Neues Flutlicht installiert

Anlage der TSG Niederdorfelden läuft per App und spart Strom

Es werde Licht: Deutlich heller als die Leuchten der alten Anlage strahlen die neuen LED-Fluter der Flutlichtanlage der TSG Niederdorfelden. TSG-Vize Carsten Frey kann sie mit einer Handy-App steuern.
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Es werde Licht: TSG-Vize Carsten Frey kann die Flutlichtanlage mit einer Handy-App steuern.

Ein schönes Weihnachtsgeschenk hat sich die TSG Niederdorfelden gemacht, denn kurz vor den Feiertagen konnte die Vereinsspitze die neue Flutlichtanlage an den beiden Rasenplätzen der Turn- und Sportgemeinschaft vorstellen. Neben deutlichen Einsparnissen bei den Energiekosten punktet die Anlage auch mit nahezu bundesligatauglichem Licht.

Niederdorfelden – Bürgermeister Klaus Büttner (SPD) würdigte die Leistung des Vereins, die neue Flutlichtanlage ohne Hilfe der Gemeinde finanziert zu haben. „Wir greifen der TSG in anderen Bereichen finanziell unter die Arme, so hat die Gemeinde zum Beispiel einen Mähroboter für die beiden Plätze angeschafft“, betonte der Rathauschef. „Die Ausrede Ballverspringen gilt bei den Punktspielen jetzt nicht mehr, höchstens noch auf dem Trainingsplatz“, stellte Büttner im Hinblick auf die Qualität des neuen Flutlichts fest.

„Die Anlage hat 47 000 Euro gekostet. Zwei Drittel der Summe entfallen auf Zuschüsse von Bund, Land und Kreis, der Rest sind Mittel von Sponsoren und eigene Rücklagen“, rechnete TSG-Vorsitzender Wolfgang Kurz vor. Rund neun Monate wären ins Land gegangen, um Anträge auszufüllen, diese wegzuschicken und auf die Bewilligung zur Umrüstung zu warten, um dann nach dem Vergleich der Angebote den Auftrag vergeben zu können. Die Masten konnten stehenbleiben, lediglich die Fluter seien ausgetauscht worden.

Abendspiele und Training zu Winterzeit kein Problem mehr

Neben der deutlich besseren Beleuchtung der beiden Plätze, bei der Abendspiele nun kein Problem mehr sind, seien auch die Einsparungen bei den Energiekosten in Zukunft enorm. Lediglich ein Drittel der bislang anfallenden Strommenge würden die LED-Strahler verbrauchen. Zudem sei die alte Anlage mit der Zeit immer reparaturanfälliger geworden, schon aus diesem Grund sei ein Austausch auch wirtschaftlich sinnvoll geworden. „Mit der neuen Flutlichtanlage konnten wir unsere Anlage deutlich aufwerten und haben damit ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, so Kurz.

Die neuen Fluter am Sportplatz in Niederdorfelden machen die Nacht zum Tag.

„Als ich vor Kurzem mit dem Rad von Gronau Richtung Niederdorfelden gefahren bin, hat es ausgesehen, als würde im Ort die Flutlichtanlage eines Großstadtstadions leuchten“, ist auch Carsten Frey, stellvertretender Vorsitzender der TSG, sehr angetan von dem neuen Flutlicht. Gerade im Hinblick auf die Nachwuchsarbeit, die im Corona-Jahr doch gelitten habe, sei es notwendig, eine funktionierende Infrastruktur vorhalten zu können, sonst wanderten die Kinder und Jugendlichen schnell zu anderen Sportarten ab. „Mit der alten Anlage war in den Abendstunden kaum ein vernünftiges Training möglich. Und die Übungsstunden für Jugendliche verlagern sich wegen der verlängerten Schulzeiten immer mehr in Tageszeiten, wo die natürliche Beleuchtung für Training nicht mehr ausreicht“, betonte Frey.

Neueste Technik spart Energie

„Schon mit der Hälfte der möglichen Leuchtleistung ist Trainieren unproblematisch möglich“, so Moritz Steul von der Herstellerfirma LEDKom aus Neu-Anspach. „Die modernen LED-Fluter lassen sich einzeln über eine Handy-App steuern. Und das über Bluetooth, sodass man nicht einmal ein WLAN einrichten musste“, beschreibt er die unproblematische Bedienung der Flutlichtanlage. Die LED-Fluter hätten zudem den Vorteil, dass eine Vorwärmzeit wie bei der alten Anlage wegfalle. Sie strahlen sofort nach dem Einschalten mit voller Stärke.

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