Politik

FDP gründet neuen Ortsverband in Nidderau

+
Sie wollen mitreden: Der neue FDP-Ortsvorsitzende Dieter Tien (Mitte) und sein Stellvertreter David Marohn (Zweiter von links) freuen sich auf die politische Arbeit in Nidderau. Christian Lammerskitten (Zweiter von rechts) als Schatzmeister und die Beisitzer Marco Jüngling (links) und Naim Gassner (rechts) komplettieren den Vorstand.

Die kommunalpolitische Landschaft in Nidderau treibt im Vorfeld der Bürgermeisterwahl im November und der Kommunalwahl im Frühjahr 2021 weiter neue Blüten. Nachdem sich im März die Wählergruppe Initiative Zukunft Nidderau formiert hat, tritt nun ein neuer Ortsverband der FDP auf den Plan.

Wie die Partei jetzt mitteilte, trafen sich bereits am 23. Mai fünf der 14 örtlichen Parteimitglieder, um einen neuen Vorstand zu Wählen. Geleitet wurde die Gründungsveranstaltung vom Landtagsabgeordneten und Bezirksvorsitzenden Dr. Stefan Naas. In seinem Grußwort habe Naas die Wichtigkeit guter Wirtschaftspolitik gerade in Zeiten der Corona-Krise betont.

Vorsitzender des neuen FDP-Ortsverbands ist der Heldenbergener Dieter Tien. Stellvertretender Vorsitzender ist der 19-jährige David Marohn, Schatzmeister der 52-jährige Christian Lammerskitten. Zu Beisitzern wurden Marco Jüngling (50) und Naim Gassner (16) gewählt.

Liberale Politik in Nidderau wird wiederbelebt

„Ein Wettbewerb der Ideen kann nicht schaden“, erklärt Dieter Tien im Gespräch mit unserer Zeitung die Wiederbelebung liberaler Politik in Nidderau. Tien hatte sich vor einigen Jahren schon vor Ort für die FDP engagiert. Nun hat der 62-jährige Unternehmer beruflich mehr Zeit, um sich einzubringen. „Ich empfinde das als Bürgerpflicht“, so Tien. „Wir glauben nicht, dass wir alles besser wissen. Aber es geht darum, mitzureden und zu vernünftigen Lösungen zu kommen.“

Auslöser für seine Initiative sei die Erhöhung der Grundsteuer gewesen. „Es wurde damals zwar gesagt, dass man die Steuern wieder senken wolle, sobald ein Spielraum dazu bestehe, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert, wenn man nicht aufpasst“, meint Tien. Zudem wolle seine Partei „hemmende und überflüssige Bürokratie“ abbauen und die Digitalisierung der Verwaltung vorantreiben. „So kann die Belastung der Bürger mit Steuern und Abgaben reduziert werden.“

Neue Partei in politischen Diskussionen nicht vorbelastet

Ein Engagement in einer der im Stadtparlament vertretenen Parteien kam für Tien, der seit 40 Jahren FDP-Mitglied ist, nicht infrage. Eine neue Partei könne unvorbelastet in die politische Diskussion gehen, so seine Überzeugung. „Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann jetzt“, erklärt der Unternehmer.

Einen ersten Ortstermin hätten die FDP-Mitglieder bereits für Eichen ins Auge gefasst, um sich selbst ein Bild von der dortigen Ortsentwicklung mit dem „Wohnpark an der Nidder“, dem Bau des Feuerwehrhauses, dem Alten- und Pflegezentrum und dem umstrittenen Mischgebiet jenseits der Bundesstraße 521 zu machen.

Kein eigener Kandidat für Bürgermeisterwahl

In den Bürgermeisterwahlkampf wolle man sich aber nicht mit einem eigenen Kandidaten einbringen. Der FDP-Kreisvorsitzende Daniel Protzmann dankt in einer aktuellen Mitteilung seinen Stellvertretern Anke Pfeil und Joachim Fetzer für das Engagement, das zur Gründung des Nidderauer Ortsverbandes geführt hatte.

Kontakt zum Ortsverband Wer sich „unabhängig von einer Parteimitgliedschaft für konstruktive und liberale Politik in Nidderau interessiert“, kann sich laut FDP-Mitteilung per E-Mail unter info@fdp-nidderau.de oder über die Facebook-Seite FDP Nidderau an den Ortsverband wenden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare