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Niederdorfelden: Neue Kürbiskönigin Julia I. feierlich inthronisiert

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Sorgfältiges Anlagen der Schärpe bei der neuen Kürbisköniginn Julia I. durch den Königsmacher Georg Schuch (rechts) und den Ersten Beigeordneten Karl Markloff.
Sorgfältiges Anlagen der Schärpe bei der neuen Kürbisköniginn Julia I. durch den Königsmacher Georg Schuch (rechts) und den Ersten Beigeordneten Karl Markloff. © Jürgen W. Niehoff

Nach vierjähriger Regentschaft hat die bisherige Kürbiskönigin Carolin I. ihr Zepter feierlich an ihre Nachfolgerin Julia I. weiter gereicht. Die vierjährige Regierungszeit von Carolin I. (Heinemeyer) war weder geplant noch gewollt. Schuld daran war vor allem die Corona-Pandemie, die keine Feier und damit auch keine Krönung zuließ.

Niederdorfelden – Die 13. Regentschaft einer Kürbiskönigin war mit 1466 Tagen oder umgerechnet vier Jahren und vier Tagen, wie dies „Königinnenfinder und -begleiter“ Georg Schuch exakt ausgerechnet hatte, nicht nur die längste Amtszeit, sondern es war auch die mit den wenigstens Terminen. „Ich habe die Zeit deshalb für meine zweite Schwangerschaft genutzt“, verriet amüsiert Carolin Heinemeyer zum Abschied.

Aber trotz der Dauer wollte sie die Zeit nicht missen, denn sie habe viele neue und vor allem gute Bekanntschaften gemacht, interessante Leute getroffen und viele bleibende Eindrücke wie den Besuch beim Ministerpräsidenten sammeln können.

Auch ihre Vorgängerin Victoria I., Niederdorfeldens 12. Kürbiskönigin, musste übrigens länger als die üblichen zwei Jahre im Amt verweilen. Ihre Amtszeitverlängerung hatte aber den triftigen Grund, dass in ihre Zeit die 1250 Jahrfeier Niederdorfeldens fiel.

Der Montag, der Krönungstag, war ein wahrer Glücksgriff. Nicht nur das Wetter spielte mit, sondern es war auch noch ein Feiertag. Und so kamen die Niederdorfelder in Massen zur Kürbis-Klause auf das Gelände des OGV-Niederdorfelden. „Mit so vielen Menschen haben wir wirklich nicht gerechnet“, freute sich der OGV-Ehrenvorsitzende Stanislaus „Stani“ Czmok über den großen Zuspruch. Nach einem ausgiebigen Frühschoppen und Mittagessen führte er schließlich feierlich die neue Königin in das Festzelt zur Krönung. Eigentlich war es aber gar keine Krönung, denn wegen der Frisuren behielt Carolin I. ihre Krone auf und auch Julia I. betrat mit aufgesetzter Krone das Festzelt.

Die Machtübergabe erfolgte dann durch Übergabe des Zepters. Auch die neue Königin ist Mutter zweier inzwischen aber schon fast erwachsener Kinder und arbeitet in ihrem bürgerlichen Leben in einem Bio-Landwirtschaftsbetrieb in Bruchköbel.

In Niederdorfelden lebt sie seit 2007 und ist bereits recht bekannt im Ort. Auch hat sie einen direkten Bezug zu Kürbissen, denn ihr Schwager beschäftigt sich intensiv mit dem herbstlichen Gemüse. Und weil in diesem Jahr das Frühjahrsfest des Vereins mit der Weitergabe der Kürbiskerne zu Zuchtzwecken wegen Corona noch ausfallen musste, hatte die Familie Bauscher einen kleinen Anhänger mit kleinen und großen Kürbissen mitgebracht.

In ihrer Krönungsrede versprach Julia I. die langwährende Tradition fortführen und die Gemeinde Niederdorfelden im Umland noch besser bekannt machen zu wollen. Ob es an der scheidenden Königin Carolin I. lag oder an der neuen Königin Julia I., dass neun Prinzessinnen, Königinnen und ein König der Krönungszeremonie beiwohnten, zum Teil sogar mit Gefolge, war nicht herauszufinden.

Sehr wahrscheinlich galten die Aufwartungen so vieler königlicher Hoheiten aber beiden Kürbisköniginnen. Und deshalb genossen es auch beide sichtlich, auch wenn das Ambiente nicht gerade königlich war. Aber da der Verein alles selber finanzieren muss und Sponsorengelder im Augenblick nicht allzu üppig ausfallen, wurde die Krönungszeremonie kurzerhand auf das Gelände des Obst- und Gartenbauvereins gelegt. Im Vorfeld hatte sich der Vorstand 200 Gäste erhofft. Diese Anzahl ist sicherlich deutlich übertroffen worden. (Jürgen W. Niehoff)

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