Stadtentwicklung

Nidderau: Grundplanung für Marktplatz Windecken steht / Denkmalschutz hat noch Bedenken

Der aktuelle Entwurf zur Umgestaltung des Marktplatzes in Windecken (Stand 22.10.2021): Nach Ansicht der Denkmalschutzbehörde gibt es zu viele Parkplätze. Zudem würde der Baum (grüner Kreis) den Blick auf das historische Rathaus (linker Bildrand) stören. Der Brunnen soll hingegen weiter in die Mitte rücken.
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Der aktuelle Entwurf zur Umgestaltung des Marktplatzes in Windecken (Stand 22.10.2021): Nach Ansicht der Denkmalschutzbehörde gibt es zu viele Parkplätze. Zudem würde der Baum (grüner Kreis) den Blick auf das historische Rathaus (linker Bildrand) stören. Der Brunnen (Achteck) soll hingegen weiter in die Mitte rücken.

Der Grundsatzentwurf steht. Wo genau Parkplätze, Bäume und der Brunnen angeordnet werden, wird aber noch mit der Denkmalschutzbehörde beraten. So stellte Bürgermeister Andreas Bär (SPD) am Montag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Klimaschutz den aktuellen Stand zur Umgestaltung des Windecker Marktplatzes dar.

Nidderau – Demnach stört sich der Denkmalschutz beim aktuellen Entwurf vor allem an der Anzahl der Parkplätze an der West- und Ostseite des Platzes als auch am Standort des großen Baumes, der die Sicht auf das historische Rathaus einschränken würde. Den Brunnen hätten die Denkmalschützer lieber weiter in der Mitte des Platzes.

„Um eine Zustimmung des Denkmalschutzes kommen wir nicht herum“, erklärte Bär, der zugleich deutlich machte, dass die Gremien noch in diesem Jahr eine Entscheidung zur Umgestaltung treffen sollten, damit im kommenden Jahr die Arbeiten beginnen könnten. Anlass der umfassenden Neugestaltung seien schließlich die dringend nötigen Kanalarbeiten, die nicht länger hinausgezögert werden sollten. „Für die Platzgestaltung gibt es auch während der Bauphase des Kanals noch einen gewissen Spielraum“, so Bär. Der Ausschuss einigte sich darauf, dass die Verwaltung zur kommenden Stadtverordnetensitzung einen Plan unter Berücksichtigung der Einwände des Denkmalschutzes vorlegt, der dann als Grundplanung vorbehaltlich beschlossen werden soll.

Bürgerbeteiligung zu Pfaffenhof Erbstadt und Feuerwehrhaus Eichen

Zur künftigen Gestaltung und Nutzung des Pfaffenhofes in Erbstadt und des alten Feuerwehrhauses in Eichen schlug Bär eine offene Vorgehensweise unter Beteiligung der jeweiligen Ortsbeiräte, der Vereine und der interessierten Öffentlichkeit vor, um „politisch das Feuer herauszunehmen“. Im Rahmen von öffentlichen Versammlungen sollen Ideen und Bedarfe zusammengetragen werden, die dann durch ein Planungsbüro zu Konzepten entwickelt und wieder vorgelegt werden sollen.

Ob es künftig eine Hundewiese in Nidderau geben wird, bleibt ungewiss. Vor allem die CDU-Vertreter Hans-Günter Frech und Thomas Warlich sahen zu viele offene Fragen: Was kostet eine Einfriedung? Wie geht man mit Konflikten unter Hunden auf der Wiese um? Wer pflegt die Wiese und entsorgt die Hinterlassenschaften? Ist es sinnvoll, in allen Ortsteilen eine Hundewiese anzulegen oder nur zwischen Heldenbergen und Windecken, wo die Möglichkeiten, Hunde laufen zu lassen, eingeschränkt sind?

Auf Vorschlag des Ausschusses soll die Verwaltung bei der Recherche auch Informationen und Erfahrungen anderer Kommunen sowie die Meinung der örtlichen Hundevereine einholen. (Von Jan-Otto Weber)

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