Drei Arbeitsgruppen geplant

Jetzt sind die Bürger dran: In der Zukunftswerkstatt Schöneck werden Ideen gesammelt

Windräder im Sonnenuntergang: Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Naherholung.
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Windräder im Sonnenuntergang: Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Naherholung.

Wie können wir Schöneck als Gewerbestandort stärken? Wie können wir Wohnen attraktiver gestalten? Wie können wir das Angebot naturverbundener Erholungsmöglichkeiten fördern? Das sind nur drei Fragen, die in der Zukunftswerkstatt Schöneck ab Dezember diskutiert werden sollen.

Schöneck - Nachdem Politik und Verwaltung an den Leitfragen gefeilt haben, sind nun die Bürger am Zug. Sie können sich in drei Arbeitsgruppen mit ihren Ideen einbringen.

Bis zu diesem Punkt ist bereits viel Vorarbeit geleistet worden. „Mehr als 300 Stunden haben ehrenamtliche Kommunalpolitiker und Verwaltungsmitarbeiter allein in die Vorbereitung der Bürgerbefragung gesteckt, die wir vor einem Jahr durchgeführt haben“, berichtet Bürgermeisterin Conny Rück beim Pressetermin. Die Ergebnisse der Umfrage sind vor einem Jahr präsentiert worden.

Beinahe jeder zehnte Schönecker hat teilgenommen, mehr als 300 sogar eigene Bemerkungen angefügt. Die Ergebnisse bildeten das Gerüst für die weitere Planung. Anhand der Rückmeldungen hat der Arbeitskreis Zukunftswerkstatt einen Fragenkatalog erarbeitet, an dem sich künftige Maßnahmen orientieren sollen. „Parteipolitik hat dabei keine Rolle gespielt. Wir haben sehr sachlich diskutiert“, erklärt Mitglied Arthur Unkrich (FWG) erfreut.

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Nun geht es in die nächste Phase. Mit den Bürgern soll über konkrete Umsetzungen diskutiert werden. „Wunschkonzerte kann es natürlich nicht geben, aber es muss ja nicht jede Idee viel Geld kosten“, sagt Rück. Als Beispiel nennt sie den Vorschlag der Bürger, in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt auf dem Festplatz in Büdesheim stattfinden zu lassen. Dort gibt es viel Platz. Perfekt in Pandemie-Zeiten. Zwar habe man sich aufgrund der steigenden Corona-Zahlen wie in vielen anderen Kommunen auch dagegen entschieden, doch die Idee sei gut gewesen.

Bürger können ihr Interesse für die Arbeitsgruppen „Regionaler Geheimtipp für Naherholung und Kultur“, „Arbeitsnahe Wohnwelt“ und „Moderner Arbeitsstandort“ bekunden. An drei bis vier Terminen soll in einer Runde von sieben bis zehn Personen gemeinsam überlegt werden, wie sich das Leben in der Gemeinde noch verbessern lässt.

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Moderiert werden die Gruppen von je zwei Vertretern aus der Politik. Fachleute aus der Verwaltung sollen ebenfalls mit am Tisch sitzen, um mit ihrer Expertise beratend zur Seite zu stehen. Bis Ende Februar werden die vorgeschlagenen Maßnahmen gesammelt. Die Ergebnisse müssen dann wiederum zusammenfließen und falls notwendig, in Beschlussvorlagen für das Gemeindeparlament gepackt werden. Rück erläutert: „Über die Aufstellung einer weiteren Parkbank auf der Hohen Straße können wir im Rathaus zum Beispiel selbst entscheiden. Der Bau einer neuen Umgehungsstraße müsste natürlich von den Gemeindevertretern abgesegnet werden.“

Trotz des aktuell hohen Infektionsgeschehens ist die Bürgermeisterin optimistisch, dass sich viele Bürger für eine Mitarbeit an der Zukunft ihrer Gemeinde interessieren. „Die Leute brennen förmlich darauf, ihre Ideen einzubringen. Es gab schon mehrere Anrufe, wann es endlich los geht“, erzählt Rück.

Anmeldung für AGs

Wer an einer der drei Arbeitsgruppen mitwirken möchte, kann sich anmelden per E-Mail an sekretariat.bgm@schoeneck.de. Benötigte Angaben: Name, Alter, bevorzugte Arbeitsgruppe und Motivation für die Teilnahme. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 18. November. Die Auftaktveranstaltung der Schönecker Zukunftswerkstatt soll am Montag, 23. November, um 19.30 Uhr in der Nidder-Halle in Oberdorfelden stattfinden. Der Einlass ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Veranstaltung ist unter Vorbehalt geplant und kann aufgrund des Pandemiegeschens verlegt werden.

Auch Arthur Unkrich freut sich auf den Start des „einmaligen Projekts“. Gemeinsam mit Christina Zehner leitet er die Gruppe „Regionaler Geheimtipp“. Paten für „Arbeitsnahe Wohnwelt“ sind Claudia Kunath und Dieter Schulz. Die AG „Moderner Arbeitsstandort“ wird von Klearchos Aliferis und Andreas Zeller moderiert.

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