Drei Wochen alt

Kleiner Star mit langen Ohren: Eselfohlen Frieda ist die neue Attraktion

Steht noch etwas wacklig auf den Beinen: das Eselfohlen Frieda auf dem Brunnenhof der Familie Beck.
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Steht noch etwas wacklig auf den Beinen: das Eselfohlen Frieda auf dem Brunnenhof der Familie Beck.

Oberdorfelden hat eine neue Attraktion: Sie heißt Frieda, hat lange Ohren, ein kuschliges Fell und ist erst drei Wochen alt. Das Eselfohlen auf dem Brunnenhof von Familie Beck zieht aktuell alle Blicke auf sich. „Frieda ist ein beliebtes Fotomotiv für die Spaziergänger. Und gestern war eine ganze Kindergartengruppe hier, um sie zu bestaunen“, erzählen Helga und Dieter Beck.

Schöneck - Seit mehr als zehn Jahren halten die Eheleute Esel auf ihrem Hof – als einzige im Ort. „Wir wollten damals unserer Enkelin Antonia eine Freude machen“, erzählt Dieter Beck. So erwarb er die erst zwei Jahre alte Eselstute Maja.

„Unsere Enkeltochter war damals erst ein Jahr älter als Maja und ganz begeistert“, erinnert sich Helga Beck. Die Stute teilte sich Stall und Gelände mit Schafen und Ziegen. Die gibt es heute nicht mehr, aber dafür zwei neue Mitbewohner. Heute leben auch Eselhengst Max und Eselstute Lucy auf dem Brunnenhof. Die beiden sind die Eltern von Frieda.

Eselmutter Lucy ist eine kleine Berühmtheit in Oberdorfelden

Mutter Lucy ist im Ort bereits eine kleine Berühmtheit. Beim großen Festumzug zur 1250-Jahr-Feier von Nieder- und Oberdorfelden vor zwei Jahren hat sie teilgenommen. Sie zog in der Gruppe des Bauernverbands eine Kutsche durch Oberdorfelden. „Nur in der Nähe der Blaskapelle ist sie unruhig geworden“, berichtet Beck. Zum Weihnachtsmarkt hat Lucy auch schon den Nikolaus chauffiert.

Das kleine Eselchen liebt Kuscheleinheiten mit Besitzer Dieter Beck.

Dieter Beck hat mit den Eseln auch Kutsche und Geschirr angeschafft. Auch Maja wurde das Geschirr umgebunden. Doch sie weigerte sich, über die Bahngleise in den Ort zu laufen. Vor dem großen Auftritt mit Lucy beim Festumzug standen einige Trainingsfahrten an. „Heute fahre ich aber nur noch selten mit der Kutsche“, sagt der 75-Jährige.

Geburt des Eselfohlens eine große Überraschung

Vor drei Jahren hat er Max angeschafft in der Hoffnung auf Nachwuchs. „Im August habe ich dann das erste Mal gedacht, dass Lucy schwanger sein könnte“, berichtet Beck. Esel haben – ähnlich wie Pferde – eine lange Tragezeit. Etwa zwölf Monate dauert eine Schwangerschaft bei den Maultieren. Mit 20 Jahren hat Lucy auch schon ein stattliches Alter erreicht. Die Lebenserwartung bei Eseln liegt bei rund 35 Jahren.

Zwei Wochen habe er kaum geschlafen, weil er bei der Geburt dabei sein wollte, berichtet Beck. Ein Bluttest beim Tierarzt sollte schließlich Aufschluss geben. Doch der fiel negativ aus. „Da habe ich an eine Scheinschwangerschaft geglaubt“, sagt Dieter Beck. Doch kurze Zeit später folgt die Überraschung: Eines Morgens steht das kleine Fohlen im Stall. „Pudelnass, aber kerngesund“, berichtet Beck glücklich. Auch der Tierarzt staunt nicht schlecht, als er die kleine Frieda zu Gesicht bekommt. Wer hätte das gedacht?

Eselfohlen Frieda ist neugierig und liebe Streicheleinheiten

Frieda ist sehr zutraulich und neugierig. Jeder Fremde, der den Stall betritt, wird beschnuppert und angestupst. Mama Lucy lässt es zu, dass ihr Fohlen gestreichelt wird. Nur wenn Max oder Maja der Kleinen zu nah kommen, wird sie zickig und tritt aus. Dieter Beck ist begeistert von der Neugier des Eselfohlens. „Sie wäre letztens fast auf mich draufgehüpft“, erzählt er. Mehrmals am Tag schaut er nach der Kleinen.

Einfach nur süß: Eselfohlen Frieda ist drei Wochen alt.

Frieda muss auch schon fleißig mit ihm üben: Brav lässt sie sich alle Beinchen nach hinten biegen. „Die Hufpflege ist bei Eseln wichtig“, erklärt Beck. Ansonsten seien die Tiere in der Haltung recht einfach. „Zweimal am Tag werfe ich einen Ballen Stroh rein, mehr brauchen sie eigentlich nicht.“ Auch die kleine Frieda kaut schon an den Halmen. Das ist aber mehr ihr Spieltrieb. Für sie gibt es natürlich noch die gute Muttermilch.

Frieda ist die Attraktion für die Enkelkinder

Schwer begeistert von dem Eselfohlen sind auch die Urenkel Viktoria (2) und Vincent (1). Wenn sie zu Besuch kommen, wollen sie natürlich als erstes das kleine Eselchen sehen. Viktoria möchte Frieda immer streicheln. „Kille, kille machen“, sagt sie zum Uropa. Frieda lässt sich das gerne gefallen.

Die Entscheidung, ob das Fohlen dauerhaft auf dem Hof bleiben darf oder eines Tages verkauft wird, schieben Helga und Dieter Beck wohl noch ganz weit nach hinten.

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