Puzzleteile für den Kreistag zusammengefügt

SPD und CDU schließen Bund im Main-Kinzig-Kreis

Verantwortung, Stärke, Zusammenhalt . . . klarer Kurs in bewegten Zeiten: Mit diesen Begriffen ist der 24-seitige Koalitionsvertrag von SPD und CDU im Main-Kinzig-Kreis überschrieben.
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Verantwortung, Stärke, Zusammenhalt . . . klarer Kurs in bewegten Zeiten: Mit diesen Begriffen ist der 24-seitige Koalitionsvertrag von SPD und CDU im Main-Kinzig-Kreis überschrieben.

Main-Kinzig-Kreis – Die Stimmung ist gut. Klaus Schejna bindet sich noch schnell die rote Krawatte, die er passend zum schwarzen Anzug ausgesucht hat. Rot-schwarz – die Kleidung des Fraktionsvorsitzenden ist Programm, denn SPD und CDU stellten gestern im Jugendzentrum Ronneburg ihren Koalitionsvertrag vor. Dieser hatte Mitte der Woche schon das einstimmige Votum der jeweiligen Parteimitglieder bekommen.

Auf 24 Seiten ist das Programm für die kommenden fünf Jahre festgehalten.

Die Verhandlungen seien durch eine hohe Fachlich- und Sachlichkeit geprägt gewesen, so Schejna und der CDU-Fraktionsvorsitzende Heiko Kasseckert. Die Koalition sei ein eingespieltes Team mit Regierungserfahrung, erklärt die CDU-Parteivorsitzende Katja Leikert. „Zudem sind wir auf Landes- und Bundesebene bestens vernetzt.“

Inhaltliche große Schnittmengen

Es gebe inhaltlich große Schnittmengen, so Andreas Hoffmann. „Und menschlich passt es auch“, fügt der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Main-Kinzig hinzu. Thorsten Stolz nennt den Vertrag einen „sehr sehr guten“, der den Wohn- und Wirtschaftsstandort Main-Kinzig weiter stärken und das Leben für die Menschen hier ein bisschen besser machen werde. Dass sich Projekte mit verlässlichen Mehrheiten einfacher umsetzen lassen, weiß Stolz aus Erfahrung.

Inhaltlich ist der Strauß bunt: Kliniken und der Bereich der Altenpflege in kommunaler Hand sollen weiter gestärkt werden, genauso wie die digitale Infrastruktur, etwa durch den Glasfaserausbau bis ans Wohngebäude.

Bessere Verkehrsinfrastruktur das Ziel

„Neben der Glasfaserversorgung gehört dazu auch die Schaffung noch kürzerer Wege zwischen Wirtschaft und Verwaltung, die Unterstützung bei der Akquise von Fach- und Nachwuchskräften, die Schaffung von Entwicklungsmöglichkeiten bereits vorhandener Unternehmen sowie die gezielte Förderung von Existenzgründern“, erklärt Kasseckert. Grundvoraussetzung: der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für Straße, Schiene und den Radverkehr.

Die Koalitionäre haben ein Sonderinvestitionsprogramm Schule vereinbart, von 2022 bis 2026 sollen rund 40 Millionen Euro zusätzlich investiert werden, berichtet der Beigeordnete Winfried Ottmann (CDU).

Die Sozial- und Umweltdezernentin Susanne Simmler (SPD) begrüßt die Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz wie auch das Ziel einer Sorgekultur im Kreis als wesentliche Punkte im Koalitionsvertrag. „Wir wollen Qualität in der Pflege nicht nur herbeireden, sondern tatsächlich etwas dafür tun.“ Pflege und Handwerk sollen durch Fachkräfte-Initiativen gestärkt werden.

Digitales Bürgerinformationssystem auf Kreisebene

Zudem sieht der Koalitionsvertrag ein digitales Bürgerinformationssystem auf Kreisebene vor. Ohne Corona wäre das sicher nicht so schnell gekommen. Angeschafft werden jetzt auch Testgeräte für die Raumlüftung. Die Kosten dafür seien bereits eingeplant. (Yvonne Backhaus-Arnold“)

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