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Nidderau: Wochenmarkt soll im März 2022 auf dem Stadtplatz in der Neuen Mitte starten

Aussichtsreicher Standort: Ein Wochenmarkt auf dem Stadtplatz mit dem angrenzenden Einkaufszentrum und dem Neubaugebiet Neue Mitte vor der Tür könnte viele Kunden anlocken. Umso schwieriger wäre die Entscheidung, ihn später auf den Windecker Marktplatz umzusiedeln.
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Aussichtsreicher Standort: Ein Wochenmarkt auf dem Stadtplatz mit dem angrenzenden Einkaufszentrum und dem Neubaugebiet Neue Mitte vor der Tür könnte viele Kunden anlocken. Auch Parkplätze gibt es genug. Umso schwieriger wäre die Entscheidung, den Markt später auf den Windecker Marktplatz umzusiedeln.

Der Marktplatz in Windecken soll nach seiner Umgestaltung mit einem Wochenmarkt belebt werden. Dafür hat sich der Ausschuss für Sport, Kultur und Gesundheit in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Das Problem: Aufgrund der anstehenden Kanalbauarbeiten samt Umgestaltung kann der Wochenmarkt zunächst nicht in der Altstadt stattfinden.

Nidderau – Es ist nicht der erste Versuch, einen Wochenmarkt in Nidderau zu etablieren. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, zeigt das Beispiel des Wochenmarkts Kilianstädten, der nach einem Jahr aufgrund mangelnden Kundenzuspruchs erst kürzlich wieder aufgegeben wurde. Das Nidderauer Konzept sieht einen Feierabendmarkt im Zeitraum von März bis Oktober, wöchentlich donnerstags von 16 bis 20 Uhr, auf dem Windecker Marktplatz vor. Zudem soll ganzjährig samstags von 8 bis 16 Uhr am selben Ort ein Wochenmarkt stattfinden.

Diskussionen gab es im Ausschuss allerdings um den Zeitpunkt, ab wann das Konzept umgesetzt werden könne. Da der Marktplatz im kommenden Jahr aufgrund der anstehenden Kanalsanierungsarbeiten und der damit einhergehenden Umgestaltung als Standort nicht infrage kommt, soll der Markt stattdessen zunächst auf dem Stadtplatz am Nidder Forum geplant werden.

Zunächst nur ein Termin am Donnerstagabend geplant

Als Startermin ist März 2022 vorgesehen. Eine spätere Verlegung auf den Marktplatz soll im weiteren Zeitverlauf dann geprüft werden. Fraglich ist zurzeit auch noch, ob beide Markttage parallel starten werden. Das hängt im Wesentlichen von der Anzahl interessierter Beschicker ab.

Sollten sich nicht für beide Märkte ausreichend Händler finden, so soll zunächst nur mit einem Termin gestartet werden – und zwar mit dem am Donnerstagabend. Die städtische Wirtschaftsförderung hat dazu gerade eine Umfrage laufen. Der Antrag der FWG, den Start aufgrund der Unwägbarkeiten und der Baumaßnahme am Marktplatz Windecken lieber gleich um ein Jahr hinauszuschieben, wurde aber von der Mehrheit im Ausschuss abgelehnt.

Dem eigentlichen Antrag stimmten dann schließlich doch alle Ausschussmitglieder zu. Es gilt also: „Sollten nicht für beide Markttage ausreichend Beschicker zur Verfügung stehen oder der zweite Markt aus anderen organisatorischen Gründen nicht umsetzbar sein, wird zunächst versucht, den Feierabendmarkt donnerstags zu etablieren.“

Ausschuss diskutiert auch über zentrale Sportanlage

Kommt sie oder kommt sie nicht – die zentrale Sportanlage an der B521 am Ortsausgang von Heldenbergen? Eine Frage, die bei der Sportplatzbegehung durch den Sport- und Kulturausschuss am 21. Oktober immer wieder laut wurde und die in der Nachbetrachtung nun auch den Ausschuss beschäftigte.

Vorrangig ging es nun in der Sitzung aber erst einmal um die Gretchen-Frage: Wer kümmert sich um was und welche Aufgaben sind wem zu geteilt? Um Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen, sollen dazu Gespräche zwischen dem Bauhof, der den größten Teil der Platzpflege im Auftrag der Stadt durchführt, und den betreffenden Vereinen geführt werden. Ein Papier mit einer Aufgabenverteilung existiert zwar schon, jedoch basiert dieses auf einem Beschluss des Sport- und Kulturausschusses aus dem Jahr 2004. Das soll nun im Zusammenwirken mit den Vereinen neu ausgehandelt werden, da es offensichtlich mittlerweile Unstimmigkeiten über die Zuständigkeiten gibt.

Gespräche gebe es derweil auch zur zentralen Sportanlage an der B521 – und zwar zwischen Bürgermeister, dem Bauamt und den Vereinen. Für Planungskosten einer derartigen Anlage waren im Haushalt 2020/21 bereits 25 000 Euro eingestellt worden. Nach Aussage von Bürgermeister Andreas Bär (SPD) gibt es da jedoch noch keine Ergebnisse. Zudem sollen die Sportplätze Windecken und Heldenbergen für einen Ausbau mit Kunstrasenplatz geprüft werden.

Gespräche mit Vereinen zu Schwimmkursen

Da für den nächsten Tagesordnungspunkt „Schwimmkurse für Nidderauer Kinder und Jugendliche“ noch nicht alle infrage kommenden Vereine die Anfrage der Stadt, wer als Anbieter für die Kurse in Betracht komme, beantwortet haben, wurde der Antrag zunächst noch einmal vertagt. Bisher liegen nur die Angebote der DLRG und der Brückenschule vor.

Abschließend teilte Bürgermeister Bär noch mit, dass die Vertragsgespräche mit dem Eicher Mediziner Dr. Henrik Schumann für ein neues Ärztezentrum an der Höchster Straße in Eichen sehr positiv verliefen. Auch wenn es für den Hausarzt noch andere Angebote aus benachbarten Gemeinden gebe, so hofft Bär doch auf ein positives Ende zugunsten der Stadt. (Von Jürgen W. Niehoff)

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