Es läuft besser als erwartet

Mehr Service und Entlastung für Mitarbeiter: Wertstoffhof in Ronneburg hat sich neu organisiert

Im Freien, auf dem Gelände des Wertstoffhofs, aber mit Maske fand am Samstagvormittag der erste Teil der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses statt.
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Im Freien, auf dem Gelände des Wertstoffhofs, aber mit Maske fand am Samstagvormittag der erste Teil der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses statt.

Ronneburg – Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich auf dem Ronneburger Wertstoffhof einiges verändert. Deshalb tagten die Mitglieder des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses am Samstagvormittag zur Betriebszeit, um sich vor Ort die neuen Abläufe anzuschauen und das weitere Vorgehen zu beraten. Insbesondere standen bereits im Haushalt eingestellte Investitionsmittel für eine geplante zweite Ausfahrt auf dem Prüfstand.

In Vertretung für die Vorsitzende Ingrid Schäfer (SPD) leitete Roland Reidel (CDU) die Sitzung, begrüßte den Gemeindevorstand und stellte die Beschlussfähigkeit des Gremiums fest. Zum ersten inhaltlichen Punkt erläuterte Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD) die Veränderungen, die aufgrund der Pandemie auf dem Wertstoffhof eingeführt worden seien und die man, so Hofmann, dauerhaft etablieren wolle.

Abgabe beim Wertstoffhof nur noch Anmeldung und Terminvergabe

Der Wertstoffhof ist eine wichtige Einrichtung für die geordnete Entsorgung in Ronneburg. Um Bürger und Mitarbeiter gleichermaßen zu schützen, kann man den Wertstoffhof seit geraumer Zeit nur nach telefonischer Anmeldung und mit Terminvergabe anfahren. Gleichzeitig dürfen etwa drei bis vier Fahrzeuge das Gelände anfahren, der Einlass wird am Tor kontrolliert. Es habe sich gezeigt, so der Bürgermeister in der Ausschusssitzung, dass Terminvergabe und Einlasskontrolle ein sehr stressfreies Arbeiten ermöglichen, die Situation insgesamt sich sehr entspannt habe und die Atmosphäre eine sehr viel an-genehmere sei.

Vorbei sei auch die Zeit der langen Autoschlangen in der Raiffeisenstraße, dichtes Gedränge und Gehupe. Die Bürger würden den neuen Service sehr gut annehmen und begrüßen, weshalb der Gemeindevorstand die Anschaffung einer Software für eine automatisierte Online-Terminvergabe empfiehlt, bei gleichzeitiger personalisierter Einlassregelung.

Software und mehr Personal für geregelten Ablauf

Der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss stimmte einmütig dafür, finanzielle Mittel in Höhe von rund 1900 Euro pro Jahr für eine geringfügige Beschäftigung im Wertstoffhof einzustellen. Auch die Anschaffung einer entsprechenden Software zur Terminvergabe fand ungeteilte Zustimmung. Aufgrund dieser neuen Regelung wurde die geplante Ausfahrt zunächst zurückgestellt, die hierfür vorgesehenen finanziellen Mittel von 37 000 Euro werden neu eingestellt.

Sehr erfolgreich war bislang das Pilotprojekt „Frei zugängliche Grünablagerung“. Um den Wertstoffhof zu entlasten, wurden befristet zwei Plätze in Ronneburg eingerichtet, an denen die Bürger Gartenabfalle entsorgen konnten. Bürgermeister Hofmann zeigte sich von Disziplin und Einsicht der Ronneburger begeistert. „Das Projekt ist sehr gut gelaufen. Solange es klappt, können wir diesen Service für die Bürger weiter anbieten“, so Hofmann.

Gartenabfälle entsorgen: Ronneburger verhalten sich vorbildlich

Vorbildlich hätten die Ronneburger nur Gartenabfälle abgelagert, weshalb die Gemeinde die Möglichkeit einer frei zugänglichen Entsorgung jetzt auch im Herbst, wenn Laub und Gehölzschnitt in größeren Mengen anfallen, anbietet. Deutlich formulierte Hofmann aber auch, dass die Gemeinde den Service sofort einstellen werde, wenn das Angebot missbraucht würde, um Sperrmüll oder anderer Abfall zu entsorgen.

Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war im Grunde genommen unstrittig: Der Wertstoffhof wird ein elektrisches Tor mit Fernbedienung erhalten, die Mittel dafür werden für das kommende Haushaltsjahr 2021 eingestellt. Kalkuliert werden derzeit etwa 3000 Euro für eine Toranlage zuzüglich neuer Fundamente. Etwa 20 Mal pro Tag, so Bauhofvorarbeiter Alexander Lorenz, würden die Mitarbeiter die Einfahrt passieren. Jedes Mal müsste man derzeit das Tor per Hand abschließen, da ein geöffnetes Tor zu unerwünschten Müllablagerungen führe. Die genaue Ausführung der Toranlage wird weiterhin beraten, da im Ausschuss vorgeschlagen wurde, mit dieser Investition eine Erweiterung der Zufahrt zu prüfen.

Hochregallager könnte Platznot mindern

Am Ende der Sitzung stellte Bauhofvorarbeiter Lorenz die Visualisierung eines Hochregallagers vor. Der Platz auf dem Gelände sei sehr begrenzt, so Lorenz. Im überdachten Regal könnte man Maschinen und Geräte lagern, die nur saisonal zum Einsatz kämen. Der Vorschlag wurde positiv aufgenommen. Die vorläufig dafür geschätzten Investitionen von etwa 30 000 Euro stehen noch unter Vorbehalt.

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