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In Niederrodenbach wird der historische Rundgang vom Geschichtsverein eröffnet

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Das schmücken eines Osterbrunnens ist eigentlich eine fränkische Tradition, die der Geschichtsverein auch in Rodenbach etabliert hat. Unser Bild zeigt Karin Palmieri (von links), Kim Stichel, Matthias Basile und Helga Duda.
Das schmücken eines Osterbrunnens ist eigentlich eine fränkische Tradition, die der Geschichtsverein auch in Rodenbach etabliert hat. Unser Bild zeigt Karin Palmieri (von links), Kim Stichel, Matthias Basile und Helga Duda. © Sascha Reich

Rodenbach – Der Osterbrunnen ist feierlich geschmückt. Kaffee, Tee, Brezeln und andere Leckereien stehen bereit. Für die kleinen Gäste gibt es Ostereier und für die großen Eierlikör. Dieser wird mit einem Lächeln und einladenden Worten verteilt.

So wurde Samstagmorgen (25. März) die Eröffnungsfeier des Rodenbacher Geschichtsvereins im Hof des Heimatmuseums in Niederrodenbach begonnen. Anlass waren die Vorstellung des Osterbrunnens und die Neueröffnung des historischen Rundgangs im alten Ortskern von Niederrodenbach. Der reich dekorierte Osterbrunnen ist eine Tradition, die aus der fränkischen Schweiz stammt, ihren Weg nach Deutschland gefunden hat und vom Geschichtsverein in Rodenbach etabliert wurde. „Es war der Gedanke, den Leuten zum Frühjahr etwas Schönes zu bieten. Und wir haben den Brunnen hier im Hof. Das hat sich direkt angeboten“, erklärt Matthias Basile, Beauftragter für Finanzen des Geschichtsvereins. „Wir haben das beim allerersten Mal gemerkt, dass die Leute das sehr gut angenommen haben und fröhlich beim Essen und Trinken waren. Also machen wir das schon seit ein paar Jahren so.“

Und auch dieses Jahr begrüßte Helga Duda, die erste Vorsitzende des Geschichtsvereins, die Besucher am Osterbrunnen und lud jeden ein, sich nach dem Buffet dem Rundgang durch Niederrodenbach unter der Führung von Matthias Basile anzuschließen. Dieser Rundgang führt durch den alten Ortskern Niederrodenbachs vorbei an historischen Gebäuden wie dem ältesten Objekt, der Dorfmauer von 1231, bis zum jüngsten, der Bücherei aus den 1980er Jahren.

Matthias Basile und Kim Stichel erläutern das Erklärschild, das beim Rundgang durch Niederrodenbach eine Orientierung gibt.
Matthias Basile und Kim Stichel erläutern das Erklärschild, das beim Rundgang durch Niederrodenbach eine Orientierung gibt. © Sascha Reich

Was ist neu an diesem Weg? Was hat sich verändert? Basile erklärt: „Die Idee kam im Oktober 2021. Da habe ich eine Führung gemacht und gemerkt, dass der alte Rundweg, so wie er war, nicht ganz optimal war. Es gab Streckenteile, wo man hin- und zurückgehen musste. Und das ist schwierig für jemanden, der fremd hier im Dorf ist und alleine läuft.“ Deshalb hat sich das Team ein neues Konzept überlegt. Ein neuer Weg entstand, der sinniger für jeden Einheimischen und Besucher sein soll. Bei der Überarbeitung fielen auch die alten Informationsschilder ins Auge, die nicht mehr zeitgemäß waren. „Wir haben die alten Schilder durch neue ersetzt. Auf den neuen Schildern ist nun ein Richtungspfeil drauf, damit man sich besser orientieren kann. Und wir haben auf jedem Schild einen QR-Code für weiterführende Informationen“, führt Basile aus.

Blick auf den alten Wehrturm in Niederrodenbach.
Blick auf den alten Wehrturm in Niederrodenbach. © Sascha Reich

Scannt man den Code, wird man weitergeleitet zu historischen Bildern und Texten sowie Navigationshilfen. Wer diesen Rundgang erleben möchte, muss etwa eineinhalb Stunden einplanen, es gibt viel zu sehen. Die Leute waren also guter Dinge, als das Informationsschild vor dem alten Rathaus feierlich enthüllt wurde und der Startschuss für den Rundgang fiel. Die ersten Stationen wurden wissensdurstig angelaufen und von Matthias Basile erläutert. Bis ein starker Regenschauer dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machte. Die Führung musste abgebrochen werden. Ärgerlich, würde man jetzt denken, aber der Geschichtsverein sieht es positiv: „Das ist ein gutes Projekt und es wird auch nicht die letzte Führung gewesen sein.“, sagt Kim Stichel, Beauftragte für Dokumentationen des Vereins, lachend.

Wer nun Lust bekommen hat, Rodenbach zu erkunden wird von Matthias Basile dazu eingeladen: „Denn Rodenbach ist ein Dorf, in dem man viel sehen kann, ein Dorf voll mit Geschichte und Geschichten.“ Entweder in Eigenregie oder mit einer individuell gestalteten Führung des Geschichtsvereins.

Der historische Rundweg durch den alten Ortskern ist auf der Homepage des Rodenbacher Geschichtsvereins hinterlegt. Dort sind auch die Informationen zu den einzelnen Stationen nachzulesen. (Von Sascha Reich)

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