Schlammentwässerungssystem wird erneuert

Inbetriebnahme der Dekanter-Zentrifuge der Rodenbacher Kläranlage ist für Oktober geplant

Die Arbeiten zur Erneuerung des Schlammentwässerungssystems der Kläranlage schreiten voran: die neue Dekanter-Zentrifuge soll Anfang Oktober in Betrieb gehen.
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Die Arbeiten zur Erneuerung des Schlammentwässerungssystems der Kläranlage schreiten voran: die neue Dekanter-Zentrifuge soll Anfang Oktober in Betrieb gehen.

Die Erneuerung des Schlammentwässerungssystems der Kläranlage geht weiter voran, sodass die Gemeinde die Inbetriebnahme der neuen Dekanter-Zentrifuge für Anfang Oktober einplant.

Rodenbach – Die Kammerfilterpresse zur Entwässerung des Klärschlamms hat bereits fast vier Jahrzehnte „auf dem Buckel“ und musste erneuert werden. Dem Stand der Technik entsprechend, habe sich die Gemeinde laut Pressemitteilung für das System einer Zentrifuge zur Entwässerung des Klärschlamms entschieden. „Erst nach der Entwässerung kann der Klärschlamm der Entsorgung zugeführt werden. Die neue Dekanter-Zentrifuge ist wesentlich wirtschaftlicher als die Neuanschaffung einer Kammerfilterpresse inklusive Umbaumaßnahmen. Darüber hinaus ist der Platzbedarf im Gebäude geringer“, teilt die Gemeinde weiter mit.

Die Bauzeit wurde mit vier Monaten veranschlagt. Derzeit wird der anfallende Klärschlamm über eine mobile Dekanter-Zentrifuge, die auf dem Betriebsgelände aufgestellt ist, entwässert. Diese mobile Schlammentwässerung wurde Anfang Juni in Betrieb genommen, wodurch unmittelbar mit den Demontagearbeiten der Kammerfilterpresse begonnen werden konnte.

Die gesamte Anlage mit zugehörigem Kalk-Silo, den Zuleitungen und der Elektrotechnik wurde in rund zehn Arbeitstagen demontiert. Danach wurde mit den Betonarbeiten begonnen. Es musste ein neuer Zugang für das Betriebsgebäude hergestellt werden. Aus geruchstechnischen und hygienischen Gründen wurde die Schlammhalle zum Betriebsgebäude abgetrennt. Zusätzlich wird die Schlammhalle selbst derzeit mit einem Schienensystem für die Klärschlammcontainer ausgestattet. Die Bauarbeiten im Gebäude seien laut Gemeindeverwaltung nun genau nach Zeitplan fast abgeschlossen. So konnte kürzlich mit der Installation der neuen Dekanter-Zentrifuge und den Zuleitungsrohren begonnen werden. Das Klärschlammentwässerungssystem wird vollelektronisch gesteuert und die Elektroinstallationen haben begonnen.

Diese Arbeiten werden nun einige Wochen in Anspruch nehmen, so Bürgermeister Klaus Schejna, der sich zufrieden über die Realisierung des Projekts zeigt. „Mit der Erneuerung der Schlammentwässerung haben wir eine Investition in die Zukunft vorgenommen, die auch ein wichtiger Beitrag zum Abwasser und damit dem Umweltschutz leistet“, so Schejna. Für die Maßnahme einschließlich der Planungskosten für alle Gewerke muss die Gemeinde rund 1,85 Millionen Euro aufwenden.

Der Bürgermeister ist nun zuversichtlich, dass der Dekanter Ende September in den Probebetrieb gehen kann. Er bedankt sich auf diesem Weg auch bei dem Team der Kläranlage für die „bisher im laufenden Betrieb vorgenommene, reibungslose Umstellung auf das neue System“.  leg

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