In Ronneburg bleibt alles beim Alten

SPD verteidigt ihre absolute Mehrheit souverän

Ronneburgs Bürgermeister Andreas Hofmann kann sich weiterhin auf die absolute Mehrheit seiner SPD stützen.
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Ronneburgs Bürgermeister Andreas Hofmann kann sich weiterhin auf die absolute Mehrheit seiner SPD stützen.

Obwohl mit der FDP eine dritte Partei zur Neuwahl des Gemeindeparlaments antrat, hat die SPD ihre absolute Mehrheit souverän verteidigt. Zwar lagen die Sozialdemokraten nach der Auszählung aller Stimmzettel um einiges unter dem Trendergebnis von Sonntagabend, doch mit 57,3 Prozent erzielten sie dennoch ein hervorragendes Resultat.

Ronneburg – Das sah auch Bürgermeister und Spitzenkandidat Andreas Hofmann so. „Ich bedanke mich bei den Ronneburgerinnen und Ronneburgern für das Vertrauen in unser Team und das tolle Ergebnis“, erklärte der Sozialdemokrat. Zugleich bedankte er sich auch bei „unseren politischen Mitbewerbern CDU und FDP für den fairen Wahlkampf. Wahlkampf unter Corona-Bedingungen war etwas anderes und eine Herausforderung, da der uns so wichtige direkte Bürgerkontakt fehlte. Wir haben das Beste mit Online-Formaten, digitaler Öffentlichkeitsarbeit und Flyern aus der Situation gemacht.“

In Ronneburg wird vieles gemeinsam entschieden

Ähnlich äußerte sich die CDU-Spitzenkandidatin Helga Schmidt, deren Partei zwar 3,5 Prozent einbüßte, aber ihre sechs Mandate halten konnte. „Das freut mich, dass wir trotz des Antretens der FDP keine Sitze verloren haben. Für uns stehen in der Gemeindepolitik Ronneburg und unsere Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. Da stimmen wir auch für Anträge der SPD, wenn sie uns sinnvoll erscheinen. So haben wir den Haushalt für 2021 zuletzt mitgetragen“, bestätigte Schmidt den respektvollen Umgang zwischen den politischen Parteien in Ronneburg.

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Wahl zur Gemeindevertretung Ronneburg am 14.3.2021:
SPD 57,3 % - 10 Sitze
CDU 34,3 % - 6 Sitze
FDP 8,4 % - 1 Sitz
Wahlbeteiligung 56,8 %

„Wir möchten die Verantwortung mit dem tollen Wahlergebnis gerne annehmen und bieten – wie auch in den vergangenen Jahrzehnten – unseren politischen Mitbewerbern gerne unsere Zusammenarbeit und Gesprächsbereitschaft an“, erklärte derweil Andreas Hofmann. Ronneburgs Stärke sei die „sachorientierte Beratung im Sinne für unsere Gemeinde und Bürgerschaft“. Entsprechend möchte die SPD ihre Mitbewerber und die Bürgerschaft „stets einbinden und nach Lösungen mit großer, wenn nicht einstimmiger Mehrheit suchen“.

Scharfenorth zufrieden mit dem FDP-Ergebnis

Die FDP kam aus dem Stand auf 8,4 Prozent und wird mit Jürgen Scharfenorth in die neue Gemeindevertretung einziehen. Er war während der vergangenen Legislaturperiode aus der CDU ausgetreten und hatte sich den Liberalen angeschlossen. Im Gespräch mit dem HA zeigte sich Scharfenorth zufrieden über das Ergebnis, bedauerte es nur, dass es nicht ganz zum zweiten Mandat gereicht hat. „Wir werden aber alles dafür tun, mit unserer Politik in den kommenden fünf Jahren die Ronneburger zu überzeugen, damit wir dann 2026 einen zweiten Sitz erreichen werden“, so der FDP-Spitzenkandidat.

Positiv bewertete derweil Andreas Hofmann den Aspekt, dass die Wahlbeteiligung trotz der Pandemie nur um 1,9 auf 56,8 Prozent zurückgegangen ist. Damit stehe Ronneburg vergleichsweise gut da.

Von Lars-Erik Gerth

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