1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Kinzig-Kreis
  4. Nidderau

Nidderau: Infos im Ausschuss zu Umbau von Bahnhöfen Heldenbergen und Ostheim

Erstellt:

Kommentare

An der Treppe führt am Bahnhof Ostheim derzeit kein Weg vorbei. Stadtverwaltung und RMV haben jedoch bereits einen Entwurf für einen mobilitätsgerechten Umbau vorgelegt.
An der Treppe führt am Bahnhof Ostheim derzeit kein Weg vorbei. Stadtverwaltung und RMV haben jedoch bereits einen Entwurf für einen mobilitätsgerechten Umbau vorgelegt. © Jürgen W. Niehoff

Die Bahnhöfe sind vielerorts in einem schlimmen Zustand. Das scheint nun auch bei den Verantwortlichen bei der Bahn angekommen zu sein.

Nidderau – Mehr als 2000 Bahnhöfe bundesweit sollen renoviert werden und auch barrierefreie Zugänge erhalten. Darunter auch wie bereits vermeldet die Nidderauer Bahnhöfe Heldenbergen und Ostheim. Das Konzept der Bahn sieht an 111 kleineren Bahnhöfen sowie an rund 50 mittelgroßen Bahnhöfen einen Umbau für mehr Barrierefreiheit vor. Es sollen Rampen oder Aufzüge finanziert werden und bessere Informationen für die Reisenden zur Verfügung gestellt werden. Bei den mittelgroßen Bahnhöfen geben die Länder Mittel dazu.

Die Stadt Nidderau hatte sich schon frühzeitig für die Barrierefreiheit an ihren Bahnhöfen gegenüber der Bahn eingesetzt und im Doppelhaushalt 2021/22 dafür sogar schon 25 000 Euro vorgesehen – allerdings versehen mit einem Sperrvermerk. Nach der Ankündigung der Bahn hat die Stadtverwaltung nun die Freigabe dieser Mittel beantragt.

Konkrete Maßnahmen sind noch nicht bekannt

Zumindest das Bahnhofsgebäude in Heldenbergen wurde vom Eigentümer renoviert. In den kommenden Jahren will auch die Bahn tätig werden.
Zumindest das Bahnhofsgebäude in Heldenbergen wurde vom Eigentümer renoviert. In den kommenden Jahren will auch die Bahn tätig werden. © Thomas Seifert

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend erklärte dazu der Erste Stadtrat Rainer Vogel (Grüne), dass die Stadt schon lange auf Barrierefreiheit an ihren Bahnhöfen gedrängt habe. Mittlerweile gebe es sogar schon Machbarkeitsstudien der Bahn und auch erste Gespräche hätten mit ihr darüber stattgefunden. „Begonnen werden soll offensichtlich erst mit dem Bahnhof Heldenbergen. Allerdings ist noch nicht klar, ob die völlige Barrierefreiheit mit Aufzügen oder Rampen sofort angegangen werden soll oder ob es eine Zwischenlösung mit Schiebehilfen geben wird“, so Vogel.

Auf Nachfragen aus den Reihen der Ausschussmitglieder zu der Machbarkeitsstudie konnte er keine Details nennen. Da halte sich die Bahn noch bedeckt, genau wie zu den Zeitangaben. Um den zeitlichen Druck bei der Bahn deshalb zu erhöhen, schlug Vogel vor, mit ersten Arbeiten auf dem Bahnhofsvorplatz in Heldenbergen schon einmal zu beginnen, denn der stehe seit einigen Jahren schon im Eigentum der Stadt. Deshalb der Antrag auf Freigabe der 25 000 Euro.

Sperrvermerk über 25.000 Euro aufgehoben

Beim Bahnhof Ostheim stünden die baulichen Hürden niedriger, weil für eine barrierefreie Über- oder Unterführung genug Platz zur Verfügung stehe. Stadtverwaltung und RMV haben im Sommer bereits einen Entwurf für einen mobilitätsgerechten Umbau vorgelegt. Aber auch dafür gebe es von der Bahn noch keine Zeitangaben. Dem Antrag wurde anschließend einstimmig zugestimmt.

Bei einem weiteren Antrag, der das Wochenmarktkonzept der Stadt für den Stadtplatz und den Windecker Markt betraf, ging es lediglich um eine Ergänzung. So sollen in der Marktordnung nicht mehr die laufenden Meter der Stände ausschlaggebend sein, sondern deren Größe nach Quadratmetern. Auch hinsichtlich ihrer Gültigkeit gab es eine Änderung. So soll die Marktordnung zunächst erst einmal für den Wochenmarkt am Donnerstagabend auf dem Stadtplatz gelten, während der Windecker Markt umgestaltet wird. „Aus juristischen Gründen ist es nicht möglich, eine Marktordnung für einen Platz zu erlassen, auf dem zurzeit kein Wochenmarkt stattfinden kann. Präventive Vorschriften sind in einer Marktordnung nicht erlaubt“, erklärte Bürgermeister Andreas Bär (SPD) die Änderung.

Änderungen bei Konzept für Wochenmärkte

Auf die Frage des CDU-Ausschussmitgliedes Christina Schneider, ob es denn genug Beschicker für beide Märkte, also für den Wochenmarkt am Donnerstagabend auf dem Stadtplatz und für den am Samstagvormittag auf dem Windecker Marktplatz, gebe, erklärte Bär, dass den beiden Standorten verschiedene Konzepte zugrunde lägen, welche wahrscheinlich auch ganz verschiedene Gruppen ansprechen würden. Die Beschicker selbst hätten den Wunsch nach beiden Märkten geäußert.

Der Verwaltungschef machte aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Märkte mit keinen größeren Einnahmen rechne. „Hier geht es vielmehr um ein größeres Angebot und um das Image der Stadt“, so Bär. Die Änderung der Marktordnung wurde schließlich einstimmig beschlossen.

Die übrigen Tagesordnungspunkte hinsichtlich des Erwerbs von Grundstücken am Bahnhofsgelände in Ostheim, beim Baugebiet „Mühlweide“, ebenfalls in Ostheim, und zum Verkauf des städtischen Grundstücks für ein Ärztezentrum in Eichen wurden in nicht öffentlichen Verhandlungen besprochen. (Von Jürgen W. Niehoff)

Auch interessant

Kommentare