Den Rhythmus wiederfinden

Cajon-Workshop bei den Naturfreunden – Weitere Sommer-Veranstaltungen geplant

Cajon-Profi Matthias Philipzen lässt die Hände über die „Kisten-Trommel“ fliegen.
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Cajon-Profi Matthias Philipzen lässt die Hände über die „Kisten-Trommel“ fliegen.

Allmählich kehrt das Leben auch in die Vereine zurück. Die Naturfreunde Hanau-Rodenbach dürfen wieder Besucher auf ihrem Gelände begrüßen. Am vergangenen Wochenende gab es einen „Trommel-Workshop“, weitere Veranstaltungen sollen folgen.

Rodenbach – Unter dem Titel „Kultur am Wald“ wird im Oberrodenbacher Naturfreundehaus eine musikalische Veranstaltungsreihe angeboten. Los ging es mit einem Konzert von Liedermacher Rainer Weisbecker. „Dabei haben wir unsere Bühne im Freien eingeweiht, die wir erst im Frühjahr gebaut haben“, erklärt Thomas Bergmann, zuständig für Kultur und Musik bei den Naturfreunden.

Am vergangenen Wochenende folgte ein Cajon-Workshop mit Matthias Philipzen. Der Dozent der Hochschule für Musik in Würzburg gab eine dreistündige Einführung in die Klangfarben des Cajon und sprach über die Ursprünge des Instrumentes in Südamerika.

Eine Kiste voller Rhythmus

Unter dem Titel „Cajon, einer Kiste voller Rhythmus“ brachte Philipzen den 16 teilnehmenden Gästen die sogenannte „Kistentrommel“ näher. Dabei ging es zunächst darum, „sein Rhythmusgefühl zu finden beziehungsweise wiederzuentdecken“, erklärte Philipzen. Zum Einstieg und zur Auflockerung durfte die Gruppe ihre Hüften zu Ed Sheerans „Shape of You“ schwingen.

Die Auflockerung sei wichtig, denn „musikalisch kommen wir Deutschen nicht vom Rhythmus, sondern von der Melodie und der Harmonie“, erklärte Philipzen. Einfache, einprägsame und bekannte Trommel-Rhythmen wie „We Will Rock You“ von Queen erleichterten den Einstieg am Cajon selbst. „So lassen sich Schlagtypen und Basisrhythmen am einfachsten lernen.“

Am Ende reichte die musikalische Bandbreite des Kurses von Basic-Rhythmen über Hip-Hop bis Latin. Dabei sei es wichtig, dass das Instrument „nie klingt, wie es heißt – wie eine Kiste“.

Einen Tipp für das Cajonspielen zu Hause hatte der Experte auch noch parat: Am besten sei es, das Cajon vor einer Hauswand zu spielen, um diese als eine Art Reflektor zu nutzen, denn in Sachen Klang gehe beim Cajon „viel nach hinten raus“.

Übernachtungstermine noch frei

Die Vorsitzende der Naturfreunde Hanau-Rodenbach, Sigrid Bergmann, zeigte sich am Samstag sichtlich erleichtert, dass der Verein wieder Gäste begrüßen darf. Zuletzt besuchten auch wieder Kinder- und Jugendgruppen das Naturfreundehaus. Bei den Übernachtungen liege die Auslastung aktuell bei maximal 75 Prozent. „Im Sommer sind noch einzelne Termine frei“, erklärt Bergmann.

Die Vereinsmitglieder waren im Frühjahr bereits fleißig und brachten das Gelände auf Vordermann. Neben der neuen Freiluftbühne bauten sie eine Couch und Trennwände aus Europaletten, um den Aufenthalt im Freien gemütlicher zu machen und die geforderten Hygienemaßnahmen besser einhalten zu könne. Unterstützung bei seinem Hygienekonzept bekam der Verein vom Rodenbacher Ordnungsamt. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betont Bergmann.

Weitere Veranstaltungen

„Wir hoffen jetzt, dass wir gut durch den Sommer kommen.“ Für sie sei es jetzt wichtig „nicht wieder aus dem Rhythmus zu kommen“. Die nächste Veranstaltungen im Naturfreundehaus ist die Lesung „Hilde Domin“ mit der Hanauer Schauspielerin Ursula Ruthardt am Sonntag, 15. August, um 11 Uhr. Am Sonntag, 12. September, um 11 Uhr folgt ein Konzert mit den Musikern der Oberhessenkraier.

Weitere Infos zur Anmeldung und zu den Öffnungszeiten gibt es im Internet. (Von Per Bergmann)

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