Trauerhalle soll gereinigt werden

Sauberkeit und Straßenschäden: Ortsbeirat Eichen hat bei Ortsbegehung einiges zu bemängeln

Müll ist vielerorts ein Thema: Ortsvorsteher Sam Pfeifer (von rechts), Nidderaus CDU-Vorsitzender Otmar Wörner und Ortsbeiratsmitglied Lucia Wörner-Böning beraten sich.
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Müll ist vielerorts ein Thema: Ortsvorsteher Sam Pfeifer (von rechts), Nidderaus CDU-Vorsitzender Otmar Wörner und Ortsbeiratsmitglied Lucia Wörner-Böning beraten sich.

Ortsbegehungen sind für Kommunalpolitiker immer eine gute Gelegenheit, um zu erkunden, wo die Bürger im Alltag der Schuh drückt. „Wir machen die Ortsbegehungen regelmäßig, werden dabei auch immer von Bürgern angesprochen und deshalb ist das eine sinnvoll Einrichtung“, erklärte Ortsvorsteher Sam Pfeifer (SPD) zu Beginn des Rundgangs am Wochenende.

Nidderau – Der startete in der Großen Gasse und führte auch gleich zum ersten Problem, dem Mülleimer an der Kreuzung zur Kleinen Gasse. Dieser ist über voll, und auf dem Boden um ihn herum liegt der Unrat verteilt. „Entweder muss die Mülltonne hier gegen einen größeren Behälter ausgetauscht werden oder es muss öfters gereinigt werden“, zeichnet das CDU-Ortsbeiratsmitglied Lucia Wörner-Böning mögliche Lösungsvorschläge auf. „So kann es auf jeden Fall nicht bleiben“, pflichtet Ortsvorsteher Pfeifer bei.

Als die Ortsbeiratsmitglieder an gleicher Stelle dann über fehlende Warnhinweise „Kein Trinkwasser“ an dem Brunnen am Eingang der Kleinen Gasse diskutieren, gesellt sich ein Bürger zu ihnen. Ihn stören Obstbäume, die von Bewohnern des Neubaugebietes direkt an die Grundstücksgrenze gepflanzt wurden und die nun in sein Weideland hineinragen. Auf dem Rathaus hätte man ihn deswegen schon abgewimmelt. Die Ortsbeiräte hörten sich die Klagen des Landwirtes zwar an, machten ihm aber keine großen Hoffnungen.

Nächste Station war die „Säuspitz“, ein Rastplatz für Wanderer und Radfahrer am Rande von Eichen. Die Hecke um den Rastplatz sei mittlerweile so hoch, grob geschätzte 2,50 Meter, dass der Platz von der Straße kaum noch auffindbar sei. „Die Radständer sind so versteckt, die findet hier kein Mensch“, stellte Pfeifer sachlich fest. Auch für den Bereich Zum Junkernwald/Im Wiesengrund hat der Ortsbeirat Änderungswünsche. „Hier gehören zwar zu jedem Grundstück zwei Parkplätze, doch die werden größtenteils zweckentfremdet genutzt und die Autos stehen dann wieder auf der Straße“, macht der Ortsvorsteher auf ein Übel aufmerksam, das fast überall anzutreffen ist. Nach kurzer Diskussion wird angeregt, die Stadtverwaltung möge Stellplätze auf der Straße markieren und nur dort das Parken erlauben. „Es muss dann aber auch seitens der Stadt kontrolliert und Falschparker sollten konsequent bestraft werden“, so die einhellige Meinung.

Weiter geht der Ortsrundgang, wobei Schäden am Straßenbelag oder an Bürgersteigen notiert werden. Auch in den Straßenbereich hängende Äste wie in der Straße Im Wiesengrund oder der Westendstraße werden notiert. Hier sollen die Eigentümer aufgefordert werden, die Bäume auf die Grundstücksgrenze zurückzuschneiden.

Ein weiteres Ärgernis ist die Beschaffenheit des Bürgersteigs in der Breugelgasse. Schon des Öfteren sei der Missstand, dass die Bäume mit ihren Wurzeln den Bürgersteig zu einer Berg- und Talbahn haben werden lassen, diskutiert, und auch die Behebung der Schäden durch die Stadt war versprochen worden. Vorschlag der Stadt: das Bürgersteigniveau müsse nur angehoben werden. „Doch geschehen ist nichts. Dafür ist wieder eine ältere Dame mit ihrem Rollator an der Stelle gestürzt“, berichtet Wörner-Böning.

Auch am Friedhof gibt es Beanstandungen. „Hier wird seitens der Pfarrer und der Bestattungsunternehmen die Sauberkeit in der Trauerhalle bemängelt. Spinnweben sind das Wenigste, mit dem man dort rechnen muss“, so Wörner-Böning. Der Ortsvorsteher weiß Rat: „Das ist ganz klar eine Sache der Abteilung Gebäudemanagement im Rathaus.“

Auch bei der letzten Station des Rundgangs gibt es Wünsche des Ortsbeirates. Der Spielplatz an der Höchster Straße verfügt über mehrere Sandkästen. Vor allem die kleineren für Krabbelkinder sind nach Meinung des Ortsbeirates heruntergekommen und gleichen mittlerweile eher einem Katzenklo. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden, so die Ansicht des Gremiums.

Von Jürgen W. Niehoff

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