Riesige Suchaktion mit gutem Ausgang

Vermisster 81-Jähriger aus Ostheim verletzt im Wald gefunden

Nach zwei Tagen des Suchens konnte in einem Waldstück ein 81-jähriger Senior aus Nidderau durch die Feuerwehr verletzt aufgefunden werden. Auch Rettungshunde waren im Einsatz.
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Nach zwei Tagen des Suchens konnte in einem Waldstück ein 81-jähriger Senior aus Nidderau durch die Feuerwehr verletzt aufgefunden werden. Auch Rettungshunde waren im Einsatz.

„Ein Menschenleben zu retten ist ein unbeschreibliches Gefühl“, äußerte sich Stadtbrandinspektor Christopher Leidner am Montag laut Mitteilung erleichtert, „aber es ist genau dieser Grund, warum wir alle bei der Feuerwehr sind.“ Sein Stellvertreter Markus Müller ergänzte, dass sich die Hoffnung und Hartnäckigkeit gelohnt hätten. Zuvor war ein seit Freitagnachmittag vermisster 81-Jähriger verletzt in einem Waldstück gefunden worden.

Nidderau – Der Mann aus Ostheim war von seinem Waldspaziergang nicht zurückgekehrt. „Seine Familie war sofort besorgt, taten das einzig richtige und verständigten umgehend die Polizei“, blickt die Feuerwehr Nidderau zurück. Das Auto des Vermissten war auf einem Waldparkplatz zwischen Nidderau und Limeshain aufgefunden worden. Anschließend wurde bis spät in die Nacht mit Hunden und einem Hubschrauber gesucht worden. Am Samstag sei eine enge Absprache zwischen Polizei und Feuerwehr erfolgt, in dessen Zuge die Feuerwehr um Amtshilfe gebeten worden sei. Das fast 13 Quadratkilometer große Waldstück bei Ostheim sollte systematisch und koordiniert durchsucht werden.

Rund 175 Einsatzkräfte der Feuerwehr Nidderau und Altenstadt sowie der Rettungshundestaffel Main-Kinzig durchsuchten laut Mitteilung fast acht Stunden lang das Waldgebiet zunächst erfolglos ab. Da noch einige Stellen gefehlt hätten, sei die Suche am Sonntagmorgen fortgesetzt worden. Hierbei seien auch die Feuerwehren aus Hammersbach und Limeshain hinzugezogen worden. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr Nidderau hätten, zwei Nächte nach dem Verschwinden, wieder die beharrliche Suche gestartet.

Angehörige erleichtert und „unendlich dankbar“

Es war 12.45 Uhr, als die erlösende Mitteilung kam: Der Vermisste wurde durch die Einsatzkräfte aus Nidderau im Wald gefunden – er lebte. „Als dieser Funkspruch kam, hatten wir alle Gänsehaut“, erinnert sich Leidner laut Mitteilung. Der verletzte Senior sei durch die Feuerwehr gerettet und an den Rettungsdienst übergeben worden.

Erleichtert und unendlich dankbar zeigten sich die Angehörigen, heißt es weiter in der Mitteilung. „Wir möchten allen Helfern einfach nur danken. So viele Menschen haben mitgeholfen, unzählige Nachrichten haben uns erreicht, jeder hat mit uns gebangt – wir sind einfach nur glücklich“, so die Familie, die sich auf diesem Weg bei allen Helfern bedanken möchte.

Nidderaus Bürgermeister Andreas Bär, der sich laut Mitteilung ständig bei der Einsatzleitung der Feuerwehr auf dem Laufenden hielt, war bewegt. „Ich glaube, uns allen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Unsere Stadt kann stolz auf die zahlreichen Helfer von Feuerwehr, Polizei, Hundestaffel, Rotes Kreuz und den unzähligen Mitmenschen aus der Bevölkerung sein“, wird Bär zitiert.

Selbstloser Einsatz

„Wirklich jeder hat in irgendeiner Weise mitgeholfen“, ist sich Leidner sicher. Ein örtlicher Bäcker, ein Lebensmittelmarkt, ein Getränkehändler und das DRK Nidderau hätten „selbstlos und innerhalb von kürzester Zeit“ die Einsatzkräfte mit Getränken und Speisen versorgt. „Auch das ist wichtig und wird im Hintergrund mit organisiert“, so Leidner.

Leidner und Müller sind sich laut Mitteilung sicher: So einen Aufwand würden sie wieder aufbringen. Dass sich diese Beharrlichkeit gelohnt hatte, zeige dieser Einsatz – ein Menschenleben sei gerettet worden. Die Polizei hatte am Samstag um Hinweise gebeten, bis Sonntagabend jedoch nicht darüber informiert, dass der Vermisste wieder gefunden wurde.  cd

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