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Niederdorfelden: Große Impfaktion für Kinder in der Struwwelpeterschule

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Von: Mirjam Fritzsche

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Unterstützen die Impfaktion für Kinder an der Struwwelpeterschule in Niederdorfelden (von links): Bürgermeister Klaus Büttner, Elternbeiratsvorsitzende Melanie Bender, Stefan Jäger vom Kreiselternbeirat und Schulleiter Harald Schramm.
Unterstützen die Impfaktion für Kinder an der Struwwelpeterschule in Niederdorfelden (von links): Bürgermeister Klaus Büttner, Elternbeiratsvorsitzende Melanie Bender, Stefan Jäger vom Kreiselternbeirat und Schulleiter Harald Schramm. © Mirjam Fritzsche

Impftermine für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren gibt es mittlerweile in der Region in ausreichender Zahl. Bei den Fünf- bis Elfjährigen ist das anders. Hier übersteigt die Nachfrage das Angebot.

Niederdorfelden/Maintal – Kreiselternbeirat Stefan Jäger aus Niederdorfelden findet es jedoch wichtig, dass auch jüngere Kinder ein niederschwelliges Angebot für eine Corona-Impfung bekommen. Deshalb hat er eine Impfaktion an der Grundschule in Niederdorfelden initiiert, an der er bis 2020 selbst als Elternbeirat aktiv war. Schulleitung, Elternbeirat und Gemeindespitze unterstützen das Vorhaben.

Schule ein positiv besetzter Ort

Die Impfaktion soll in Zusammenarbeit mit der Maintaler Ärztin Dr. Alexandra Borgmann und ihrem Team am Samstag, 29. Januar, ab 10 Uhr in den Räumen der Struwwelpeterschule stattfinden. „Die Schule liegt mitten in der Gemeinde und ist ein positiv besetzter Ort“, sagt Schulleiter Harald Schramm. Deshalb hoffe er auf regen Zuspruch. Gerade die jüngeren Schüler hätten durch den Distanzunterricht gelitten. Diese Situation gelte es zu vermeiden. Und das geht eben am besten mit impfen. „Das Gebäude ist gut für solch eine Aktion geeignet, da es als Schusterbau errichtet wurde. Das heißt, die Klassenräume können über ein Treppenhaus betreten und über ein zweites wieder verlassen werden“, erläutert Schramm.

Die Informationen über das Angebot sollen nicht nur innerhalb der Schulgemeinde, sondern auch an die Kitas der Gemeinde weitergeleitet werden. Dort bestehe vermutlich ebenfalls Interesse. Die Vergabe der Termine übernimmt Melanie Bender, Elternbeiratsvorsitzende an der Struwwelpeterschule. Sie ist gespannt, wie gut die Aktion angenommen wird. „Viele Eltern, die ich kenne, sind noch unentschlossen“, weiß die Erzieherin zu berichten. Möglicherweise gebe das Angebot in Wohnortnähe den Ausschlag.

Weiteres Angebot an der Albert-Einstein-Schule in Maintal

Eingeladen zu der Impfaktion sind auch Personen, die nicht zur Schulgemeinde gehören. Erwachsene ab 30 Jahren können sich ihren Piks mit Moderna abholen. Da das Vakzin von Biontech, das von der Stiko für die Altersgruppe von zwölf bis 30 Jahren empfohlen wird, weiterhin knapp ist, können nur Kinder bis elf Jahre mit dem Pfizer-Produkt geimpft werden.

Jäger weist darauf hin, dass am Samstag, 22. Januar, eine Möglichkeit für die Altersgruppe von zwölf bis 30 Jahre in Zusammenarbeit mit der MVZ Medical Care GmbH an der Albert-Einstein-Schule (AES) in Maintal-Bischofsheim besteht, sich mit Biontech impfen zu lassen. Auch dort hat er seine Kontakte spielen lassen. Jägers Töchter besuchen die sechste und die neunte Klasse der Albert-Einstein-Schule. Dort ist Jäger Vorsitzender des Schulelternbeirats. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage der AES.

„Meiner Meinung nach wäre es eigentlich Aufgabe des Kreisgesundheitsamts, solch eine Aktion an Schulen zu organisieren. Doch da ich wegen meiner Tätigkeit als Elternbeirat, über gute Kontakte verfüge, habe ich das in die Hand genommen“, sagt Initiator Stefan Jäger. Ganz nach dem Motto: Jeder Piks zählt.

Ein siebenjähriges Mädchen bekommt bei einer Impfaktion ein Pflaster auf den Arm geklebt. Bisher gibt es noch wenige Angebote für Kinder.
Ein siebenjähriges Mädchen bekommt bei einer Impfaktion ein Pflaster auf den Arm geklebt. Bisher gibt es noch wenige Angebote für Kinder. © Robert Michael/dpa

Die Zusammenarbeit mit den Behörden lobt Jäger ausdrücklich. Der Kreis kümmere sich darum, dass die Struwwelpeterschule nach der Aktion noch einmal gereinigt wird, bevor am Montag der Unterricht wieder beginnt.

Niederdorfeldens Bürgermeister Klaus Büttner hofft, dass viele Menschen aus dem Ort das Angebot annehmen, die nicht so mobil oder zeitlich zu eingebunden sind, um nach Hanau oder Gelnhausen zu fahren.

„Viele arbeiten ja aktuell im Homeoffice und hätten einen kurzen Weg“, sagt der Rathauschef. Zudem sei es eine gute Möglichkeit für ältere Mitbürger, sich impfen zu lassen. „Es ist eine Aktion für den ganzen Ort“, freut sich der Rathauschef. (Mirjam Fritzsche)

So meldet man sich an

Struwwelpeterschule Niederdorfelden: Die Aktion findet am Samstag, 29. Januar, ab 10 Uhr statt. Geimpft werden Kinder von fünf bis elf Jahren mit Biontech und Erwachsene ab 30 Jahren mit Moderna. Anmeldung bis Montag, 17. Januar, 18 Uhr über die E-Mail-Adresse des Schulelternbeirats ebrndf@web.de. Die Impfwilligen erhalten dann eine Uhrzeit, wann sie vor Ort sein sollen. Sie werden zudem gebeten, den Aufklärungsbogen und die Einwilligung ausgefüllt mitzubringen. Formulare werden jedoch auch vor Ort ausliegen. Ebenso mitzubringen sind ein Lichtbildausweis, die Versichertenkarte und – falls vorhanden – der Impfausweis. Kinder müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden.

Albert-Einstein-Schule Maintal: Die Aktion findet am Samstag, 22. Januar, ab 10 Uhr im Atrium statt. Geimpft werden alle Personen ab fünf Jahren. Jugendliche können sich boostern lassen. Zur Verfügung stehen die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Infos zur Anmeldung über die Homepage der Schule. fmi

» maintal-arzt.de

» aes-maintal.de

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