Stadtentwicklung

Erste Schaukel für Rollstuhlfahrer in Rodenbach: Neues Freizeitangebot beim Altenzentrum

Die erste Rollstuhlschaukel im Kreis wurde jetzt in Rodenbach eröffnet. „Ein gelungenes Beispiel, wie Inklusion vor Ort gelebt wird“, so Susanne Simmler (rechts).
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Die erste Rollstuhlschaukel im Kreis wurde jetzt in Rodenbach eröffnet. „Ein gelungenes Beispiel, wie Inklusion vor Ort gelebt wird“, so Susanne Simmler (rechts).

Eine Schaukel für Rollstuhlfahrer – das klingt erst einmal ungewöhnlich. Gerade für Menschen im Rollstuhl ist es jedoch ein ganz besonderes Erlebnis –denn Schaukeln macht nicht nur Spaß, es stärkt auch den Gleichgewichtssinn und wirkt sich positiv auf die Körperwahrnehmung aus. Auf dem Gelände des Altenzentrums Rodenbach, einer Einrichtung der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises (APZ-MKK), wurde nun die erste Rollstuhlschaukel im Main-Kinzig-Kreis eröffnet.

Rodenbach – „Diese Rollstuhlschaukel ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion vor Ort einfach gelebt wird und dafür, was in Zusammenarbeit aller dann für Menschen mit einer Beeinträchtigung geschaffen wird. Über Generationen hinweg“, erklärte die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Kinzig-Kreises und Aufsichtsratsvorsitzende der APZ-MKK Susanne Simmler und bedankte sich bei allen, die an der Realisierung der Rollstuhlschaukel mitgewirkt haben, darunter den Initiatoren, den zahlreichen Sponsoren und dem Bauhof Rodenbach.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Rodenbach, Klaus Schejna, würdigte Simmler das Engagement die Initiatoren der Rollstuhlschaukel, Edith Arnold und Judith Fischer – die vor weniger als einem Jahr mit der Idee für eine Rollstuhlschaukel an den Bürgermeister herangetreten waren. Als Ort schlugen Arnold und Fischer das Gelände des Altenzentrums vor, einer Einrichtung, in der beide bereits seit mehr als einem Jahr ehrenamtlich aktiv sind.

Rodenbachs Bürgermeister zeigte sich begeistert von der Idee und ergriff Initiative

Begeistert von der Idee, setzte sich Schejna sofort mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Simmler und dem Geschäftsführer der APZ-MKK, Dieter Bien zusammen, um die Idee in die Tat umzusetzen. Als Aufsichtsratsvorsitzende übernahm Simmler die Schirmherrschaft für das Projekt und machte sich bei vielen Unternehmen aus der Region für die Idee einer Rollstuhlschaukel stark. Nachdem innerhalb kurzer Zeit genügend Sponsoren zusammengekommen waren, ging es in die Planung der Schaukel.

In enger Abstimmung mit der Gemeinde Rodenbach, übernahm das Immobilienmanagement der APZ-MKK die Planung der Rollstuhlschaukel. Dazu nahm die Gemeinde die Schaukel in ihr Spielplatzentwicklungskonzept auf, das darauf gerichtet ist, einen bedarfsgerechten Ausbau und die regelmäßige Instandhaltung der Spielplätze der Gemeinde zu gewährleisten.

Hoffnung, dass andere dem Beispiel von Rodenbach folgen

Die Gemeinde geht damit neue Wege im Bereich der Weiterentwicklung von Spiel- und Freizeitanlagen, so entstehen Spielplätze für unterschiedliche Altersstufen und auch generationsübergreifend. „Wir wollen mit unserem Spielplatzentwicklungskonzept neue Anstöße geben, wie beispielsweise mit dieser Schaukel“, betonte Schejna und fügte hinzu: „Wir haben kein Copyright auf diese Ideen und hoffen, dass andere unserem Beispiel folgen.“ So waren sich Schejna und Simmler auch einig, dass es insgesamt immer noch zu wenige auf Inklusion ausgerichtete Spielplätze und Freizeitanlagen gibt.

Die Rollstuhlschaukel der Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises ist ein Angebot für alle in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohner des Altenzentrums sowie alle Bürger, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.  fmi

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