeuge des Unternehmens entstehen. Zudem sei eine weitere, allerdings nur etwa halb so große Halle wie die jetzige geplant. „Mit der Entsorgung von Gefahrstoffen haben wir nichts zu tun“, versichert Evangelos im Gespräch mit unserer Redaktion hinsichtlich der Befürchtungen im Ortsbeirat. Dafür sei die Partnergesellschaft Meinhardt Städtereinigung GmbH in Hofheim-Wallau zuständig.

Sortierung und Recycling von Gewerbeabfällen

In Nidderau hingegen werden künftig in den Hallen Gewerbeabfälle sortiert und Wertstoffe wie Metall dem Recycling zugeführt. „Es sind reine Umschlagshallen“, versichert der Prokurist. Dort soll die Verarbeitung der Abfälle im Trockenen, ohne Staub- und Geruchsentwicklung für die Nachbarschaft und unter Einhaltung aller Vorschriften abgewickelt werden. Dazu werde der Betrieb vom Regierungspräsidium Darmstadt überwacht und jährlich von der Prüfgesellschaft Dekra zertifiziert. „Gewerbe- und Industriebetriebe beauftragen Unternehmen wie unseres, um all ihre Abfälle, die über die haushaltsübliche Pflichttonne hinausgehen, zu entsorgen“, erläutert Evangelos. „Entsprechend der im Jahr 2017 novellierten Gewerbeabfallverordnung dürfen solche Abfälle nicht mehr direkt der thermischen Verwertung – also Verbrennung – zugeführt werden, sondern müssen eine Sortierquote von 85 Prozent erfüllen. Dafür wollen wir eine hochmoderne Sortieranlage mit Magneten, Sieben und Lasertechnik sowie einer Sortierkabine errichten, in der vier Mitarbeiter Kleinabfälle wie Verpackungen von Hand auslesen.“

Auch die Entsorgung von Trockenbauabfällen, Bauschutt und anderen Schüttgütern übernimmt die Greiner GmbH. „Privatpersonen werden ebenfalls künftig ihre Bauabfälle zu uns bringen können. Zudem vertreiben wir Mulchmaterial oder Mutterboden.“ (Von Jan-Otto Weber)

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