Appelle von Jagdpächter und Stadt

Nidderau: Hund hetzt Rehe im Revier Junkernwald

Unerfreuliche Jagdszene: Wie Revierpächter Heinz Ross berichtet, wurde er am Sonntag Zeuge, wie ein Hund diese Rehe über die Felder hetzte.
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Unerfreuliche Jagdszene: Wie Revierpächter Heinz Ross berichtet, wurde er am Sonntag Zeuge, wie ein Hund diese Rehe über die Felder hetzte.

Immer wieder kommt es in Wald, Feld und Flur rund um Nidderau zu Konflikten zwischen Spaziergängern, Freizeitsportlern und Reitern einerseits und Wildtieren andererseits. Heinz Ross, Jagdpächter im Revier Junkernwald, das zum Stadtteil Ostheim gehört, klagt in einer aktuellen Mitteilung über einen Schäferhundmischling, der am Sonntag mehrere Rehe über die Felder gehetzt habe.

Nidderau – Er selbst sei Zeuge dieser Szene gewesen, die sein Begleiter Thomas Sachs im Bild festgehalten habe. „Wir können ja verstehen, wenn es die Menschheit bei dieser Corona-Isolation ins Freie, in die Natur zieht“, erklärt der erfahrene Jäger Heinz Ross. „Jedoch sollte man auf den Hauptwegen bleiben und nicht in allen Waldwinkeln rumstöbern. Die Tiere brauchen in der Winterzeit äußerste Ruhe und können nicht ihre Kraftreserven durch ständige Flucht aufbrauchen. Außerdem sollten die Hunde angeleint sein. Mit einer langen Feldleine hat der Hund genug Auslauf und Freiheit.“

Mit dem gleichen Anliegen wendet sich derzeit auch die Stadtverwaltung an die Bürger – allerdings aus einem weiteren Grund: dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland. „Bei der ASP handelt es sich um eine schwere Virusinfektion. Es erkranken ausschließlich Wild- und Hausschweine, in der Regel verläuft die Erkrankung tödlich. Für Menschen und andere Haustiere ist die ASP nicht gefährlich.“

Stadt warnt vor Schweinepest

Allerdings könne die Krankheit durch den Kontakt von infizierten Wildschweinen, auch verendeten, und Haustieren weiterverbreitet werden. „Da aufgrund der aktuellen Corona-Situation eine Bejagung von Wildschweinen nur eingeschränkt möglich ist, bittet der Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau alle Reiter, Spaziergänger, Radfahrer und Hundebesitzer eine Stunde vor Sonnenaufgang und eine Stunde vor Sonnenuntergang sowie die Zeit dazwischen, die Waldränder und Wildruhezonen nicht mehr zu betreten oder zu bereiten.“ Hunde sind anzuleinen.

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