Für 50-Jahr-Feier gedacht

Ausschuss stimmt für Corona-Hilfe: 22 000 Euro für Rodenbacher Vereine

Luftbild Niederrodenbach
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Die Vereine in Rodenbach können sich über finanzielle Hilfe freuen.

Der Haupt-, Finanz- und Sozialausschuss unter Vorsitz von Norbert Link (SPD) tagte am Donnerstagabend unter strengen Hygieneregeln. Auch während der 90-minütigen Sitzung behielten die Ausschussmitglieder die Masken auf. Inhaltlich gab es zu den zehn Tagesordnungspunkten kurze Diskussionen und kaum Dissens.

Der am Sonntag im Amt bestätigte Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) informierte zudem über den vorläufigen Jahresabschluss 2019 und gab einen vorsichtig-optimistischen Ausblick auf den laufenden und den kommenden Haushalt.

Das Gremium empfahl einstimmig der am Donnerstag, 12. November, tagenden Gemeindevertretung, die Corona-Hilfe für Vereine sowie weitere kommunale Investitionen und Förderanträgen zu beschließen.

Auf Antrag der SPD und mit Zustimmung der CDU werden etwa 22 000 Euro, die im Haushalt für das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde eingestellt worden waren, für Vereine zur Verfügung gestellt. Viele von ihnen, die große Einnahmeausfälle verkraften müssten, so die Begründung, „tragen zu einem vielfältigen kulturellen, sozialen und sportlichen Leben in Rodenbach bei“. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, können Vereine, die entsprechende Belege vorlegen, eine kommunale Unterstützung erhalten.

Der Ausschuss befürwortete auch der Förderung von Selbsthilfeprojekten, für die im laufenden Haushalt 2550 Euro bereitgestellt sind. Jeweils 1275 Euro erhalten der Förderverein „El Izote“ El Salvador zweckgebunden für das gleichnamige Kinderförderprojekt und die Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul für die Anschaffung eines Busses für die Schule in Karaikudi.

Im Sinne einer umweltfreundlichen Mobilität in Rodenbach bleiben die Preise für Busfahrten bei einem Euro für Erwachsene und 80 Cent für Kinder. Die Ausschussmitglieder stimmten zudem der Anschaffung von vier elektrisch betrieben Fahrzeugen für Müllentsorgung, Bauhof und zentrale Verwaltung zu. Die Finanzierung erfolgt mit Zuschüssen aus der Hessenkasse sowie einem günstigen Darlehen.

In seinem Bericht zum Haushalt 2020, der im Detail auf der Website öffentlich ab-rufbar ist, machte Schejna deutlich, dass sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer von vier auf zwei Millionen Euro halbiert hätten und auch die Einkommensteuer deutlich geringer ausfallen werde. Der Blick auf das letzte Quartal 2020 gleiche einem Blick in die Glaskugel, so Schejna. Er hoffe jedoch, dass Bund und Land die Kommunen entsprechend stützten und Förderprogramme auflegen würden.

Rodenbach könne zunächst auf Rücklagen zurückgreifen und die geplanten Projekte weiter verfolgen. Dazu zählen unter anderem der Bau einer neuen Kindertagesstätte an der Kinzigstraße sowie die grundhafte Sanierung der Bulauhalle. Der Ausschuss stimmte hier zu, die Mittel aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur – Projektaufruf 2020“ des Bundesministeriums des Inneren für Bau und Heimat zu beantragen.

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