Laufwettbewerb

Kita Pusteblume bei Aktion „Mainova bewegt die Region“ auf dem ersten Platz

Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner stiftete einen Pokal für die Kinder der Kita Pusteblume. Sie haben erfolgreich am Wettbewerb „Mainova bewegt die Region“ teilgenommen.
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Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner stiftete einen Pokal für die Kinder der Kita Pusteblume. Sie haben erfolgreich am Wettbewerb „Mainova bewegt die Region“ teilgenommen.

Zu einem Laufwettbewerb hat der Energieversoger Mainova auch in diesem Jahr aufgerufen. Nach 25 Tagen steht der Sieger fest: Es ist erneut Niederdorfelden. Bereits im vergangenen Jahr belegte die 4000-Einwohner-Kommune den ersten Platz bei „Mainova bewegt die Region“ (wir berichteten).

Niederdorfelden – „Schnür deine Laufschuhe und laufe soweit du kannst. Dann schickst du uns einen Screenshot deiner Laufapp sowie den Namen deiner Kommune, Kita oder Schule, für die du gelaufen bist“ so lautete vor wenigen Wochen die Aufforderung von Mainova an die vielen Teilnehmer im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Im vergangenen Jahr nahmen 5200 Personen an diesem Laufwettbewerb teil und sie bewältigten zusammen 51 843,73 Kilometer. In diesem Jahr ist der Teilnehmerkreis sogar noch größer, denn aufgerufen sind nun auch alle Kita-Kinder und Schülerinnen und Schüler.

Niederdorfelden siegt doppelt

Vom 10. Mai bis zum 6. Juni wurde gelaufen, was das Zeug hält. Dann steht fest: Niederdorfelden zählt nicht nur zu den Topkandidaten unter den Kommunen, sondern hat den Wettbewerb erneut gewonnen und zwar mit insgesamt 6827,82 Kilometern – gelaufen von 907 Teilnehmern. Das sind 1,7347 Kilometer je Dorfbewohner. Aber nicht nur das, sondern es gibt noch einen zweiten Sieger aus Niederdorfelden und das ist die Kita Pusteblume.

Bei dieser Kindertagesstätte gab es 796 Teilnahmen mit einer Gesamtleistung von 2072,81 Kilometern. Für jedes der 75 Kinder der dreigruppigen Einrichtung ergab dies eine durchschnittliche Strecke von 27,63 Kilometern. „Ich bin sicher mehr gelaufen, denn ich musste an der Seite meiner Mutter jeden Tag bis zu den Feldern und zurück laufen. Sogar bei Regen“, verriet der fünfjährige Alexander ganz stolz. Da wollte auch die gleichaltrige Klara nicht zurückstehen: „Bei uns zu Hause ist immer mein Vater gelaufen. Aber dann nicht nur bis zu den Feldern, sondern auch mehrfach drum herum. Und auch ich musste immer mit.“

Kita Pusteblume erläuft die meisten Kilometer

Noch ist die Mainova nicht ganz fertig mit dem Auszählen. Fest stehen deshalb bisher nur die zehn Bestplatzierten in den einzelnen Kategorien. Um auf die fällige Siegerehrung nicht noch länger warten zu müssen, haben deshalb die Leitung der Kita Pusteblume und der Elternbeirat die Siegerehrung einfach vorgezogen. „Die Kinder verstehen das sonst nicht, wenn die Siegerehrung so viel später kommt“, erklärt die stellvertretende Kita-Leiterin Sarah Militschenko. Ein anonymer Spender hat vor wenigen Tagen 75 Goldmedaillen vor die Tür der Kita gelegt. Und auch Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) ist unzufrieden mit dem Austragungsmodus. „Die Kita Pusteblume hat zwar die meisten Kilometer gelaufen, aber dann sollte sie trotzdem keinen Preis dafür erhalten, weil die Siegesprämie von 2000 Euro unter allen Kitas ausgelost wurde. Und da war die Pusteblume dann nicht mehr dabei“, berichtet Büttner am Rande der Siegesfeier.

Die Eltern haben daraufhin Essen und Trinken von den umliegenden Geschäften sponsern lassen und Bürgermeister Büttner stiftet einen Pokal und eine Runde Eis am Stiel für alle. „Die Mainova hätte ja zumindest eine Anerkennungsprämie für die beste Kita springen lassen können. Das spornt doch auch für das nächste Mal an“, so Büttner.Denn für die besten drei Kommunen, Grundschulen und weiterführenden Schulen sind immerhin Preisgelder im Wert von insgesamt 22 000 Euro ausgelobt. Und auch die drei ausgelosten Kitas erhalten jeweils 2000 Euro.

Doch das war den Kindern in der Kita Pusteblume an diesem sonnigen Nachmittag ganz egal. Gemeinsam bedankten sie sich bei ihrem Bürgermeister für das Eis und spielten dann weiter. Jeder mit seiner Goldmedaille um den Hals. (Jürgen W. Niehoff)

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