Gedenkort

Nidderau: In Heldenbergen entsteht ein würdiger Platz für Sternenkinder

Der Hanauer Bildhauer Reinhold Mehling hat diese Skulptur für den Sternenkinder-Gedenkort auf dem Friedhof in Heldenbergen gespendet.
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Der Hanauer Bildhauer Reinhold Mehling hat diese Skulptur für den Sternenkinder-Gedenkort auf dem Friedhof in Heldenbergen gespendet.

„Manchmal muss man als Eltern, um ein Kind trauern, das nie das Licht der Welt erblicken durfte“, schreibt die CDU-Stadtverordnete Sibilla Deckenbach in einer Mitteilung. Die Heldenbergenerin hat sich für einen Gedenkort für diese Sternenkinder in Nidderau eingesetzt, der nun auf dem Friedhof in Heldenbergen eingerichtet ist.

Nidderau – „Es war mir ein Bedürfnis, dieses Thema anzustoßen, um in unserer Stadt Nidderau betroffenen Familien die Möglichkeit des Gedenkens zu schaffen für Kinder, die leider viel zu früh von uns gehen mussten“, erklärt Deckenbach. Genauso wichtig sei es für viele trauernde Familien, ihre Sternenkinder auf dem Friedhof zu beerdigen. Eine Beerdigung auf einem Friedhof ist der Würde eines Menschen angemessen. Sie gibt den Familien Gelegenheit, Abschied zu nehmen. Die Familien haben damit einen Ort, an dem sie die Liebe zu ihrem Kind ausdrücken und den sie immer wieder aufsuchen können, um zu trauern.

Deckenbach ist deshalb ihrer Fraktion, die geschlossen hinter ihr stand, und allen anderen Parteien, die im September 2019 einstimmig für die Einrichtung eines Gedenkortes waren. „Es fanden im Nachgang zu diesem Beschluss mehrere konstruktive Treffen statt, in denen sich betroffene Eltern ebenso eingebracht haben wie Interessierte. Diese Treffen wurden vonseiten der Verwaltung sehr gut vorbereitet und organisiert“, lobt Deckenbach. Aus diesen Treffen seien weitere Ideen, Wissen, Kontakte und Erfahrungen erwachsen, so auch der Kontakt zum Hanauer Künstler und Bildhauer Reinhold Mehling. „Herr Mehling hat eine Skulptur gespendet, welche in der Mitte des Platzes auf dem Heldenberger Friedhof einen würdigen Standort finden wird. Eine Sitzgelegenheit, geschützt durch vier Platanen, die bereits gepflanzt wurden wird entstehen.“

„Danke an alle, die mich bei diesem Antrag unterstützt haben“, so Deckenbach, „ich bin darüber sehr glücklich.“  jow

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