Ortsbeirat

Nidderau: Lastenrad aus Eichen soll zum Renner für die Stadt werden

Initiator Alexander Weiner aus Eichen hat bereits Erfahrungen mit E-Lastenrädern gesammelt. ARCHIV
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Initiator Alexander Weiner aus Eichen hat bereits Erfahrungen mit E-Lastenrädern gesammelt. ARCHIV

Wird das Eichener Lastenrad vielleicht sogar in ganz Nidderau ein Renner? Der Ortsbeirat zeigte sich auf seiner jüngsten Sitzung jedenfalls davon überzeugt. Im Rahmen der Ausleihaktion von Pedelecs und E-Lastenrädern der Stadt Nidderau während des Stadtradelns im September 2020 stieß die Präsenz des Lastenrades in Eichen auf einiges Interesse.

Nidderau – Daraufhin haben sich einige Mütter und Väter in einer Interessengemeinschaft unter Leitung von Alexander Weiner zusammengetan, die nun versucht, gemeinsam ein öffentlich zugängliches, sogenanntes Freies Lastenrad zu organisieren, das von allen Einwohnern kostenfrei genutzt werden kann (wir berichteten). Weiner erhielt auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Eichen noch einmal die Gelegenheit, sein Projekt „NiLa – dein Nidderauer Lastenrad“ vorzustellen und Fragen zu beantworten.

Ziel und Zweck des Lastenrades soll nach Weiners Vorstellungen sein, das gesellschaftliche Miteinander auf lokaler Ebene zu fördern, die Umsetzung der Verkehrswende zu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen, dass es neben dem Auto andere sinnvolle Möglichkeiten gibt, in Nidderau und Umgebung mobil zu sein. Die Verwaltung und Organisation der Ausleihe des Freien Lastenrades wird von den Mitgliedern der Initiative übernommen und beinhaltet unter anderem Ausleihe, Rücknahme, Aufladen des Akkus, Wartung, Betreuung und Gestaltung der Website und ähnliches.

Es werden noch Spender und Sponsoren gesucht

Die Kosten für das Projekt sollen aus Spenden gedeckt werden. So gehören zu den Sponsoren der ADFC Main-Kinzig, der auch die Schirmherrschaft über das Projekt innehat, sowie die Nidderauer Bürgerstiftung. Auch die Stadt hat die Initiative im Auge. Doch trotz der vielen grünen Projekte zögert man von dieser Seite mit einer Zusage. Deshalb werden weitere Spender und Helfer gesucht, immerhin kostet das schon ausgeguckte Lastenrad rund 6500 Euro. Und die Ausleihe ist frei.

„Wahrscheinlich werden wir neben die Ausleihe eine Spendenbox stellen, denn das Fahrrad muss ja auch gewartet und mit Strom geladen werden“, erklärt Weiner dem Ortsbeirat die Funktionsweise. Der ist am Ende der Präsentation immerhin so überzeugt von dem Projekt, dass er dem Stadtverordnetenvorsteher vorschlagen wird, das Lastenrad auf der nächsten Bürgerversammlung der breiten Öffentlichkeit noch einmal präsentieren zu können.

Spielstraße soll geprüft werden

Ein weiteres Thema der Ortsbeiratssitzung ist die Verkehrssituation in der verlängerten Wehrstraße und dem Bruchwiesenweg. Diese beiden Straßen würden nach Ansicht des Ortsbeiratsmitgliedes Jürgen Jung (Grüne) immer mehr von den Kindern der Umgebung als Spielstraße genutzt. Deshalb soll die Verwaltung prüfen, inwieweit zumindest ein Teil der Straßen auch offiziell in Spielstraßen umgewandelt werden könne. Diesem Vorschlag ist der Ortsbeirat auch einstimmig gefolgt.

Wenig Neues gab es zu den Bauplätzen am Kastanienweg und zur Fertigstellung des Feuerwehrhauses. Letzteres soll bereits im September eingeweiht werden, obwohl die Handwerker noch voll zu Gange seien. Auch bei der Bauplatzvergabe „Kastanienweg“ sei man noch nicht viel weiter. Hier werde noch an den Vergaberegeln gefeilt.

Deutsche Reihenhaus AG kündigt Spende an

Neuigkeiten gibt es immerhin zum Thema Wohnpark an der Nidder II. Der Verkauf sei so erfolgreich verlaufen, dass die Deutsche Reihenhaus AG als Investor der Stadt eine größere Spende für ihre Jugendarbeit angekündigt habe. Über die Verwendung der Spende will der Ortsbeirat noch einmal separat beraten. Vorgeschlagen wurde beispielsweise die Verwendung des Geldes für die Wiedereröffnung eines Jugendclubs. (Jürgen W. Niehoff)

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