Übernachten in Waldlage

Wohnmobil-Stellplätze in Rodenbach offiziell eröffnet

Die ersten Wohnmobile parken bereits: Susanne Pelzl-Hohmann (Leiterin Bauamt), Bernd Göth (Planungsbüro), Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna (SPD), Bernhard Mosbacher (Spessart Tourismus), René Reich (Bauamt) und Franziska Weber (Spessart Tourismus) haben die neuen Stellplätze offiziell eingeweiht.
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Die ersten Wohnmobile parken bereits: Susanne Pelzl-Hohmann (Leiterin Bauamt), Bernd Göth (Planungsbüro), Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna (SPD), Bernhard Mosbacher (Spessart Tourismus), René Reich (Bauamt) und Franziska Weber (Spessart Tourismus) haben die neuen Stellplätze offiziell eingeweiht.

Die Wohnmobil-Stellplätze waren gerade fertig, da standen schon die ersten Fahrzeuge auf der frisch planierten wassergebundenen Decke. Die Bauzeit dauerte keine vier Wochen, bis dahin waren von der Antragstellung bis zur Eröffnung zwei Jahre vergangen.

Rodenbach – Die Gemeinde Rodenbach hat als eine der ersten Kommunen einen Antrag auf Förderung gestellt, so Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, der sich über die Nutzung freut. Seine Aufgabe ist es, Natur und Kultur des Spessart bekannt zu machen. Mosbacher sieht Individualreisende auch in wirtschaftlicher Hinsicht positiv: „Die Gäste kaufen ein, tanken, sie gehen essen.“ Wohnmobile boomen seit Jahren und haben durch Corona einen zusätzlichen Aufschwung erfahren. Daher sei jetzt der richtige Zeitpunkt, Landschaft und Städte für Camper und Wohnmobile zu erschließen.

Spessart für Touristen attraktiv machen

Mit drei Wohnmobil-Stellplätzen ist die Gemeinde Rodenbach Teil des Konzepts, den Spessart für Camper und Wohnmobile attraktiv zu machen. Zu den Stellplätzen in Maintal, Hanau, Gelnhausen, Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Steinau, Schlüchtern und weiteren Kommunen reiht sich nun auch Rodenbach als Perle im Vorspessart mit drei attraktiven Stellplätzen in Waldrandlage ein.

So sehen es Bernhard Mosbacher und Bürgermeister Klaus Schejna. „Ohne die Förderung gäbe es die drei Stellplätze sicher nicht“, sagte Schejna anlässlich der offiziellen Eröffnung. „Wir fühlen uns dem Spessart zugehörig und halten diese Infrastruktur für wichtig. Rodenbach liegt mitten im Kreis, mitten in Deutschland.“ Rodenbach, am Rande des Spessart und am Rande des Rhein-Main-Gebiets gelegen, hat als Ausgangspunkt für Gäste von nah und fern einiges zu bieten.

Drei Stellplätze am Ortsrand

Die Stellplätze selbst liegen am Ortsrand, nahe am Betriebshof. Eine Straße mit Infrastrukturleitungen „Am Sportplatz“ ist vorhanden, sodass für circa 80 000 Euro vorhandene Parkplätze umgestaltet und mit Stromanschluss versehen wurden. Die Stellplätze, die Platz für neun Meter lange Wohnmobile bieten, wären erweiterbar. Die Wasserversorgung und -entsorgung läuft über den nahen Betriebshof.

Unmittelbar an den Parkplätzen beginnt der Wald. Ziele wie die Barbarossaquelle oder die Klosterruine sind zu Fuß zu erreichen. Weitere Wanderwege und Trails für Biker sind markiert. Mit dem Fahrrad ist der Bahnhof zum Beispiel für eine Städtetour leicht zu erreichen.

Finanzielle Förderung durch den Main-Kinzig-Kreis

Zur geäußerten Kritik (HA, 19.4.), man solle in die Sanierung der Verkehrswege Rodenbachs investieren, sagte Schejna, er kenne keine „wilde Straße“ in Rodenbach. Fordern könne man schnell. Die Gemeinde bereitet ein Konzept zur Sanierung der Straßen vor. Dabei werden auch die unter der Erde liegenden Infrastrukturleitungen betrachtet. Der Bauausschuss tagt am 29. Juni öffentlich in der Rodenbachhalle. In dieser Sitzung werden die ersten Teilkonzepte zur Straßensanierung vorgestellt und beraten. Zur offiziellen Eröffnung der Stellplätze sagte Bürgermeister Schejna: „Die Wohnmobilstellplätze gemäß einem einstimmigen Beschluss der Gemeindevertretung sind ein weiterer Schritt in Richtung einer touristischen Infrastruktur in Rodenbach. Die Gemeinde Rodenbach möchte durch diese touristische Angebotserweiterung sowohl zur Weiterentwicklung des Main-Kinzig-Kreises als Tourismusstandort, als auch zur Steigerung der Attraktivität der Region Spessart beitragen. Der Spessartbogen lässt grüßen!“ Schejna bedankte sich bei der Eröffnung beim Main-Kinzig-Kreis für die Fördermittel in Höhe von rund 23 000 Euro, der Spessart Tourismus und Marketing GmbH für ihre Unterstützung und beim Planungsbüro Bernd Göth sowie der Firma H. Bös für die rasche Umsetzung der Baumaßnahmen. (Von Ulrike Pongratz)

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