Sicherheitsprogramm

Bürger sollen sich sicherer fühlen: Schöneck wird Kompass-Kommune

Jürgen Fehler, der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, überreichte gestern das KOMPASS-Starterkit an Bürgermeisterin Cornelia Rück.
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Jürgen Fehler, der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, überreichte gestern das KOMPASS-Starterkit an Bürgermeisterin Cornelia Rück.

Als 84. Kommune in Hessen, 15. im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen und zehnte im Main-Kinzig-Kreis ist die Gemeinde Schöneck in das Programm „KOMPASS“ (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) des Hessischen Innenministeriums aufgenommen worden.

Schöneck - Im Bürgertreff Kilianstädten überreichte der Leiter der Polizeidirektion Main-Kinzig, Jürgen Fehler, das Starter-Kit an Bürgermeisterin Cornelia Rück.

Die Rathauschefin betonte in ihrer Begrüßung, die Zusammenarbeit der Verwaltung mit der für Schöneck zuständigen Polizeistation Maintal klappe „seit vielen Jahren sehr gut“. In der Gemeinde existierten nicht nur die Kinderkommissar Leon-Sicherheitsinseln, auch in Sachen Aufklärung für Senioren über verschiedene Betrugsmaschen nehme man das Beratungsangebot der Polizei dankend an.

„Prävention ist eine wichtige Sache“

„Prävention ist eine wichtige Sache und deshalb ist der politische Beschluss, dem Programm KOMPASS beizutreten, auch richtig und wichtig gewesen. FDP und CDU haben bei den Beratungen zum Haushalt 2020/2021 einen entsprechenden Antrag gestellt, der im Februar dieses Jahres verabschiedet worden ist. Bereits 2018 habe ich mit dem Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnungswesen, Mathias Laufer, eine Auftaktveranstaltung besucht, wo das KOMPASS-Programm vorgestellt wurde und haben uns seither mit dem Thema beschäftigt“, betonte Rück.

Oft klaffe zwischen der tatsächlichen Anzahl an Vergehen oder Verbrechen und dem Sicherheitsempfinden der Bürger eine Lücke, trotzdem sei gerade die Zusammenarbeit vieler Akteure vor Ort und der Polizei extrem wichtig, um das Gefühl, in einem sicheren Umfeld zu leben, zu verbessern, stellte die Rathauschefin fest.

„Die beiden Einbrüche in die Apotheke und die Arztpraxis im neuen kleinen Fachmarktzentrum in Kilianstädten zeigen, dass wir noch Luft nach oben haben“, betonte die Bürgermeisterin. Präventionsarbeit spiele dabei eine wesentliche Rolle. Gemeindeverwaltung, Polizei und weitere Akteure würden in einem regen Austausch miteinander stehen. „Ich bin mir sicher, dass KOMPASS einen positiven Beitrag für das allgemeine Sicherheitsgefühl und die Lebensqualität vor Ort leisten wird“, ist die Rathauschefin überzeugt.

Kriminalstatistik: Schöneck weit unter dem Durchschnitt

„Mit 285 Fällen – vor allem Diebstahl und Vermögensvergehen und wenigen Gewaltdelikten – liegt Schöneck weit unter dem Durchschnitt im Main-Kinzig-Kreis“, betonte Polizeidirektor Jürgen Fehler. Die Sicherheitsinitiative KOMPASS sei ein Angebot des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport an Städte und Gemeinden und ziele auf eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und noch engere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune ab.

Fehler hob hervor: „Mit KOMPASS wollen wir neben den kriminalpräventiven Maßnahmen aber auch die Verkehrssicherheitsprävention vertiefen und insbesondere eine intensive Bürgerbeteiligung erreichen. Unser Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern einen größtmöglichen Schutz zu bieten“, betonte er. Erster Schritt sei nach der Auftaktveranstaltung die Terminierung einer Sicherheitskonferenz, um die weiteren Schritte und Maßnahmen zu besprechen.

Dazu gehöre auch eine Bürgerbefragung, die „zeitnah erfolgen soll“, so der Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnungswesen, Mathias Laufer, der zudem hinzufügte, dass bei der Umsetzung der Ziele von KOMPASS die Gemeinde eine federführende Rolle einnehmen müsse.

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