Abschluss bis Ende des Jahres

Auftakt für Zukunftswerkstatt: Schönecker diskutieren über Ziele und Maßnahmen

Kick-Off-Veranstaltung für die Zukunftswerkstatt: 24 Bürger waren der Einladung ins Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden gefolgt.
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Kick-Off-Veranstaltung für die Zukunftswerkstatt: 24 Bürger waren der Einladung ins Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden gefolgt.

Die ersten Ziele für die Zukunft Schönecks sind gesammelt, drei Arbeitsgruppen für die Feinarbeit gebildet, nun kann es losgehen, freute sich nicht nur die Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) bei der Startveranstaltung.

Schöneck – Nach einer langen corona-bedingten Zwangspause – viele der Interessierten, die die ersten Schritte seit 2017 verfolgten, hatten schon vermutet, dass das Projekt ganz zum Erliegen gekommen sei – war es am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus Oberdorfelden soweit, die drei inzwischen gebildeten Arbeitsgruppen stellten in groben Zügen ihre Ziele vor. „An mehr als 30 Montagen in über 300 Stunden haben die Gruppen zusammengesessen und sich Gedanken über die Zukunft Schönecks gemacht“, lobte Rück das schier unermüdliche Engagement der zunächst 14-köpfigen Arbeitsgruppe. Es wurden erste Leitlinien formuliert, eine Bürgerbefragung gestartet, an der sich mehr als 1000 Bürger beteiligten (wir berichteten), diese sorgfältig ausgewertet und viele der ersten Ziele daraufhin wieder überarbeitet.

„Jetzt müssen die Bürger an den Tisch“

„Jetzt müssen noch einmal die Bürger mit an den Tisch und am Feinschliff mitwirken“, fordert die Bürgermeisterin die an diesem Abend erschienenen Schönecker zur Mitarbeit auf. „Denn von der Seitenlinie meckern kann jeder. Tatsächlich etwas bewirken aber kann nur derjenige, der auf das Spielfeld aufläuft, aktiv mitgestaltet und der Gemeinde dadurch eine eigene Note verleiht“, unterstrich auch Arthur Unkrich, einer derjenigen, die vom ersten Tag bei der Initiative dabei waren und sie seither auch unermüdlich weitertreiben.

Nach dem symbolischen Startschuss durch die Bürgermeisterin fassten dann die beiden Berater und Begleiter der Schönecker Zukunftswerkstatt, Tatiana und Wolfgang Koch, die bisher gesammelten Fakten zusammen. Danach wohnen die meisten Schönecker (53 Prozent) gerne in ihrer Gemeinde, Alteingesessene etwas lieber als Zugezogene. Dennoch seien die Rahmenbedingungen nicht für alle optimal. Vor allem Senioren und Unternehmer beurteilen diese seltener positiv.

Mehrheit schätzt den dörflichen Charme

Ein wichtiger Aspekt, um aktive Lebensgemeinschaft in Schöneck erlebbarer zu machen, seien altersgerechte Freizeitangebote. Trotzdem findet nur gut jeder Dritte ein passendes Freizeitangebot in Schöneck. Bei der Jugend vermisst dies sogar die Hälfte. Trotz oder wegen des nahen großstädtischen Umfelds schätzt die Mehrheit den dörflichen Charme von Schöneck, die Jüngeren sogar noch stärker.

„Um den momentanen Zustand zu verändern und zu verbessern, bedarf es Veränderungen“, so die Unternehmensberaterin Koch. Dabei sei darauf zu achten, dass die Ziele, wo die Gemeinde in zehn oder 20 Jahren steht, nicht nur für eine Alters- oder Berufsgruppe attraktiv und erstrebenswert sind, sondern sie müssen für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv sein. Die Ziele selber oder auch der Weg zu ihnen müssen dabei nicht immer viel Geld erfordern. Möglich seien auch kleine Aktionen, die mit Handanlegen selber erledigt werden können, wie beispielsweise die Pflege der Vorgärten oder der Straßenbäume, um das Straßenbild zu verbessern.

Anmeldungen noch möglich

Nach einer kurzen Einführung in die drei Arbeitsgruppen „Moderner Arbeitsstandort“, „Arbeitsnahe Wohnwelt“ und „Regionaler Geheimtipp für Naherholung und Kultur“ durch die jeweiligen Paten der Arbeitsgruppen sind nun die Bürger gefragt. Sie sollen sich mit den in den jeweiligen Arbeitsgruppen zusammengestellten Zielen befassen, sie bestätigen oder ergänzen oder möglicherweise auch ganz verwerfen.

Drei bis vier Sitzungen sind dafür vorgesehen und teilnehmen kann auch weiterhin jeder Schönecker Bürger. Anschließend sollen die Ergebnisse zusammengefasst und noch dieses Jahr dem Gemeindeparlament zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden. Das ist schon aus dem Grund notwendig, weil viele der Ziele Geld kosten, das die Gemeinde zur Verfügung stellen muss. „Wenn nicht noch einmal eine Pandemie dazwischen kommt, dann sollte das alles noch in diesem Jahr möglich sein“, so lautete die einhellige Meinung der Teilnehmer. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an die Adresse sekretariat@schoeneck.de. (Jürgen W. Niehoff)

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