Deutliches Ergebnis

Bürgermeisterwahl in Rodenbach: Klaus Schejna (SPD) bleibt im Amt

Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna und Bundestagsabgeordneter Sascha Raabe
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SPD-Hochburg Rodenbach: Klaus Schejna (links) geht in seine vierte Amtszeit. Zuvor war der jetzige Bundestagsabgeordnete Sascha Raabe in Rodenbach Bürgermeister.

Amtsinhaber Klaus Schejna (SPD) hat sich bei der Bürgermeisterwahl in Rodenbach durchgesetzt. Er geht damit in seine vierte Amtszeit.

Rodenbach – Coronabedingt gab es Sonntagabend im Rathaus in Niederrodenbach keine öffentliche Präsentation der Wahlergebnisse. Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) verfolgte die einlaufenden Resultate aus den fünf Wahllokalen und den zwei Briefwahlbezirken in seinem Rathausbüro auf dem „Votemanager“ im Internet.

Erleichterung groß bei Amtsinhaber Schejna

Als um 18.30 Uhr das erste Ergebnis aus einem Wahllokal (Bezirk III, Turnhalle Nord) eintraf, war die Erleichterung beim Amtsinhaber spürbar. Mit 66,93 Prozent lag Schejna klar vor Marina Lehmann (Grüne), die auf 22,83 Prozent kam. Der parteilose Thorsten Zillinger erhielt in dem Niederrodenbacher Wahllokal immerhin 10,24 Prozent.

Mit dem seit 2002 amtierenden Bürgermeister verfolgten Ehefrau Monika, seine Mutter, Schejnas Amtsvorgänger Sascha Raabe und der langjährige Erste Beigeordnete Helmut Schwindt (beide SPD) die eingehenden Ergebnisse.

Wegen Corona-Krise: Viele stimmen per Briefwahl ab

Die Anspannung legte sich bei ihnen schnell, als peu à peu auch die Resultate aus den anderen vier Wahlbezirken eintrudelten. Da die Zahl der per Briefwahl abgegebenen Stimmen aufgrund der Corona-Krise mit 1981 deutlich höher als bei früheren Wahlen ausfiel, dauerte es jedoch noch ein wenig, bis die Wahlhelfer im Rathaus auch diese Stimmzettel ausgezählt hatten.

Aber um Punkt 19.12 Uhr stand dann endgültig fest, dass Klaus Schejna weitere sechs Jahre die Geschicke der 11 500-Einwohner-Gemeinde wird lenken können. Der 52-jährige Sozialdemokrat erhielt 65,94 Prozent der abgegebenen Stimmen. Genau 2807 Rodenbacher votierten für den Amtsinhaber.

Als Achtungserfolg können die 24,24 Prozent bezeichnet werden, auf die Marina Lehmann kam. In absoluten Zahlen sind dies 1032 Stimmen. Obwohl er im Wahlkampf kaum präsent war, erreichte Thorsten Zillinger bemerkenswerte 9,82 Prozent. Exakt 418 Bürger von Ober- und Niederrodenbach votierten für den Architekten, der am Wahlabend für eine Stellungnahme übrigens nicht erreichbar gewesen ist.

Wahlbeteiligung in Rodenbach sinkt um zehn Prozent

Sicher auch aufgrund der angespannten Corona-Lage fiel die Wahlbeteiligung, die bei der Bürgermeisterwahl 2014 noch bei 59,0 Prozent gelegen hatte, um fast zehn auf 49,13 Prozent. Die größte Zustimmung bekam der wiedergewählte Bürgermeister übrigens mit 69,87 Prozent im ersten Briefwahlbezirk.

Lehmann konnte im Bürgertreff in Oberrodenbach (Wahlbezirk 5) mit 28,60 Prozent das beste Resultat erzielen, während Schejna dort mit 60,70 Prozent sein schwächstes Ergebnis einfuhr. Zillinger erzielte im Wahlbezirk IV (Turnhalle Nord) mit 11,32 Prozent seinen größten Zuspruch. Im Bürgerhaus (Wahlbezirk II) fuhr er hingegen mit 5,41 Prozent sein schlechtestes Resultat ein. Lehmann wiederum erhielt im ersten Briefwahlbezirk mit 20,97 Prozent ihren geringsten Zuspruch.

Schejna bereits seit 18 Jahren Bürgermeister in Rodenbach

„Ich freue mich sehr über dieses tolle Ergebnis. Nach 18 Jahren im Amt, in denen ich sicherlich auch dem einen oder anderen auf die Füße getreten bin, sind knapp 66 Prozent Zustimmung eine runde Sache“, so Schejna in seinem ersten Statement.

Er freue sich jetzt darauf, „wichtige Projekte wie das Neubaugebiet ‘Südlich der Adolf-Reichwein-Straße’, den Ausbau unseres Angebots im Betreuungsbereich sowie das Industriegebiet Nord weiter begleiten zu können“. Außerdem vergaß der Sieger nicht, seinen Wählern „für das große Vertrauen zu danken“.

Grünen-Kandidatin freut sich über Achtungserfolg

Als einen Achtungserfolg wertete Marina Lehmann ihre 24,24 Prozent. „Wenn man bedenkt, dass wir Grünen seit vielen Jahren nicht mehr im Gemeindeparlament vertreten sind, ist das ein gutes Ergebnis, auf dem wir für die Kommunalwahl aufbauen können“, so ihre erste Einschätzung. Die 30-jährige Juristin wird die Grünen-Liste für die Wahl des Gemeindeparlaments auch anführen.

Erstmeldung, 1.11.2020, 19.11 Uhr: Schejna erhielt bei der Wahl am Sonntag (1. November 2020) 65,94 Prozent der Stimmen. Der SPD-Mann setzte sich deutlich gegen die Gegenkandidaten Marina Lehmann (Grüne) und Thorsten Zillinger (parteilos) durch. Lehmann kam auf 24,24 Prozent der Stimmen, Zillinger erhielt 9,82 Prozent. Die Wahlbeteiligung in Rodenbach lag bei 49,13 Prozent.

Rodenbach bleibt damit weiter fest in der Hand der SPD. Zu den ersten Gratulanten Schejnas gehörte neben dessen Familie auch sein Vorgänger und jetziger Bundestagsabgeordneter Sascha Raabe (SPD). Schejna zeigte sich vor allem angesichts des deutlichen Ergebnisses hocherfreut über seine Wiederwahl.

Die Amtseinführung findet am 10. Dezember statt. Seit September hatte Schejna die Geschicke Rodenbachs kommissarisch geleitet, nachdem die Wahl aufgrund der Corona-Pandemie im Mai verlegt worden war.

Ausführlicher Bericht folgt.

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