Mittelalterliche Geschichte hautnah

Königlicher Besuch bei der letzten Burgbelebung in diesem Jahr auf der Ronneburg

Hoher Besuch: Landgraf Raimund von Löher , Katharina und Bartholomäus von Löher auf der Ronneburg.
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Hoher Besuch: Landgraf Raimund von Löher , Katharina und Bartholomäus von Löher auf der Ronneburg.

Schon dreimal fanden in diesem Jahr die Burgbelebungen auf der Ronneburg statt. Mittelalterliche Gruppen aus nah und fern beleben dabei die Burg. Sie leben und arbeiten hier, zeigen originalgetreue Handwerkstechniken sowie die Kleidung aus ihren Epochen vom 12. bis 16. Jahrhundert. Am vergangenen Samstag gab es noch eine zusätzliche Veranstaltung.

Ronneburg – Nachgespielt wurde ein Stück Geschichte der Ronneburg: Auf Einladung des Veranstalters, dem Grafen Raimund von Löher, Herr von Altenstadt, kam König Rudolf von Habsburg mit seinem Gefolge von seinen Eroberungszügen von Cochem zur Ronneburg. Nach einer ausführlichen Burgbesichtigung begab sich der Tross in die Kapelle für eine Andacht. Bruder Cormac hielt die Predigt und teilte das Brot mit der Gemeinde.

Mittelalterliche Andacht: Bruder Cormac teilt das Brot mit der Gemeinde.

Zur Feier des Tages wurde der Graf als Dank für seinen Treueschwur auf den König zum Landgraf von Pilsen ernannt. Nun kommen die Schwertkämpfer und kämpften um die Gunst des Königs. Des Landgrafen Zweitgeborener Bartholomäus von Löher siegte in einem blutigen finalen Kampf mit verletzter Nase. Es ging weiter mit dem Wettreigen im Bogenschießen. Der König stellte sich hinter die Zielscheibe – doch hatte zur Sicherheit noch einen Walnussbaum dazwischen – und befahl, dass nur diejenigen schießen dürfen, die auch wirklich die Scheibe treffen. Er überstand es unverletzt. Nach all den Wettkampfaktivitäten ging es zum geselligen Teil. Landgraf Raimund von Löher bat alle in den Speisesaal an den reich gedeckten Tisch mit den Worten: „Heute soll der Hunger keine Gewalt über uns haben!“

Schwertkämpfer zeigten ihr Können mit der Klinge.

Zur Burgbelebung gehörten an diesem Samstag auch noch ein mittelalterlicher Kochkurs mit Marietta und Heinz Kedzior sowie ein kleiner Töpfermarkt von Peter Ommert. Organisiert hatte die Veranstaltung Raimund von Löher via Social Media. „Ich kenne noch niemanden von denen, die da kommen“, so von Löher. Dafür funktionierte alles wie geplant und circa 400 zahlende Besucher sowie 200 Kinder unter fünf Jahren hatten viel Spaß bei der Veranstaltung. „So stark waren wir noch nicht besucht in diesem Jahr bei diesen Veranstaltungen“, freut sich Markus Hofer vom Förderverein. Auch für ihn eine große Herausforderung, der trotz aller Auflagen wegen Covid-19 aber alles unter Kontrolle hatte. (Von Bruno Neumann)

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