Schulentwicklung

Nidderau: Stadtspitze und Schulleitung erörtern Chancen für gymnasiale Oberstufe an der „Bertha“

Die Bertha-von-Suttner-Schule in Heldenbergen, eine Integrierte Gesamtschule des Main-Kinzig-Kreises, könnte nach Ansicht der Nidderauer Stadtverordneten durch eine gymnasiale Oberstufe gestärkt werden. ARCHIV
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Die Bertha-von-Suttner-Schule in Heldenbergen, eine Integrierte Gesamtschule des Main-Kinzig-Kreises, könnte nach Ansicht der Nidderauer Stadtverordneten durch eine gymnasiale Oberstufe gestärkt werden.

Bei einem „informellen Gespräch“ hat sich die Schulleitung der Bertha-von-Suttner-Schule im Rathaus mit der Stadtspitze über die aktuelle Schulentwicklung und mögliche Perspektiven ausgetauscht. Neben dem Wunsch, sich gegenseitig kennenzulernen, ging die Einladung des Magistrats auf einen Stadtverordnetenbeschluss vom 28. Januar zurück, mit der Schulleitung die Optionen für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der Bertha-von-Suttner-Schule abzuklären.

Nidderau – Die Einrichtung weiterer gymnasialer Angebote wurde Anfang des Jahres in mehreren Kommunen im Main-Kinzig-Kreis diskutiert. Die Stadt Nidderau verspricht sich dadurch bessere Chancen zur Heraufstufung zum Mittelzentrum (wir berichteten ausführlich). Die Schulleitung präsentierte zunächst ihr pädagogisches Profil, zu dem die Schwerpunkte Musik, Kunst, Naturwissenschaften und Darstellendes Spiel in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit anschließender Fortführung in der Klasse 7 gehören.

Wichtiger Bestandteil des musikalischen Schwerpunktes ist auch die bereits langjährige Kooperation mit der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden, die bestehenden Bläser- und Orchesterklassen, eine Schulband, der Schulchor sowie eine Vielzahl von musikalischen Veranstaltungen mit beispielsweise Sommer- oder Weihnachtskonzerten. Vielfältige Aktionen, Projekte und Aktivitäten gibt es laut Schulleitung auch in den anderen schulischen Schwerpunkten, etwa im Bereich Kunst. Diese sind, so Schulleiter Harald Klose, eine wichtige Grundlage für die Zertifizierung der Bertha-von-Suttner-Schule als Kulturschule des Landes Hessen.

Schülerzahlen seit 2013 von 800 auf 900 gestiegen

Bürgermeister Andreas Bär (SPD) zeigte sich insbesondere an der Umsetzung der abschlussbezogenen Klassen interessiert, welche zur Jahrgangsstufe 9 gebildet werden. Diese bereiten gezielt auf den Real- oder Hauptschulabschluss sowie auf die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe vor. Bär erkundigte sich folglich auch nach den erreichten Abschlüssen dieser Abschlussklassen und den Übertrittzahlen in die gymnasiale Oberstufe. Auch die Entwicklung der Schülerzahlen und die räumliche Situation waren von Interesse.

Laut Schulleitung verzeichnet die Bertha-von-Suttner-Schule seit Jahren stetig wachsende Schülerzahlen. So wuchs die Schülerschaft seit 2013 von rund 800 Kindern auf inzwischen über 900 an. In allen Jahrgangsstufen ist die Schule mindestens sechszügig. Für die gute Entwicklung und den großen Zuspruch macht Klose das gelungene pädagogische Konzept mit einem jungen und engagierten Kollegium, aber auch die zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln verantwortlich.

Schule und Stadt vereinbaren regelmäßigen Austausch

„Die Stadt Nidderau begrüßt die positive Entwicklung an der Bertha-von-Suttner-Schule und dankt der Schulgemeinde für ihren großen Einsatz“, so die Mitteilung. Bär würde sich über eine Stärkung des Schulstandorts Nidderau in Form einer gymnasialen Oberstufe freuen, auch weil die Nachfrage nach einem gymnasialen Bildungsgang in Nidderau in den letzten Jahren stetig zugenommen habe.

Diesbezüglich hielt sich die Schulleitung jedoch bedeckt, da dies Entscheidungen des Schulträgers sind und nicht im Verantwortungsbereich der Schulleitung liegen. „Man nehme im Kollegium allerdings eine positive Grundstimmung für eine Weiterentwicklung der Schule wahr“, so die Mitteilung weiter.

Kommune und Schule vereinbarten einen regelmäßigen Austausch, etwa zur Unterstützung der Schule bei sozialen Projekten durch die Stadt. Zudem wollen Schule und Stadt intensiv bei der Nutzung der Großsporthalle, des Sportgeländes, aber auch bei Umweltthemen wie der Müllvermeidung oder der Pflege von Grünflächen zusammenarbeiten.

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