Sozialer Wohnungsbau

Spatenstich in Rodenbach: An der Alzenauer Straße entsteht günstiger Wohnraum

Auf diesem Grundstück an der Alzenauer Straße soll bis Frühjahr 2022 ein Mehrfamilienhaus entstehen.
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Auf diesem Grundstück an der Alzenauer Straße soll bis Frühjahr 2022 ein Mehrfamilienhaus entstehen.

Rodenbach – Mit einem symbolischen Spatenstich, an dem unter anderem Landrat Thorsten Stolz und Bürgermeister Klaus Schejna teilnahmen, wurde der Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Alzenauer Straße in Niederrodenbach auf den Weg gebracht.

Dabei handelt es sich um ein Projekt des sozialen Wohnungsbaus, wie Schejna berichtet. Der günstige Wohnraum ist für Familien mit Kindern, Einzelpersonen sowie all jene gedacht, welche auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind. Aufgrund der örtlichen Verhältnisse und der immer weiter steigenden Nachfrage in der ganzen Region bestehe laut Rodenbachs Bürgermeister „ein nachhaltiger Bedarf an preiswertem und bezahlbarem Wohnraum“.

In dem Neubau sind insgesamt 19 Wohneinheiten für eine bis vier Personen geplant, wovon fünf Wohneinheiten barrierefrei geplant sind. „Der Mietpreis wird nach dem offiziellen Mietspiegel berechnet werden, der zurzeit bei 7,26 Euro pro Quadratmeter liegt. Aufgrund der Förderung rechnet die Gemeinde Rodenbach mit einem Mietpreis, der sich um etwa sieben Euro pro Quadratmeter zuzüglich Betriebskosten bewegt.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts an der Alzenauer Straße belaufen sich laut Gemeinde auf rund 3,9 Millionen Euro. Fertigstellung und Übergabe des Neubaus sind für Frühjahr 2022 vorgesehen. Die Finanzierung wird durch die soziale Wohnraumförderung im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) gefördert.

Der Main-Kinzig-Kreis unterstützt die Gemeinde zudem über das Förderprogramm „Preisgünstiger Wohnungsbau im Main-Kinzig-Kreis“ mit rund 331 000 Euro. „Hier gilt mein besonderer Dank Landrat Thorsten Stolz für den Einsatz seinerseits und die finanzielle Unterstützung“, strich Bürgermeister Schejna bei dem Spatenstich heraus. Landrat Stolz bedankte sich seinerseits bei der Gemeinde Rodenbach, dass sie sich mit diesem Bauprojekt „der gesellschaftlichen Verantwortung annimmt. Der Main-Kinzig-Kreis hat sich entschlossen, ein eigenes Förderprogramm für bezahlbaren Wohnraum zu etablieren, da es in der Region großen Bedarf gibt und dieser in Zukunft noch größer wird“, so der Landrat.

Deshalb, so Stolz, sollten Bund und die Länder auch mehr in der Verantwortung stehen als bisher. Er betonte, dass es aber ebenso in der Verantwortung der einzelnen Kommunen stehe, sich dieser Themen anzunehmen. „Deshalb freue ich mich, dass im Rahmen des Rodenbacher Bauprojekts ein Schritt in die richtige Richtung getan wird. Von der alleinstehenden Rentnerin bis zur mehrköpfigen Familie werden sich die zukünftigen Bewohner bunt mischen“, ist Stolz sicher.

Bürgermeister Schejna unterstrich, dass sich die Gemeinde der Bedeutung des sozialen Wohnungsbaus sehr bewusst sei, denn auch im Neubaugebiet „Südliche Adolf-Reichwein-Straße“ werde sie das Thema „Bezahlbarer Wohnraum“ angehen. „Über dem im Erdgeschoss geplanten Nahversorger werden Wohnungen entstehen, für welche wir als Gemeinde Rodenbach ein Belegungsrecht haben werden. Nicht nur, um die Fläche sinnvoll zu nutzen, sondern auch, um diese Bürgerinnen und Bürgern anzubieten, die darauf angewiesen sind“.

Nach der Fertigstellung des Neubaus an der Alzenauer Straße sollen im Übrigen die Bauten aus den 1970er Jahren, die sich hinter dem nun entstehenden Mehrfamilienhaus liegen, saniert werden. „Um die Finanzierung dieser Sanierung sicher zu stellen, werden wir auch diesbezüglich Mittel aus verschiedenen Förderprogrammen beantragen“, erklärte Schejna, denn „uns ist es wichtig, bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt für ein solidarisches Miteinander in Rodenbach zu schaffen“.  leg

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