Corona-Pandemie

Bürgertreff Niederdorfelden und Nidderhalle Oberdorfelden stehen ab dem 29. März als gemeinsames Schnelltest-Zentrum zur Verfügung

Schnelltests sind ab 29. März auch in Niederdorfelden und Oberdorfelden möglich.
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Schnelltests sind ab 29. März auch in Niederdorfelden und Oberdorfelden möglich.

Die Zahl der an Corona Erkrankten steigt und steigt. Höchste Vorsicht ist geboten. Das sehen auch die Bürgermeister von Schöneck und Niederdorfelden, Conny Rück und Klaus Büttner (beide SPD) so. Deshalb haben die beiden Rathauschefs beschlossen, schnellstmöglich ein Testzentrum einzurichten.

Niederdorfelden/Schöneck –Seit 9. März haben alle Bundesbürger Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Wichtig dabei ist jedoch zu wissen, dass Schnelltests und Selbsttests keine absolute Sicherheit geben können. Deshalb müssen Personen, die positiv getestet wurden, das Ergebnis anschließend durch Fachpersonal mit einem etwas aufwendigeren PCR-Test im Labor überprüfen lassen.

Nachdem die Bürgermeister sich grundsätzlich geeinigt hatten, ein gemeinsames Testzentrum zu eröffnen, ging es nur noch um die Räumlichkeiten und darum, wer die Tests durchführen soll. „Es hängt von der Verantwortung eines jeden Einzelnen ab, wie schnell wir wieder zu einem normalen Leben zurückkehren können“, erklärten beide am Mittwochmorgen im Niederdorfelder Rathaus. „Die Bürgertestungen sind der erste Weg, um dauerhaft wieder zu mehr Öffnungen und Freiheiten zu gelangen, um hoffentlich bald wieder zur Normalität zurückzukehren.“

Ein Zentrum - zwei Standorte

Und da man dem Bürger keine langen Wege zumuten will, „schließlich sollen alle von dem Angebot Gebrauch machen“, so Rück, einigte man sich auf zwei Standorte. Von 7.30 bis 11.30 Uhr von montags bis donnerstags, freitags von 7.30 bis 18 Uhr und samstags und sonntags von 7.30 bis 11.30 Uhr soll die Testung in Niederdorfelden im Bürgertreff stattfinden. An den Nachmittagen – von Montag bis Freitag, jeweils von 12 bis 18 Uhr – sollen die Tests in der Nidderhalle in Oberdorfelden stattfinden.

Losgehen soll es am 29. März. Für beide Standorte sind Anmeldungen über die jeweiligen Rathäuser erwünscht, aber keine Voraussetzung. Wer sich spontan ohne vorherige Anmeldung zu einem Test entscheidet und zu einem der beiden Testzentren geht, muss dann lediglich mit einer etwas längeren Wartezeit rechnen. Personalausweis und/oder Versichertenkarte sind in jedem Fall aber mitzubringen.

Prinzipiell hat jede Bürgerin und jeder Bürger Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche. Erfahrungen mit kostenlosen Tests in Dänemark, Österreich und Bayern zeigen aber, dass nur ein Bruchteil der Bevölkerung von diesem Angebot Gebrauch macht. Weil die Tests den Staat aber Geld kosten, sind die Testzentren an ein zentrales Dokumentationssystem angeschlossen. Nach einem Schnelltest bekommt der Getestete ein Zeugnis, auf dem unter anderem angegeben wird, wer, bei wem, wann und mit welchem Ergebnis getestet wurde. Ähnliche Zeugnisse halten auch Apotheken und Arztpraxen vor, die gegebenenfalls derartige Tests auch durchführen. Fällt ein Test positiv aus – ist der Betreffende also mit einem Coronavirus infiziert – wird zur Sicherheit sofort ein kostenloser PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt.

Ergebnis in 15 Minuten

PCR-Tests ohne positiven Schnelltest oder Symptome sind hingegen kostenpflichtig und werden direkt mit dem Getesteten abgerechnet. Die Kosten liegen dafür bei rund 89 Euro. Ebenso kostenpflichtig für den Einzelnen sind PCR-Tests, die für Urlaubsreisen benötigt werden.

Doch wie funktioniert nun ein Schnelltest? Mit einem Mund-Nasenabstrich wird eine Probe aus dem Rachenraum und/oder aus dem vorderen Nasalbereich entnommen. Das Stäbchen, mit dem getestet wurde, wird anschließend in eine spezielle Lösung gegeben. Das Ergebnis erhält man etwa 15 Minuten später.

(Jürgen W. Niehoff )

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