Ausstellung

Niederdorfelden zeigt Barbie-Figuren im Rathaus-Foyer

Bürgermeister Klaus Büttner und Karin Schrey eröffnen die Barbie-Ausstellung im Rathaus-Foyer.
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Bürgermeister Klaus Büttner und Karin Schrey eröffnen die Barbie-Ausstellung im Rathaus-Foyer.

Bürgermeister Klaus Büttner hält eine Elvis-Figur in die Kamera, Museumspädagogin Karin Schrey präsentiert eines ihrer Lieblingsstücke – eine Barbie im Astronautenanzug aus dem Jahr 1964. „Eigentlich war Barbie die erste Amerikanerin im All“, erzählt Schrey schmunzelnd. Seit wenigen Tagen ist im Niederdorfelder Rathausfoyer eine Ausstellung mit Barbie-Puppen zu sehen.

Niederdorfelden – Die Schau kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden. Ab Donnerstag ist das Rathaus wieder ohne Termin für Publikum geöffnet. Dass Teile der Wanderausstellung „Busy Girl: Barbie macht Karriere“ nun in Schreys Heimatort zu sehen sind, ist Corona geschuldet. „Mit der Ausstellung touren wir schon seit 17 Jahren durch Deutschland. Sie steht als längste Wanderausstellung zu dem Thema sogar im Guinnessbuch der Rekorde“, sagt die 72-Jährige mit Stolz. Mehr als eine Million Menschen haben die Sammlung bereits bewundern dürfen. Nun haben auch Bürger aus Niederdorfelden die Chance dazu.

Die Puppen gehören Schreys Freundin Bettina Dorfmann, die mit 18000 Exemplaren weltweit die meisten Barbies besitzt. „Die Ausstellungen planen wir zumeist zwei bis drei Jahre im Voraus, doch wegen Corona gab es Ausfälle“, berichtet Schrey, die im Museum der Stadt Ratingen jahrzehntelang die Abteilung „Bürgerliches Spielzeug“ betreute, bevor sie 2017 zurück nach Hessen zog.

Im November zieht Ausstellung weiter nach Emden

Erst im November geht es mit den Puppen weiter nach Emden. Doch wohin in der Zwischenzeit mit den Ausstellungsstücken, die in 25 großen Umzugskartons verpackt sind? Normalerweise werden die Kisten direkt zum nächsten Ausstellungsort gebracht. „Bürgermeister Büttner hat mir angeboten, dass ich die Kartons im Rathaus unterbringen kann. Das war natürlich eine große Erleichterung. Als Dank ist nun ein Teil der Ausstellung hier in Niederdorfelden zu sehen“, erklärt Schrey. Dies ist nicht die erste Ausstellung, die die engagierte Museumspädagogin und Buchautorin in ihren Heimatort gebracht hat. Ende 2019 konnten anlässlich des 50. Jubiläums der Mondlandung der Apollo 11-Mission echter Mondstaub und Astronautennahrung in den Vitrinen bestaunt werden (wir berichteten).

Nun sind auf den Glasflächen Barbiepuppen der verschiedensten Berufsgruppen zu sehen. „Es gibt viele Vorbehalte gegen die berühmteste Puppe der Welt, aber sie ist ein perfekter Zeitspiegel in Sachen Mode und Berufe“, sagt Schrey, die als Fachjournalistin auch ein Buch zu dem Thema verfasst hat. „Barbie ist ein Synonym für die Frau, der man nichts zutraut“, sagt sie. Zwar gehe die Puppe in Deutschland vorwiegend aus Prinzessin oder Fee über die Ladentheke. Das sei in anderen Ländern anders. Dort gab es schon immer Puppen mit den Traumberufen der jeweiligen Zeit zu kaufen. Im Rathausfoyer kann Barbie als Präsidentschaftskandidatin, als Soldatin oder als Ärztin bewundert werden. Es gibt eine Barbie mit Tropenhelm oder mit Doktorhut zu sehen.

Bürgermeister Büttner freut sich nach Lockdown auf Besucher

Bürgermeister Büttner freut sich, dass er nach langer Zeit seine Bürger wieder im Rathaus empfangen kann. „Besucher sind eingeladen, sich in Ruhe umzugucken“, sagt er. Banner mit Titeln wie „Frauen in Uniform“ und „Akademische Berufe“ geben einen Überblick über die Rollen von Frauen seit Entstehung der ersten Barbies vor mehr als 60 Jahren.

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