Niddergemeinde komme als Standort in Frage

CDU Schöneck fordert neues Gymnasium für den Westkreis

Blick  auf ein Schulpult
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Die CDU Schöneck fordert ein neues Gymnasium.

Nachdem die politischen Entscheidungsträger der Stadt Hanau angekündigt hatten, ab dem Schuljahr 2024/2025 die Kooperation mit dem Main-Kinzig-Kreis hinsichtlich der garantierten Beschulung von Kindern und Jugendlichen aus dem Hanauer Umland zu beenden, hat nun die Diskussion über Alternativen begonnen.

Schöneck - Wenn es nach dem Willen der Schönecker Christdemokraten geht, muss ein zusätzliches Gymnasium im Westkreis errichtet werden. Ähnliche Forderungen wurden in den vergangenen Tagen bereits aus Bruchköbel erhoben (unsere Zeitung berichtete).

„Nicht erst durch den Entwurf des neuen Schulentwicklungsplans wissen wir, dass es im Westen des Main-Kinzig-Kreises an einem Gymnasium mangelt“, meint der Fraktionsvorsitzende der CDU Schöneck, Markus Jung, der im kommenden Jahr auch wieder für den Kreistag kandidiert. Die durch die Stadt Hanau aufgekündigte Kooperationsvereinbarung führe nun dazu, dass der Main-Kinzig-Kreis über ein alternatives Angebot nachdenken müsse.

„Uns ist es wichtig, dass der Main-Kinzig-Kreis nun in ein ergebnisoffenes Verfahren für einen geeigneten Schulstandort einsteigt“, ergänzt der Vorsitzende der CDU Schöneck, Andreas Zeller. Dabei solle auch die Gemeinde Schöneck als potentieller Schulstandort in die Prüfung miteinbezogen werden.

Markus Jung

„Gerne erinnern wir daran, dass das Hessische Kultusministerium vor rund 20 Jahren bereits eine weiterführende Schule für Schöneck genehmigt hatte, die aufgrund einer Entscheidung des Schulträgers nicht realisiert wurde“, so Zeller weiter. Da nun klar sei, dass der Kreis erhebliche Investitionen in die Hand nehmen müsse, wolle man auch Schöneck als potentiellen Schulstandort in Erinnerung rufen.

„Wir benötigen einen Schulstandort, von dem der gesamte Westkreis profitiert. Dabei müssen die Auswirkungen auf andere Schulen genauso berücksichtigt werden, wie die Investitionskosten oder die absehbare Entwicklung der Schülerzahlen unter Berücksichtigung künftiger Baugebiete“, fordert Zeller weiter. Er erhoffe sich daher vom Kreis, dass mögliche Standorte für ein Gymnasium zeitnah ermittelt und miteinander verglichen werden.

Die beteiligten Städte und Gemeinden müsse eine gemeinsame Forderung einen: „Der schwarze Fleck auf der bildungspolitischen Landkarte im Main-Kinzig-Kreis muss beseitigt werden!“, so Zeller und Jung in ihrer Presseerklärung.  fmi

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