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Wegen Sanierungsarbeiten: Kleiderkammer des VdK sucht ein neues Domizil

Die Räume in der Großen Gasse in Eichen musste der VdK wegen anstehender Sanierungsarbeiten räumen.
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Die Kleiderkammer in Nidderau muss sich eine neue Bleibe suchen. Die Räume in der Großen Gasse in Eichen musste der VdK wegen anstehender Sanierungsarbeiten räumen.

Weil das Gebäude in Eichen (Nidderau bei Hanau) dringend saniert werden muss, sucht der VdK nun neue Räumlichkeiten für die Kleiderkammer.

Nidderau – „Das Kleiderkämmerchen hat ab sofort geschlossen, dieser Tage räume ich noch das restliche Inventar und das Büro“, berichtet der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Ralf Keim im Gespräch mit dem HA. Vier Jahre lang konnten dort in der Großen Gasse Bedürftige Kleider umsonst abholen. „Es gibt in Nidderau nur von der Stadt im Blauhaus für die Flüchtlinge eine vergleichbare Einrichtung. Ansonsten müssten Menschen mit geringen Einkommen günstige Kleidung in Büdesheim beim DRK-Laden abholen. Aber die Schließung soll ja nicht endgültig sein, wir suchen nach neuen Räumlichkeiten“, blickt Keim nach vorne.

Allerdings, fügt der Vorsitzende hinzu, könne der VdK als gemeinnütziger Verein ohne Einnahmen keine Miete zahlen und nur die Umlagen übernehmen, was die Suche nicht erleichtern dürfte.

Keim bittet um Hilfe der Bevölkerung

„Wir nutzen diesen Weg dazu, um jemanden zu finden, dem das Projekt Kleiderkammer wichtig ist und der uns Räumlichkeiten zur Verfügung stellen kann, in denen wir vielleicht sogar dieses Projekt etwas größer aufziehen könnten. Es gibt in Nidderau genug leer stehende Gebäude, die langsam verfallen, in denen wir aber eine Kleiderkammer und mehr in Angriff nehmen könnten“, sagt Keim und fügt hinzu „wir möchten für Nidderau mehr tun, brauchen aber die Hilfe der Bevölkerung“.

Keim ist davon überzeugt, dass VdK und Bevölkerung „gemeinsam einen Weg finden, den Bedürftigen in Nidderau ein wenig Hilfestellung zu leisten, denn das Interesse ist groß, Kleidung dort abzugeben, wo sie in die richtigen Hände kommt“. Vier Jahre lang hat ein Team von fünf VdK-Mitgliedern die Kleiderkammer in Eichen am Laufen gehalten. Jede Woche montags von 15 bis 18 Uhr, und einmal im Monat am Samstag von 14 bis 17 Uhr konnten Bedürftige sich dort kostenlos Kleidung abholen, die Bürger gespendet hatten. Den Raum hatte ein VdK-Mitglied zur Verfügung gestellt, nun aber ist das Gebäude so in die Jahre gekommen, dass eine umfassende Sanierung unumgänglich ist und die Kleiderkammer aus diesem Grund ausziehen musste, berichtet Keim. Derzeit lagern Kleidung und Regale in einem Raum in Ostheim.

Scham stellt noch immer ein Problem dar

Allerdings hat der VdK-Vorsitzende auch festgestellt, dass die Nidderauer „leider das Problem der Scham haben. Sie schämen sich, in eine Kleiderkammer zu gehen, um sich etwas zum Anziehen zu holen, ohne etwas dafür zahlen zu müssen. Die Kleidung ist sehr gut und sauber und manchmal war sie auch in der Anschaffung sehr teuer. Geben Sie bitte Menschen, die helfen wollen, die Chance, das auch zu tun“, appelliert Keim an die Mitbürger.

Der Vorsitzende fährt fort: „Wir bitten einfach nur, das weiterführen zu dürfen, was wir mit viel Schweiß und Eigeninitiative begonnen haben. Wir müssen nicht bei Null anfangen, denn unser Inventar haben wir noch. Und Kleidung zu bekommen, ist wirklich kein Problem.“

Kontakt zum VdK

Wer dem VdK Nidderau einen Raum für die Kleiderkammer zur Verfügung stellen kann, wendet sich an den Vorsitzenden Ralf Keim, Am Jungfernborn 14 b, in Ostheim entweder unter 06187 28282 oder per E-Mail an die Adresse ov-Nidderau@vdk.de.

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