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Neuer Digitaltreff in Schöneck richtet sich an alle Altersgruppen

Der Raum im Alten Schloss Büdesheim war fast zu klein für die Zahl der Besucher, die zur Auftaktveranstaltung zum Digitaltreff Schöneck gekommen waren.
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Der Raum im Alten Schloss Büdesheim war fast zu klein für die Zahl der Besucher, die zur Auftaktveranstaltung zum Digitaltreff Schöneck gekommen waren.

Smartphone und Tablet haben auch bei Senioren schon lange den PC und das Notebook abgelöst. Um ältere Menschen im täglichen Umgang mit PC und Notebook zu unterstützen, gründete sich schon vor Jahren der PC-Treff rund um Werner Mühl. Nun erfolgte aufgrund der fortschreitenden Entwicklung im digitalen Bereich eine Neuausrichtung und Namensänderung des PC-Treffs in Digitaltreff Schöneck.

Schöneck – Ihre PC-Kenntnisse hätte auch Bürgermeisterin Conny Rück (SPD) gerne vertieft, wie sie deutlich machte, was jedoch aus Zeitgründen nicht möglich sei. „Corona hat Vieles zum Erliegen gebracht. Besonders die sozialen und persönlichen Begegnungen habe ich in den letzten eineinhalb Jahren sehr vermisst“, sagt Rück im Alten Schloss in Büdesheim.

Treffen finden jeden zweiten Donnerstag statt

Mühl spricht zur Auftaktveranstaltung über die Anfangszeit 2004. Zu festgelegten Zeiten hätten regelmäßige Treffen und PC-Grundkurse stattgefunden. Das Konzept habe auch allgemeine Fragen zum PC beinhaltet, Sicherheitsaspekte und Vorträge zu diversen Themen. Bis heute hätten drei bis fünf Ehrenamtliche diese Aufgaben im Team umgesetzt. „Meine erste Teilnahme beim PC-Treff war 2006. 2016 habe ich die Leitungsfunktion übernommen“, sagt Mühl.

In Zukunft sei der Digitaltreff ein Anlaufpunkt für alle Bürger, nicht nur ab 60 Plus. Mehr Unterstützung soll es bei Smartphone und Tablet geben und bei kleineren Hardware-Reparaturen an PC und Tablet. Kurse sollen etwa zu den Grundfunktionen der Systeme angeboten werden. Die Treffen finden wie bisher jeden zweiten Donnerstag jedoch von 17 bis 19 Uhr im Alten Schloss statt, damit auch Berufstätige kommen können.

Franz Hollube, bietet für das Seniorenbüro der Stadt Bad Vilbel seit drei Jahren Computerkurse in den Bereichen Video und Fotos an und ist auch im Bereich Videoclips aktiv. Mittlerweile spricht Hollube von sehr leistungsfähigen Kameras in teuren Smartphones, die den mittleren Systemkameras in nichts nachstünden.

Notebooks und Smartphones lösen Desktop-PC ab

„Heute haben wir kaum noch Desktopanwendungen, höchstens im Gamingbereich, stattdessen leistungsfähige Notebooks und Smartphones“, sagt Hollube dazu, dass Heimcomputer auf dem Schreibtisch mit separatem Bildschirm im Privatbereich beinahe ausgedient hätten. Mit einem Smartphone könne man viele Dinge im Video- und Fotobereich abdecken, wobei es immer auf den Anspruch ankomme. Fotos könnten spontan über WhatsApp verschickt werden. Allerdings solle man genau darüber nachdenken, welche Fotos man ins Internet stelle. „Datensicherheit fängt bei Ihnen persönlich an, wenn es um Technik geht, ist das eine andere Sache“, sagt Hollube.

Wie Christian Höllt vom Digitaltreff erklärt, würden Kurse nach Office-Paketen kaum noch nachgefragt. Im Trend lägen Meetings per Videokonferenz mit Zoom und Skype. Mit der Familie und Freunden, die weiter weg wohnten, könne auf diese Weise korrespondiert werden. Auch Vereinssitzungen wurden im Lockdown auf diese Weise abgehalten.

Unterstützter für Apple-Produktschiene gesucht

„Aktuell suchen wir noch Unterstützer, speziell für die Apple-Produktschiene. Im Digitaltreff sind auch Leute mit Migrationshintergrund willkommen, die Probleme mit der deutschsprachigen Software haben“, sagt Höllt.

Langfristig werde überlegt, während der Treffen Kaffee anzubieten. Interessierte aus umliegenden Kommunen sind ebenfalls willkommen. Wie sich während der Diskussion nach Hollubes Vortrag „Foto und Video auf dem Smartphone“ herausgestellt hat, haben laut Höllt 50 Prozent der Leute immer noch Interesse an Problemlösungen am PC. Einige wünschten sich auch einen Grundkurs am Android-Smartphone.

Planungstreffen am 11. November

„Überrascht hat mich das große Interesse an dem mobilen Betriebssystem IOS von Apple, wobei die Verkaufszahlen in der Region nur bei etwa fünf Prozent liegen“, sagt Höllt. Viele wünschten sich so eine effektivere Arbeitsweise. Zudem gebe es bei Apple eine feste Klientel, die immer das neueste Gerät auf dem Markt haben müsse.

Intern treffen sich Mitstreiter des Digitaltreffs zur weiteren Planung am 11. November um 17 Uhr in der Altentagesstätte des Schlosses. Weitere Mitstreiter zum Aufbau des Digitaltreffs Schöneck, natürlich auch Damen, sind erwünscht. Eine Internetadresse soll demnächst über die Webseite der Gemeinde Schöneck freigeschaltet werden.

Weitere Informationen gibt es beim Fachbereich Familie und Kultur der Gemeinde bei Ralf Ottenheim, Telefon 06187/9562401, E-Mail: r.ottenheim@schoeneck.de. (Georgia Lori)

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