Rundgang des Ortsbeirats

Grünflächen in Kilianstädten sollen attraktiver werden

Leblos und wenig einladend finden die Mitglieder des Ortsbeirats Kilianstädten die Grünflächen am Durchgang zur Eugen-Kaiser-Straße.
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Leblos und wenig einladend finden die Mitglieder des Ortsbeirats Kilianstädten die Grünflächen am Durchgang zur Eugen-Kaiser-Straße.

Gepflegte Grünflächen können oftmals zu einem echten Schmuckstück für den Ortsteil werden. Ungepflegte Areale dagegen zu einem Ärgernis. Wie können wir unseren Ortsteil noch schöner machen? Das war das Motto, unter dem sich die Mitglieder des Ortsbeirats Kilianstädten am vergangenen Freitag zu einem Rundgang durch ihren Ortsteil trafen.

Schöneck – Über acht größere und kleinere Grünflächen verfügt Kilianstädten. „An vielen muss dringend Hand angelegt werden. So sind sie jedenfalls kein Aushängeschild für unseren Ortsteil“, weist Ortsvorsteher Thorsten Weitzel (CDU) zu Beginn des kleinen Spaziergangs durch Kilianstädten noch einmal auf den Grund der Ortsbegehung hin.

Verschönerung für Fläche gegenüber der Feuerwache

Gleich die erste Station, die Grünfläche an der Frankfurter Straße direkt gegenüber der Feuerwehrwache, lädt nach Ansicht aller Ortsbeiräte nicht gerade zum Verweilen ein. Der Rasen ist zwar frisch gemäht, der junge Baum erst kürzlich gewässert, doch außer einer Bank steht nichts auf der Grünfläche. „Dabei ist eine Verschönerung doch so einfach. Einen Tisch vor die Bank, daneben einen Abfallkorb und irgendein Spielgerät für Kleinkinder – und schon sieht es hier gleich ganz anders aus“, schlägt beispielsweise Stefan Haas (SPD) vor.

Es gibt auch noch andere Anregungen, wie beispielsweise das Aufstellen einer Stehle mit dem Ortswappen von Kilianstädten oder ein kurzer historischer Überblick über die Geschichte des Orts. „Das ist hier der Ortseingang und damit die Visitenkarte unseres Ortes. Die Fläche ist zwar gepflegt, aber sie hinterlässt keinen bleibenden Eindruck bei den Leuten, die zum ersten Mal in unseren Ort fahren“, betont der Ortsvorsteher.

Die Mauer, die die Grünfläche von einem Gewerbegebiet dahinter abtrennt, könne mit ein wenig Farbe deutlich aufgehübscht werden. Momentan werde der Platz jedenfalls hauptsächlich als Hundewiese genutzt.

Blühstreifen statt „Partymeile“

Auch bei der zweiten Station, einem schmalen Grünstreifen entlang eines Fußweges, der die Frankfurter Straße mit der Eugen-Kaiser-Straße verbindet, sind sich die Ortsbeiratsmitglieder schnell einig. „Die Grünflächen sind zwar gemäht und sauber, aber sie wirken leblos und wenig einladend“. Früher soll es einmal Sitzbänke entlang des Weges gegeben haben, aber da haben damals die Anwohner protestiert, weil dort im Sommer Jugendliche ihre Partys gefeiert haben. „Eine Alternative könnten aber Blühstreifen sein. Das ist nicht nur etwas für die Insektenwelt, sondern sieht hübsch aus und die Gemeinde erhält dafür sogar noch Fördermittel“, schlägt Sigrid Wilhelm (CDU) vor.

Der dritte Haltepunkt für die Ortsbeiratsmitglieder ist eine kleine Ecke am Kreuzbergring. Während die eine Seite vom Weg einen liebevoll gepflegten Eindruck macht, sieht die andere Seite geradezu verwahrlost aus. Unkraut wuchert neben den Bänken und die Treppenstufen machen keinen stabilen Eindruck. Gleich zu Beginn der Diskussion über diese Grünfläche werden aber Zweifel laut, ob dieses Areal überhaupt der Gemeinde gehört. Das soll bis zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates am 29. Juni geklärt werden. Dann wollen die Mitglieder über Verschönerungsmaßnahmen für die einzelnen Grünflächen sprechen.

Die letzte Station an diesem Abend ist die Grünfläche Wachenbucher Straße/ Ecke Richard-Wagner-Straße.

Auch in diesem Fall würde eine einfache Sitzgruppe direkt neben dem Steinbach und/ oder ein einfaches Spielgerät für Kinder die Grünfläche nicht nur verschönern, sondern für wenig Geld auch Leben auf das Areal bringen.

(Jürgen W. Niehoff)

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