Weniger Müll

Schöneck:Neuer Flyer ruft dazu auf, Wiesen und Felder sauber zu halten

Eine Maske im Blätterhäufen: In Corona-Zeiten lande mehr Abfall in der Natur. Das soll sich ändern.
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Eine Maske im Blätterhäufen: In Corona-Zeiten lande mehr Abfall in der Natur. Das soll sich ändern.

Im September fand ein Treffen des Arbeitskreises Schöneck Rundwege mit dem Ortslandwirt und den Jagdpächtern statt. Es wurde eine intensivere Zusammenarbeit vereinbart. Durch Veranstaltungen, Pressemitteilungen und einen Flyer soll die Bevölkerung informiert und auf die richtige Verhaltensweise hingewiesen werden.

Schöneck - In dem Flyer heißt es: „Helfen Sie mit, Wiesen und Felder von Abfall und Hundekot freizuhalten und dadurch eine hochwertige, regionale Lebensmittelproduktion sicherzustellen.“ Jeder habe ein Recht auf Erholung in der freien Natur, aber ebenso die Pflicht, Natur und Landschaft pfleglich zu behandeln. Oft komme es dabei zu Missverständnissen zwischen Hundebesitzern, Spaziergängern und Landwirten.

Verhaltensregeln sollen zu entspanntem Miteinander führen

Die Beachtung einfacher Verhaltensregeln könne das entspannte Miteinander auf Feld und Flur erleichtern. Die Erholungssuchenden werden gebeten: Hunde anzuleinen, Hundekot aufzusammeln, auf den Wegen bleiben, keine Wiesenflächen oder sonstige landwirtschaftlichen Flächen niederzutrampeln, Abfälle wieder mitzunehmen und Traktoren ein zügiges Vorbeifahren zu ermöglichen, damit die Arbeiten auf den Feldern und Wiesen nicht behindert werden.

Der Flyer erklärt unter anderem, warum Hundekot auf landwirtschaftlich genutztem Grünland und Äcker ein Problem darstellt.: „Die heimischen Wiesen dienen als Futtergrundlage. Die Verunreinigung des Futters mit Hundekot ist eine große Gefahr für die Gesundheit der Tiere insbesondere für trächtige Rinder. Der Hund ist bisher der einzig bekannte Träger eines einzelligen Parasiten. Sollte der Hund mit dem Parasiten infiziert sein, scheidet er bis zu drei Wochen lang den Kot mit den Parasiteneiern aus und diese können Monate im Futter überleben. Nehmen schwangere Rinder diesen Parasiten auf, befällt er den Fötus oder die Fruchthülle und es kommt zu Totgeburten oder lebensschwachen Kälbern.“

Freilaufende Hunde können Wildtiere verjagen

Viele Wildtiere wie Feldhase, Rehe und auch Vögel, zum Beispiel der Fasan oder die Feldlerche, versteckten sich und ihre Jungtiere in den Wiesen oder im Gehölz. Durch stöbernde Hunde und Menschen, welche querfeldein laufen, würden sie gestört.

Die Verfasser des Flyers appellieren an alle Hundehalter und Spaziergänger: „Bitte helfen Sie mit, Belästigungen und Gefährdungen in Feld, Wald und Wiese zu vermeiden. Bitte bleiben Sie – auch mit Ihrem Hund – auf den Wegen und gehen Sie nicht querfeldein. Insbesondere im Frühjahr und im Frühsommer, wenn fast alle Wildtiere ihren Nachwuchs bekommen, können Sie durch Einhalten dieser einfachen Regel aktiv zum Natur- und Tierschutz beitragen.“  fmi

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