In Rodenbach entsteht bezahlbarer Wohnraum

Richtfest für Mehrfamilienhaus mit 19 Wohneinheiten in Niederrodenbach

Zum Richtfest des Mehrfamilienhauses an der Alzenauer Straße fanden sich neben Vertretern der beteiligten Baufirmen und der Gemeindeverwaltung auch Landrat Thorsten Stolz (rechts) und Bürgermeister Klaus Schejna (Zweiter von rechts) ein.
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Zum Richtfest des Mehrfamilienhauses an der Alzenauer Straße fanden sich neben Vertretern der beteiligten Baufirmen und der Gemeindeverwaltung auch Landrat Thorsten Stolz (rechts) und Bürgermeister Klaus Schejna (Zweiter von rechts) ein.

Im Ballungsraum Rhein-Main wird bezahlbarer Wohnraum zu einem immer selteneren Gut. Und wenn es um Neubaugebiete geht, dann entstehen dort in der Regel Eigenheime und Eigentumswohnungen, deren Preise sich immer mehr in die Höhe schrauben. Um der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum gerecht zu werden, sind auch die Kommunen gefragt, sich in diesem Bereich zu engagieren.

Rodenbach – Die Gemeinde Rodenbach, so Bürgermeister Klaus Schejna (SPD), sieht sich in dieser gesellschaftlichen Verantwortung und hat ein entsprechendes Projekt des sozialen Wohnungsbaus auf den Weg gebracht. Dafür erfolgte Ende September letzten Jahres auf dem Grundstück Alzenauer Straße 29 in Niederrodenbach der Spatenstich für ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 19 Wohneinheiten. Erfreulicherweise, so Schejna und die Vertreter der beteiligten Baufirmen, konnte der Zeitplan trotz der schwierigen Pandemielage bisher eingehalten werden.

Und so wurde am 7. Mai – coronabedingt in eingeschränkter Form – Richtfest gefeiert. Den obligatorischen Zimmermannsspruch hatte Dachdeckermeister Wilfried Möller parat, der dem Bau einen weiterhin sicheren und guten Verlauf ohne Zwischenfälle wünschte. Bürgermeister Schejna gab im Anschluss einen Überblick zu dem Projekt, das in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei bereits seit 1973 bestehenden Mehrfamilienhäusern realisiert wird. Die gemeindeeigene Liegenschaft an der Alzenauer Straße hat eine gesamte Grundstücksgröße von rund 3000 Quadratmetern. Die Gesamtwohnfläche des neuen Wohnhauses wird 1110 Quadratmeter umfassen.

Mietpreis pro Quadratmeter unter sieben Euro

Vorgesehen sind fünf Wohnungen für eine Person, vier für zwei Bewohner, zwei für drei Personen und acht Wohnungen für vier Bewohner. Dass es sich um bezahlbaren Wohnraum handeln wird, machte Schejna anhand des vorgesehenen Mietpreises deutlich. Laut offiziellem Mietspiegel würde dieser 7,26 Euro pro Quadratmeter betragen. Dank der sozialen Wohnraumförderung im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) werde der Quadratmeterpreis knapp unter sieben Euro liegen.

Kranz und Zimmermannsspruch durften beim Richtfest natürlich nicht fehlen. Für Letzteren sorgte Dachdeckermeister Wilfried Möller.

Gefördert wird das knapp vier Millionen Euro teure Projekt auch durch den Kreis. Über das Förderprogramm „Preisgünstiger Wohnungsbau im Mai-Kinzig-Kreis“ erfolgt ein Zuschuss in Höhe von 331 000 Euro. Das Förderprogramm KfW 55 steuert etwa 1,8 Millionen Euro bei. Dazu kommt ein Darlehen des KIP Wohnen, das sich auf ebenfalls knapp 1,8 Millionen Euro beläuft. Die Eigenleistungen der Gemeinde Rodenbach beziffert Schejna auf knapp 900 000 Euro. Dies entspricht nach seinen Angaben dem Wert des gemeindeeigenen Grundstücks.

Landrat Thorsten Stolz (SPD) betonte beim Richtfest ebenfalls die wichtige Aufgabe von Kreis und Kommunen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Deshalb planen wir als Main-Kinzig-Kreis auch die Schaffung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft, die sich gerade um dieses Thema kümmern soll“, machte Stolz deutlich, dass der Kreis in diesem Bereich einiges voranbringen möchte. Zudem verwies er auf aktuelle Projekte des sozialen Wohnungsbaus in Maintal, Erlensee und Schlüchtern, die ebenso vom Kreis gefördert würden.

Main-Kinzig-Kreis fördert Rodenbacher Bauprojekt

Für die bisher hervorragende Arbeit der beteiligten Firmen an dem Projekt in Niederrodenbach dankten sowohl Schejna als auch Stolz ihren anwesenden Vertretern. Das Kompliment der guten Zusammenarbeit gab für diese stellvertretend Ulrich Wagner von der CNK Planungsgesellschaft aus Hanau gerne zurück.

Wenn weiterhin alles wie geplant läuft, dann soll das Mehrfamilienhaus im April 2022 bezugsfertig sein. Dann, so der Bürgermeister, werden die beiden knapp 50 Jahre alten Mehrfamilienhäuser saniert. Diese Arbeiten sollen ebenfalls aus den verschiedenen Förderprogrammen finanziert werden.

Von Lars-Erik Gerth

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