Gemeindevertretung

Einheitliche Tarifzone wird angestrebt: Busfahren soll in Ronneburg billiger werden

Der Gemeindevorstand soll nun mit dem RMV darüber sprechen, ob für die drei Ronneburger Ortsteile eine einheitliche Tarifzone geschaffen werden kann.  
Archivfoto: Axel Häsler
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Der Gemeindevorstand soll nun mit dem RMV darüber sprechen, ob für die drei Ronneburger Ortsteile eine einheitliche Tarifzone geschaffen werden kann.

In der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung brachte nicht nur Bürgermeister Andreas Hofmann (SPD) den Haushaltsentwurf für 2021 ein, sondern verabschiedeten die Gemeindeparlamentarier auch Beschlüsse, welche die Ronneburger Bürger finanziell entlasten. Um die Nutzung der Busse in Ronneburg attraktiver zu machen, schlug die SPD-Fraktion vor, den barrierefreien Ausbau der Haltestellen weiter voranzutreiben. Zudem soll der Gemeindevorstand prüfen, ob in Absprache mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) für Ronneburg eine einheitliche Tarifzone eingeführt werden kann. Alternativ könnten Fahrten nach Länge der Strecke berechnet werden, wie dies bereits in Pilotprojekten erprobt würde.

Ronneburg – Nach dem Vorbild der Gemeinde Rodenbach, die bereits einen innerörtlichen Tarif eingeführt hat, sollte auch in Ronneburg eine Fahrt zwischen den drei Ortsteilen einen Euro für Erwachsene und 80 Cent für Kinder kosten, damit der öffentliche Nahverkehr eine interessante Alternative zum Pkw bieten kann. Für diese subventionierten innerörtlichen Fahrten ist ein finanzieller Aufwand in Höhe von 2500 Euro zu erwarten, der im Haushalt bereitgestellt werden müsste.

Freuen dürfen sich die Einwohner Ronneburgs bereits über eine Senkung der Wassergebühren. Alle Gemeindevertreter stimmten für die Änderung der Wasserversorgungs- und Entwässerungssatzung. Damit sinken zum 1. Januar 2021 die Gebühren für den Wasserbezug auf 1,25 Euro pro Kubikmeter zuzüglich der Mehrwertsteuer von sieben Prozent. Für Schmutz- und Niederschlagswasser beträgt die Gebühr 2021 dann 4,40 Euro pro Kubikmeter Frischwasserverbrauch.

Haushalt weist ein starkes Defizit auf

Wenig erfreulich, aber nicht überraschend, weist der aktuelle Quartalsbericht zum Haushaltsjahr 2020 ein Defizit von etwa 490 000 Euro auf, das mit den Überschüssen aus 2019 verrechnet werden kann. Es bleibt rechnerisch zurzeit ein Minus von etwa 145 000 Euro.

Bürgermeister Hofmann will dennoch an einer „schwarzen Null“ für 2020 festhalten. „Weiterhin wer-den Maßnahmen, die mit Ausgaben verbunden sind, von 2020 auf 2021 verschoben, um das Defizit zu reduzieren“, erklärte Hofmann.

Nicht verschoben werden kann hingegen der Erwerb eines Switch. Das bestehende zentrale Kopplungselement im Netzwerk der Gemeinde ist defekt. Die außerplanmäßigen Kosten von etwa 9000 Euro, denen die Gemeindevertreter zugestimmt haben, werden anteilsmäßig von der Kommune und dem neuen Ordnungsbezirk „Ronneburger Hügelland“ getragen, dessen EDV-Systeme über diesen Switch laufen.

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