Rund um das Alte Schloss Büdesheim

Mehr Freiheit nach Lockdown: Familien entspannen beim ersten Kinder-Kultur-Fest in Schöneck

Die Bühnenshows der Kinder lockten viele Besucher zum ersten Kinder-Kultur-Fest auf das Gelände des Alten Schlosses in Büdesheim.
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Die Bühnenshows der Kinder lockten viele Besucher zum ersten Kinder-Kultur-Fest auf das Gelände des Alten Schlosses in Büdesheim.

Viele Familien haben das Angebot der Gemeinde Schöneck genutzt: Nach mehr als einem Jahr Corona fand am Wochenende rund um das Alte Schloss in Büdesheim ein Kinder-Kultur-Fest statt. Eltern und Kinder genossen nach monatelangem Lockdown und Homeschooling sichtbar, dass es wieder mehr Freiheit gibt.

Schöneck – Nadine Porombka (38) wohnt in Büdesheim. Da liegt es nahe, dass sie mit ihrem Mann, ihrem siebenjährigen Sohn Jannis und der zweieinhalbjährigen Tochter Mia das Kinder-Kultur-Fest besucht. Ihre Schwester Katrin Lenz hat ihr den Tipp gegeben, sagt sie. „Wir dachten, dass dies ein schönes Angebot für die Kinder ist, mitten im Ort. Wir konnten zum Fest laufen.“ Auch im vergangenen Jahr war die Familie trotz Corona unterwegs. Viele Ausflüge im Feld, den Wiesen und im Wald standen auf dem Programm sowie lange Spaziergänge. Nun freuen sie sich, dass sie gemeinsam mit anderen Familien ein Fest besuchen dürfen.

„Endlich aus den eigenen vier Wänden raus“

Die Porombkas nehmen viele Angebote wahr. Perlen werden zu Armbändern gefädelt, die Rutsche wird in Betrieb genommen, das Malangebot und das Herstellen von Buttons. Doch besonders viel Spaß macht Jannis das Bühnenprogramm mit Rüdiger Schade und den Gruppen aus dem Spielraum Hanau. Staunend sitzt er in der Reihe und verfolgt das Theater von Kindern, das diese für ihn und weitere kleine und große Zuschauer auf der Bühne spielen. Zur Aufführung kommen „Der Schatz von Schwarzfuß“, „Im Land der Elfen“, das Mitmachkonzert „Rüdi und die Notenbande“ oder der Kinderfilm „Ein zauberhafter Süßigkeitenladen“. Die aufgeführten Stücke haben die Kinder per Onlinemeetings konzipiert.

Nadine Porombka möchte bis zum Ende der Veranstaltung bleiben und auch kulinarisch einige Angebote ausprobieren. „Das Schöne ist, dass sich die Kinder freuen, mit anderen Kindern spielen können und dass sie aus den eigenen vier Wänden heraus kommen“, sagt die Schöneckerin.

Idee für das Fest entstand Ende April

Nadja Semm von der Jugendförderung der Gemeinde betont, dass es das erste Kinder-Kultur-Fest in Schöneck ist. Entstanden sei dies, weil Theaterlehrerin Rebecca Brown vom Spielraum Hanau die Idee zu einer Theateraufführung hatte. Brown wird von Simone Appel und Jana Ambrosi unterstützt, die vornehmlich in Schauspiel unterrichten. Die Abteilung Jugendpflege plante das Rahmenprogramm. Neben einer Rollenrutsche und Buttonmaschine standen ein Basteltisch, ein Kicker und eine Rutsche zur Verfügung.

Die Idee sei Ende April entstanden, sagt Semm. Vereine seien gefragt worden, ob sie mitmachen wollten. Der Fußballverein FC66 habe sich spontan bereit erklärt, Getränke zu verkaufen. Der SKV mit seiner Abteilung „Dance and more“ verkaufte Kuchen und Waffeln. Auch ein Foodtruck wurde organisiert.

Keine Standgebühren für Vereine

Roman Porombka trifft beim Erkunden des Spielgeländes auf seine Frau. Er hält seine Tochter auf dem Arm. Mia hat bereits die Rutsche ausprobiert und ist mit dem Roller gefahren. Auch Jannis probiert die Rutsche aus. Unweit des Spielgerätes können Kinder gemeinsam mit Elisa Buttons zum Anstecken basteln. Spiegel, Flaschenöffner und Magnete stehen zur Auswahl. Rund 200 Personen mit ehrenamtlichen Betreuern, Eltern, Gästen und Vereinsvertretern besuchten das Fest je am Samstag und Sonntag. Die Vereine freuten sich über die Aufbesserung ihrer Vereinskasse. „Auf Standgebühren wurde wegen der Pandemie verzichtet. Über eine zweite Auflage im nächsten Jahr denken wir nach“, sagt Semm.

Während sie spricht, ist laute Musik von der Bühne zu hören. Kinder tanzen für Kinder. Auch Workshops werden angeboten. „Die Eltern waren begeistert, was ihre Kinder in so kurzer Zeit lernen und auf die Bühne bringen können“, sagt Semm. Am Samstag bekamen die Kinder Besuch von zwei Goldschmiedinnen des Goldschmiedehaus’ Hanau. Die beiden bastelten mit Kindern Schmuck.

Die Station „Foto Booth“ bot Raum für Kreativität. Kinder wählten unter verschiedenen Kopfbedeckungen und ließen ein originelles Foto erstellen, das ausgedruckt wurde und mit nach Hause genommen werden durfte. Jannis sucht eine Clownsperücke mit Krone aus, seine Schwester Mia einen Hut. Fast gegen Ende des Festes zeigt Jannis, wie ein Armband aus bunten Holzperlen entsteht. Den Knoten zu Beginn vergisst er dabei ebenso wenig, wie die vielen, schönen Erlebnisse während des Kinder-Kultur-Festes.(Georgia Lori)

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